Pressemitteilung —
Büromarktbericht Knight Frank - Bürovermietungsmarkt Berlin Q3 2026
Höchster Flächenumsatz seit 2022 am Berliner Bürovermietungsmarkt in Sicht
Der Berliner Bürovermietungsmarkt verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2026 einen Flächenumsatz von 563.500 m², und damit 54 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Marktprägend und maßgeblich für das Ergebnis verantwortlich war die Anmietung von rund 40.000 m² durch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Ostkreuz – gleichzeitig der bisher größte Abschluss des Jahres. Daneben sorgten einige Abschlüsse im Segment zwischen 5.000 m² und 10.000 m² sowie eine hohe Zahl an Abschlüssen im Segment zwischen 1.000 m² und 3.000 m² für das überdurchschnittliche Quartalsergebnis.
„Der Fokus der Flächennutzer konzentriert sich dabei weiter auf die Lagen innerhalb des S-Bahn-Rings“, berichtet Verena Diekmann, Director und Head of Office Leasing bei Knight Frank Berlin und führt weiter aus: „Dieser ‚Flight to Location‘ beschränkt sich nicht auf die City Ost und die City West, sondern auch Teilmärkte wie Friedrichshain oder Kreuzkölln profitieren. Beide Teilmärkte zeichnen sich im bisherigen Jahresverlauf durch überdurchschnittlich hohe Flächenumsätze aus.“
Da besonders hochpreisige Vermietungen in den letzten drei Monaten selten waren, liegt die Spitzenmiete wie im Vorquartal bei 49 Euro/m², dürfte die Schwelle von 50 Euro/m² allerdings zeitnah überschreiten. Die Durchschnittsmiete ging im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 2,1 % auf 28,30 Euro/m² zurück, liegt aber noch 1,8 % über dem Vorjahreswert.
Am Jahresende dürfte der Flächenumsatz über der Schwelle von 650.000 m² liegen. Sollte auch das 4. Quartal besonders umsatzstark sein, könnte der Umsatz am Ende sogar nah an die Marke von 700.000 m² heranreichen. „Der Berliner Bürovermietungsmarkt wird dieses Jahr sein neues langfristiges Gleichgewichtsniveau erreichen, das sich auch in den kommenden Jahren voraussichtlich um die Marke von 650.000 m² bewegen wird“, prognostiziert Fabian Sperber, Director Research Berlin bei Knight Frank und fügt hinzu: „Ein deutlich darüber hinaus gehendes Niveau oder gar eine Rückkehr zu Werten zwischen 800.000 und einer Million Quadratmeter, wie sie in den Jahren 2015 bis 2019 erzielt wurden, ist vor dem Hintergrund zyklischer Faktoren wie der schwächelnden Konjunktur sowie strukturellen Einflussfaktoren wie Remote-Work Policies oder der stärkeren Integration von KI-Tools und KI-Agenten jedoch nicht zu erwarten.“
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