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Pressemitteilung

Gymnasium Ahrensfelde: Einbruch auf Baustelle des Interimsbaus beeinträchtigt Bauablauf

Schulstart am Gymnasium Ahrensfelde ist dennoch gesichert

Der Landkreis Barnim informiert über einen Einbruch auf der Baustelle des Interimsbaus für das neue Gymnasium Ahrensfelde im Ortsteil Lindenberg. Nachdem die bauausführende Firma FAGSI am Montag, dem 13. Juli 2026, ihre Arbeiten wieder aufgenommen hatte, wurde festgestellt, dass Unbekannte am vergangenen Wochenende in die Baustelle eingedrungen waren.

Nach ersten Erkenntnissen wurden sämtliche Lager- und Baucontainer aufgebrochen. Die Täter entwendeten zahlreiche Arbeitsgeräte, technische Ausrüstung sowie Baumaterialien. Darüber hinaus entstanden erhebliche Sachschäden. Das genaue Ausmaß wird derzeit gemeinsam mit dem Bauunternehmen und den Ermittlungsbehörden ermittelt.

Im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Arbeitsgesprächs mit Vertretern des Unternehmens FAGSI wurde am heutigen Tag die aktuelle Lage ausgewertet. Nach Angaben des Bauunternehmens handelt es sich um einen erheblichen Einbruch mit spürbaren Auswirkungen auf den Bauablauf. Aufgrund gestohlener Materialien und Arbeitsgeräte sowie derzeit noch nicht absehbarer Lieferzeiten für Ersatzbeschaffungen ist mit weiteren Verzögerungen des ohnehin sehr ambitionierten Bauzeitenplans zu rechnen. Das Unternehmen steht hierzu in engem Austausch mit allen beteiligten Gewerken und arbeitet mit Hochdruck daran, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Zum Schutz der Baustelle wird das Gelände inzwischen rund um die Uhr durch einen Sicherheitsdienst bewacht. Die Kosten hierfür trägt das Unternehmen FAGSI.

Bereits vor Baubeginn hatte sich die zur Verfügung stehende Bauzeit infolge eines Nachprüfungsverfahrens und der Beschwerde eines unterlegenen Bieters um rund zehn Wochen verkürzt. Dennoch waren die Arbeiten zuletzt so weit vorangeschritten, dass die Chancen gut standen, den Schulbetrieb zum Beginn des Schuljahres 2026/2027 planmäßig aufnehmen zu können.

Nach Einschätzung des Bauunternehmens werden die für den Schulbetrieb der ersten vier Klassen erforderlichen Unterrichtsräume einschließlich der Sanitäranlagen in jedem Fall fertiggestellt. Gegenwärtig lässt sich jedoch noch nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob sämtliche erforderlichen behördlichen Abnahmen bis zum ersten Schultag abgeschlossen sein werden.

Unabhängig davon steht fest: Der Schulstart des neuen Gymnasiums Ahrensfelde ist nicht gefährdet. Die 104 Schülerinnen und Schüler werden ihr erstes Schuljahr am Gymnasium in jedem Fall wie geplant zum Schuljahresbeginn am Standort Lindenberg aufnehmen können. Sollte der Interimsbau wider Erwarten nicht rechtzeitig vollständig in Betrieb genommen werden können, greifen bereits vorbereitete Ausweichlösungen.

Bereits im Februar dieses Jahres haben sich der Landkreis Barnim und die Gemeinde Ahrensfelde auf einen gemeinsamen Alternativplan verständigt. In der unmittelbar gegenüberliegenden Grundschule stehen geeignete Räumlichkeiten bereit, in denen der Unterricht vorübergehend stattfinden könnte. Landkreis und Gemeinde arbeiten hierbei eng und vertrauensvoll zusammen, um den Schülerinnen und Schülern einen reibungslosen Start im neuen Gymnasium zu ermöglichen.

Landrat Daniel Kurth erklärt: "Der Einbruch ist ein herber Rückschlag für alle Beteiligten. Umso wichtiger ist die Botschaft, die wir heute geben können: Der Schulstart ist und bleibt gesichert. Gemeinsam mit unserem Baupartner und der Gemeinde Ahrensfelde haben wir frühzeitig Vorsorge getroffen. Unser Ziel bleibt es selbstverständlich, den Unterricht von Beginn an im Interimsbau stattfinden zu lassen. Sollte dies aufgrund noch ausstehender Abnahmen wider Erwarten nicht möglich sein, steht ein gemeinsam vorbereiteter Plan B bereit. Die Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler können sich darauf verlassen, dass das neue Gymnasium pünktlich seinen Betrieb aufnehmen wird."

Der Landkreis Barnim bittet die Bevölkerung zugleich um erhöhte Aufmerksamkeit. Wer im Umfeld der Baustelle verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu dem Einbruch geben kann, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Ost unter der Telefonnummer 03338-3610 entgegen.

Robert Bachmann
Pressesprecher

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