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​Die 5 größten PR-Irrtümer 2020

Blog-Eintrag -

​Die 5 größten PR-Irrtümer 2020

So langsam neigt sich auch das Jahr 2020 dem Ende zu und wir doch einige PR-Krisen live mit erleben können. Die meisten geschahen, weil PR-Aktionen den falschen Ton getroffen haben, weshalb die Ergebnisse unterschiedlich als geplant waren. Hier sind die 5 größten Fehler des Jahres:

1. Schweigen

Erfahren Sie von einer Krise, besteht der erste Schritt darin, Ihr Team anzusprechen und herauszufinden, was passiert ist. Sie benötigen die grundlegenden Fakten - wer, was, wann und wo - bevor Sie entscheiden können, ob und wie Sie reagieren sollen.

Wenn die Krise öffentlich geworden ist, müssen Sie innerhalb der ersten Stunde etwas sagen. Im Zeitalter der sozialen Medien ist das Schweigen das Schlimmste. Es sendet all die falschen Signale aus und erlaubt Ihren Kritikern, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen, z.B.:

‚Wissen sie nicht einmal, was passiert ist?‘

‚Sind sie verwirrt darüber, was sie tun sollen?‘

‚Haben sie etwas falsch gemacht und wissen nicht, wie sie es erklären sollen?‘

Keine dieser Schlussfolgerungen sieht gut aus.

Veröffentlichen Sie innerhalb der ersten Stunde in Sozialmedien und auf Ihrer Website eine Erklärung, die deutlich macht, dass Sie sich der Krise bewusst sind und bald mehr Informationen oder Kommentare haben werden. An diesem Punkt ist das alles, was Sie brauchen. Es sagt Ihren Interessenvertretern: "Wir sind dabei", und es verschafft Ihnen Zeit, eine detailliertere Antwort zu geben.

Es verschafft Ihnen aber nicht ewig Zeit. Zu viele Organisationen brauchen zu lange für die Nachbereitung. Je nach Schwere und Art der Krise müssen Sie mit einer detaillierten Erklärung nachfassen, dass:

  • eine grundlegende Darstellung der Krise aus der Sicht Ihrer Organisation bietet
  • Mitgefühl für jeden Geschädigten ausdrückt, unabhängig davon, wer schuld war
  • praktische Informationen bietet, die die Interessenvertreter benötigen können

2. Unklare Meldungen

Es versteht sich von selbst, dass COVID-19 ohne Zweifel die größte globale Krise seit Jahrzehnten ist. In einer Zeit, die von Ungewissheit geprägt ist, sind Klarheit und Konsequenz gefragt. Zum Beispiel haben viele das Gefühl, dass die britische Regierung es versäumt hat, für ihre jüngste Kampagne zu sorgen. Der Slogan änderte sich von "Stay Home" (zu Hause bleiben) zu "Stay Alert" (wachsam bleiben) und ließ viele Experten sich fragen, was genau das bedeutet. Die Kampagne erhielt in den Sozialmedien und in der Presse fast sofort Gegenreaktionen, wobei einige sagten, die Botschaft bringe mehr Fragen als Antworten und sei sowohl "wenig hilfreich" als auch "unklar".

3. Keine Entschuldigung für Fehler

Eine in Singapur ansässige Website für Privatlehrer bekam wegen einer Anzeige große Gegenreaktionen. Die Website bringt Studierenden in Verbindung mit Privatlehrern, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Ihr wurde vorgeworfen, die Anzeige sei sowohl rassistisch als auch sexistisch. In der Anzeige geht ein britischer Mann auf eine chinesische Frau zu und fragt nach ihrer Nummer. Die Frau antwortet mit einer Bemerkung, die ziemlich sexual klingt, und tippt dann die Nummer in sein Telefon ein. Die Anzeige ist heftig kritisiert worden, weil sie Stereotypen ausspielt und sich über den Akzent einer asiatischen Frau lustig macht. Erschwerend kam hinzu, dass die Marke darauf so reagierte: die Anzeige sei weder rassistisch noch sexistisch. Sie sagten auch ab, sie zu entfernen. Wenn man einen schweren Fehler gemacht und Tausende beleidigt hat wäre eine Entschuldigung angemessen.

4. Falsch informierte Ausgaben

Als Führungskraft müssen Sie mehr tun als nur prüfen, welcher Bereich des Marketings Ihrem Unternehmen am meisten nützt. Sie müssen auch untersuchen, wie viel Sie für Ihr Marketing ausgeben müssen.

Geben Sie kein Geld aus, wenn es nicht nötig ist. Brauchen Sie PR, dann stellen Sie ein Budget im Voraus fest. Wenn Sie vorhaben, eine effektive PR-Strategie umzusetzen, sind Mittel erforderlich, um die neuen Produktlinien, Initiativen, markenübergreifenden Werbeaktionen oder körperschaftliche Verantwortung-bezogene Arbeit zu erledigen, die zu guten PR-Möglichkeiten führen.

5. Die ganze Verantwortung übernehmen

Sie werden Hilfe bei der PR-Arbeit brauchen. Unternehmen geben sich alle Mühe, einfach nur die Fakten zu sammeln und geordnet zusammenzustellen. Die Leiter des Kommunikationsteams telefonieren und lesen Dokumente stundenlang, nur um komplexe Sachverhalte zu verstehen, damit sie Gesprächspunkte schreiben konnten, die Hintergrundinformationen zu einer Krise liefern. Die Menge an Meldungen, die Sie benötigen, ist von Krise zu Krise sehr unterschiedlich; Sie könnten den ganzen Tag damit beschäftigt sein, Erklärungen, Diskussionspunkte, Fragen und Antworten, schwierige Fragen und Antworten, Reden, was immer Sie wollen, zu verfassen und jedes einzelne einer bestimmten Zielgruppe zuzuschneiden.

Eine öffentlichkeitswirksame Krise kann Ihre üblichen Prozesse schnell überfordern. Das Problem ist nicht nur der Umfang der Medienanfragen, sondern auch die Art der Anfragen: schwierige Fragen, unerwartete Blickwinkel, möglicherweise neue Informationen, die Sie zum ersten Mal hören. Die Bearbeitung von Anfragen und Interviews, die Strategie für den Umgang mit ihnen, das Verfassen von Antworten und die Vorbereitung von Sprechern - das ist eine Menge. Sie werden auch eine verstärkte Medienbeobachtung benötigen, einschließlich mehrerer sozialer Medienplattformen.

Das Zuhören gehört zu einer guten Krisenkommunikation. Das ist eine Straße, die in beide Richtungen führt. Um sicherzustellen, dass die Interessenvertreter die Botschaften, die Sie senden, auch wirklich erhalten, muss jemand in Ihrer Organisation sie auf dem Laufenden halten - entweder direkt, durch Gespräche oder indirekt, indem er ihre Kommunikationskanäle sorgfältig überwacht. Wenn Sie Feedback erhalten, passen Sie Ihre Botschaften entsprechend an. All dieses Zuhören ist unerlässlich, um das Vertrauen und die Achtung Ihrer wichtigsten Interessenvertreter aufrechtzuerhalten.

Das Endergebnis: Arbeiten Sie nicht allein. Droht die Krise Ihrem Ruf zu schaden, lohnt es sich, Ressourcen einzusetzen, um sie auf die richtige Weise anzugehen.

Vielen Dank an Steffen Ebersbacher für diesen Artikel. Er ist Redakteur und Content Manager bei Preply.

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