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KNE-Beiratssitzung: Naturschutz und Energiewende stärken und zusammendenken
Im Anschluss an die zweitägige KNE-Konferenz 2025 in Berlin fand am 19. September die 20. Sitzung des KNE-Beirats statt. Neben dem Austausch mit Blick auf die politischen Entwicklungen der vergangenen Monate gab es einen intensiven Austausch zur Facharbeit des KNE. Oliver Conz vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gab in seiner Keynote Einblicke in die naturschutzpolitische Arbeit des Bundesumweltministeriums. Einblicke in die fachliche Arbeit des KNE gaben Dr. Elke Bruns, Dr. Mathis Danelzik und Dr. Julia Wiehe.
Claudia Bühler, Vorständin der Umweltstiftung Michael Otto (UMO), eröffnete erstmals als neue Vorsitzende des Beirates die Sitzung. Der bisherige Vorsitzende Dr. Johannes Merck hatte die UMO Ende 2024 verlassen.
Oliver Conz, frisch ernannter Abteilungsleiter Naturschutz im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), startete die Sitzung mit einer Keynote – die Beiratssitzung war sein erster öffentlicher Auftritt in seiner neuen Funktion. In seinen Ausführungen würdigte er die langjährige Arbeit des KNE für eine naturverträgliche Energiewende, insbesondere die Begleitung von herausfordernden fachlichen Austauschprozessen auf Bundes- und Bund-Länder-Ebene. In der Arbeit des BMUKN gehe es unter anderem darum, in der Gesellschaft die Zustimmung für den Natur- und Klimaschutz zu stärken. Dazu sollen insbesondere die Biodiversitätsstrategie, das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, der Nationale Wiederherstellungsplan sowie das Nationale Artenhilfsprogramm beitragen.
KNE-Direktor Dr. Torsten Raynal-Ehrke ging in seiner Einbringung des schriftlichen Berichtes an den Beirat sowohl auf die erfolgreiche KNE-Konferenz 2025 „Wie geht weiter mit dem Naturschutz in der Energiewende?“ ein als auch auf ausgewählte Highlights der Facharbeit im Berichtszeitraum.
Aus den Beratungen
Dr. Mathis Danelzik, Leiter der KNE-Dialoggestaltung, berichtete aus der Dialogarbeit des KNE. Dabei gab er beispielhaft Einblicke in laufende Verständigungsprozesse und benannte Gründe für Kommunikationsprobleme zwischen den Akteuren der Energiewende in konkreten Fragestellungen des Naturschutzes. Als vorbildliches Beispiel stellte er die Arbeit in der Unterarbeitsgruppe Probabilistik (UAG 2 der Umweltministerkonferenz) heraus. Dennoch bleibe auch dort die Komplexität der Thematik eine große Herausforderung.
Einen Überblick über die Ergebnisse des im März dieses Jahres abgeschlossenen FuE-Vorhaben „SuN-divers“, gab Dr. Julia Wiehe, Teamleiterin Solar im KNE. Das Projekt sollte dazu beitragen, dass Naturschutzbelange stärker als bisher beim Ausbau der Solarenergie berücksichtigt werden. Wiehe hob insbesondere die Wissensplattform „Natur im Solarpark“ (natur-im-solarpark.de) hervor. Das digitale Angebot des KNE liefere Schritt für Schritt praxisorientiertes Know-how für den naturverträglichen Ausbau von Solarparks und unterstütze kommunales Handeln. Neben der Wissensplattform seien neue Netzwerke unter den beteiligten Verbänden, Kommunen und weiteren Akteuren entstanden, die dieses Anliegen auch nach Projektschluss weiter vorantreiben werden.
Dr. Elke Bruns informierte die Beiratsmitglieder über Empfehlungen zum Umgang mit den Erkenntnissen aus dem FuE-Vorhaben „Antikollisionssysteme in der Praxis“. Ziel war es, die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Antikollisionssystemen (AKS) zu klären, um die Anwendung von Antikollisionssystemen in Genehmigungsverfahren auf eine fachwissenschaftlich abgesicherte Grundlage zu stellen. Sie stellte anerkannte Systeme vor, die aktuell verfügbar sind und gab einen Ausblick, welche Fragestellungen einer weiteren Bearbeitung und Klärung bedürften.
Die Beiratsmitglieder diskutierten intensiv zu den aufgeworfenen Fragen und erarbeiteten Empfehlungen. Sie drückten darüber hinaus ihre Wertschätzung für die wertvolle Fach- und Dialogarbeit des KNE aus. Vor dem Hintergrund der naturschutz- und energiepolitischen Entwicklungen in Bund und Ländern sei das KNE auch in Zukunft unverzichtbar.