Direkt zum Inhalt springen
Rotmilan im Flug

News

KNE-Publikation: Empirische Erkenntnisse zur Flughöhenverteilung des Rotmilans

Eine Einordnung im Hinblick auf Kollisionsrisiken

Wann sind Vögel einem signifikant erhöhten Kollisionsrisiko mit Windenergieanlagen ausgesetzt? Diese Frage beschäftigt die Fachwelt weiterhin. Das Kollisionsrisiko hängt von mehreren Faktoren ab – einer davon ist die Flughöhe, in der die Art vorwiegend unterwegs ist. Denn nur bei Flügen in Rotorhöhe können Vögel überhaupt mit den Rotoren kollidieren.

Die Aufzeichnung von Flughöhen des Rotmilans mittels Kameras, Laser Range Finder und GPS-Telemetrie hat den Wissensstand in den letzten Jahren bedeutend erhöht. Das KNE hat die wesentlichen Studien zur Thematik übergreifend ausgewertet und legt ausgewertet und legt in der Publikation „Empirische Erkenntnisse zur Flughöhenverteilung des Rotmilans – Einordnung im Hinblick auf Kollisionsrisiken“ dar, wie sich die aktuellen und künftigen Höhen- und Größendimensionen von Windenergieanlagen sowie insbesondere die Abstände der Rotorunterkanten vom Boden darstellen. Anschließend wird in der Zusammenschau diskutiert, welche Auswirkungen diese Erkenntnisse und Entwicklungen auf das Kollisionsrisiko des Rotmilans haben können.

Die Auswertungen zeigen, dass ein Großteil der Flüge und damit die Hauptflugaktivität von Rotmilanen während der Brutzeit bereits heute unterhalb bzw. außerhalb der Rotorbereiche moderner Windenergieanlagen liegt, wenn die Rotorunterkanten über 80 bis teilweise über 110 m über dem Boden liegen. Die Anhebung der Rotorunterkanten wirkt sich durch einen steigenden Anteil unkritischer Flüge prinzipiell mindernd auf das Kollisionsrisiko aus, insbesondere, wenn der Rotordurchmesser nicht oder nur unwesentlich vergrößert wird. Damit kann die Anhebung der Rotorunterkante zumindest potenziell eine (technische) Schutz- bzw. Minderungsmaßnahme sein. Eine Bewertung der Signifikanz allein auf Grundlage der Flughöhenverteilung und der Höhe der Rotorunterkante wäre allerdings stark vereinfacht.

Vor dem Hintergrund des Raumnutzungs-Kollisionsrisikomodells wird ein Ausblick darauf gegeben, ob und inwiefern die „Anhebung der Rotorunterkante“ auf gewisse Höhen potenziell als Schutz- bzw. Minderungsmaßnahme dienen kann.

Detailinformationen zur Datengrundlage, Datenaufbereitung und zu den Ergebnissen, der bei dieser Publikation ausgewerteten Studien, finden sich in separaten Kapiteln im Anhang.

Links

Themen

Kategorien

Kontakt

  • Rotmilan im Flug, © Manfred Stöber – stockadobe.com
    Lizenz:
    Alle Rechte vorbehalten
    Dateiformat:
    .jpg
    Dateigröße:
    1024 x 768, 229 KB