Pressemitteilung —
Wenn Hirsche lautstark flirten und Kühe das Sonntagsgewand tragen
Im Herbst sind die Tage zwar kürzer als im Sommer, in den Tälern Graubündens aber nicht weniger schön: Im Engadin färben sich die Wälder golden, im Schweizerischen Nationalpark findet das größte Tierspektakel des Jahres statt, im Bergell fallen die Kastanien von den Bäumen, und vielerorts feiert man die Rückkehr der Kühe ins Tal.
Wandern. Farbexplosion im Engadin
Gelb die Lärchen, blau der Himmel und weiß die Berggipfel: Am schönsten lässt sich der Herbst im Engadin auf Wanderungen entdecken – zum Beispiel auf der Via Engiadina. Die Weitwanderung führt in zwölf Tagesetappen von Maloja bis nach Vinadi, kurz vor der Grenze zu Österreich. Übernachtet wird in Hotels in den Dörfern entlang des Wegs. Das Gepäck wird von Unterkunft zu Unterkunft transportiert. Selbstverständlich kann man einzelne Etappen auch als Tageswanderungen unternehmen.
Tiere. Flirten im Schweizerischen Nationalpark
Im September buhlen in den Wäldern des Schweizerischen Nationalparks die Hirsche um die Gunst der Kühe. Und das nicht leise, sondern mit lautstarkem Röhren. Die Val Trupchun verwandelt sich in diesem Monat in eine regelrechte Hirscharena. Die Chancen, die Paarhufer auf einer Wanderung durch das Tal nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, stehen gut – insbesondere auf den zweimal wöchentlich stattfindenden geführten Touren mit Expertinnen und Experten des Schweizerischen Nationalparks.
Kulinarik. Kastanienfestival in der Val Bregaglia
Im Bündner Südtal Val Bregaglia stehen zwischen Soglio und Castasegna die größten Kastanienhaine Europas. Im Herbst leuchten sie in intensiven Rot- und Gelbtönen, und nach dem ersten Frost fallen die Marroni von den Bäumen. Die Ernte der stacheligen Baumfrucht wird mit dem Kastanienfestival gefeiert. Während drei Wochen finden im ganzen Tal täglich Veranstaltungen statt – von geführten Wanderungen durch die Wälder über Vorträge bis zu Degustationen von lokalen Spezialitäten.
Kastanienfestival in der Val Bregaglia
Tradition. Kühe im Sonntagsgewand
Wenn in den Bergen die Temperaturen sinken und bald schon der erste Schnee fällt, ist es Zeit, das Vieh zurück ins Tal zu holen. Dafür werden die Kühe überall in Graubünden mit Blumen und Glocken geschmückt. Besonders spektakulär ist der Alpabzug beim Flimserstein Mitte September. Dort schreiten die Kühe über die schmale Scala Mola vor imposanter Berglandschaft hinunter ins Hochtal Bargis, wo das begeisterte Publikum beim Bauernfrühstück auf die vierbeinigen Stars wartet.
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