Pressemitteilung —
Fischaufstiegsanlage: swa starten mit den Bauarbeiten am Hochablass
Freie Bahn für alle Lechbewohner am Hochablass: Erstmals seit 120 Jahren wird das Wehr am Hochablass durchgängig. Die Stadtwerke Augsburg (swa) haben in dieser Woche mit den vorbereitenden Arbeiten für den Bau der Fischaufstiegsanlage begonnen. Dazu legte ein Bagger den Bereich für die Fischaufstiegsanlage neben dem Hochablass frei.
Für die Fischaufstiegsanlage setzen die swa im Boden am Hochablass mehrere Spundwände ein. Dies ist eine stabile Stützwand aus Stahl. Bevor das möglich ist, bohren in den kommenden Wochen Geräte mehrere tiefe Löcher in dieses Areal. Anschließend suchen Experten das Gelände nach Kampfmitteln ab, damit die Bauarbeiten planmäßig weitergehen können. Voraussichtlich Ende August können dann die Spundwände eingesetzt werden. Die gesamte Bauzeit dauert voraussichtlich rund eineinhalb Jahre und ist abhängig von der Anzahl und Häufigkeit von Hochwasserereignissen.
Neues Zeitalter für alle Fische am Hochablass
Durch den Bau einer modernen Fischaufstiegsanlage können künftig alle Fische und Kleinlebewesen die fast acht Meter hohe Barriere des Hochablasses im Lech überwinden. Damit die Fische und Kleinlebewesen die Höhe überbrücken können, müssen sie über 70 Becken wie über eine Treppe mit einem jeweils geringen Höhenunterschied auf- oder absteigen. Von der kleinen Mühlkoppe, die nur gegen geringe Fließgeschwindigkeiten im Wasser ankommt, bis hin zum kräftigen großen Huchen, leben im Lech viele Fischarten mit unterschiedlichen Merkmalen. Die Becken haben eine Größe von vier auf zwei Meter, damit auch jeder Fisch genug Platz findet.
Fischaufstiegsanlage steht im Einklang mit dem UNESCO-Weltkulturerbe
Parallel zum Bau des 2013 in Betrieb gegangenen Wasserkraftwerkes im Hochablass, begannen die swa die neue Fischaufstiegsanlage zu planen. Verschiedene Auflagen der Genehmigungsbehörden, der Fischereifachberatung, technische Herausforderungen und neue Erkenntnisse zum Bau solcher Anlagen führten zur mehrmaligen Überarbeitung der Pläne. Der Bau der Fischaufstiegsanlage steht im Einklang mit dem Wassermanagementsystem Augsburg, welches Teil des UNESCO-Weltkulturerbe ist.
Möglichst geringe Beeinträchtigungen für Fußgänger und Anwohnende
Auch während der Bauarbeiten soll es für Fußgänger möglichst geringe Einschränkungen geben, der Lechsteg über den Hochablass soll durchgängig offenbleiben. Die Bauarbeiten erfolgen zu den normalen Tageszeiten. Der Lärm für Anwohnende wird möglichst geringgehalten. Ganz zu vermeiden ist dieser jedoch nicht, etwa beim Einrammen von Spundwänden.
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