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Ein Großbohrer steht auf einer Kiesbank im Lech und bereitet den Untergrund für die Spundwände vor
Die Baustelle für die Fischaufstiegsanlage am Hochablass: Mit einem Großbohrer wird derzeit bis in rund 15 Meter Tiefe der Untergrund für die Spundwände vorbereitet. Foto: swa/Thomas Hosemann

Pressemitteilung —

Hochablass: Schweres Gerät ebnet den Weg für die Fischaufstiegsanlage

Nachdem die Arbeiten für die Fischaufstiegsanlage am Hochablass am 10. August zunächst mit vorbereitenden Arbeiten begonnen haben, ist nun auch schweres Gerät im Einsatz. Spundwände werden eingerammt und ein Großbohrer stößt in Tiefen bis zu 15 Meter vor. Die Baustelle hat sich mittlerweile zu einem beliebten Ausflugsziel für interessierte Schaulustige entwickelt.

Für die Fische im Lech beginnt ein neues Zeitalter: Durch den Bau einer modernen Fischaufstiegsanlage können künftig alle Fische und Kleinlebewesen die fast acht Meter hohe Barriere des Hochablasses im Lech überwinden. Damit wird das Hochablass-Wehr erstmals seit mindestens 120 Jahren durchgängig für alle Lechbewohner. Die Anlage ist damit eine wichtige Investition in die Artenvielfalt und die Ökologie im Lech.

Die Stadtwerke Augsburg (swa) haben Mitte August mit dem Bau der Anlage begonnen. Zunächst wurden bei Vorarbeiten die Baustelle eingerichtet und abgezäunt sowie eine künstliche Kiesbank im Lech dort aufgeschüttet, wo künftig die Fischaufstiegsanalage entstehen soll. Seit Anfang September ist auch eine schwere Baumaschine im Einsatz, die Spundwände ins Erdreich treibt, um das Baufeld abzustützen und gegen das Lechwasser abzuschotten. Nachdem an etlichen Stellen die Spundwände nicht mehr eingeschlagen werden konnten, ist nun wie geplant eine zweite große Maschine im Einsatz: Ein Großbohrer.

Immer wieder „Überraschungen“ im Untergrund

Dort, wo die Spundwände auf Widerstand gestoßen sind, bohrt dieses Gerät Löcher in das Erdreich, bis zu 15 Meter tief und mit einem Durchmesser von rund 80 Zentimetern. Der Bohrer frisst sich auch durch unbekannte Betonteile im Untergrund oder extrem verdichtetes Erdreich, das von den Spundwänden nicht durchbrochen werden kann. In den Bohrlöchern wird das Erdreich ausgetauscht, so dass anschließend die Spundwände problemlos eingeschlagen werden können.

Immer wieder finden sich im Untergrund des Hochablasses „Überraschungen“. Wurden schon beim Bau des Wasserkraftwerks etwa Eisenbahnschienen zutage gefördert, wurden nun etwa auch Betonfundamente freigelegt.

Beeinträchtigungen sollen so gering wie möglich sein

Auch wenn das Baufeld eng ist, soll es für Fußgänger möglichst geringe Einschränkungen geben. So wird in den kommenden Tagen an einem Fußweg zwischen Hochablass und Parkplatz eine Beleuchtung installiert, nachdem wegen der Absperrung der Baustelle Fußwege umgeleitet werden mussten. Der Lechsteg über den Hochablass soll durchgängig offen bleiben.

Die Bauarbeiten erfolgen zu den normalen Tageszeiten. Der Lärm für Anwohnende wird möglichst geringgehalten. Ganz zu vermeiden ist dieser jedoch nicht, wie jetzt beim Einrammen von Spundwänden.

Die Bauzeit für die Fischaufstiegsanlage dauert voraussichtlich rund eineinhalb Jahre und ist abhängig von der Anzahl und Häufigkeit von Hochwasserereignissen. Damit die Fische und Kleinlebewesen die Höhe überbrücken können, müssen sie über 70 Becken wie über eine Treppe mit einem jeweils geringen Höhenunterschied auf- oder absteigen. Die Becken haben eine Größe von vier auf zwei Meter, damit auch jeder Fisch genug Platz findet. Sediment am Boden der Becken laden die Fische auch zum Ausruhen und Verweilen ein.

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