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Die "Wes Amelie" wird ab dem Frühjahr 2020 erstmals synthetisches Erdgas tanken. (Foto: MAN Energy Solutions)
Die "Wes Amelie" wird ab dem Frühjahr 2020 erstmals synthetisches Erdgas tanken. (Foto: MAN Energy Solutions)

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Containerschiff Wes Amelie fährt mit synthetischem Erdgas

Ab dem Frühjahr 2020 wird das 1.036-TEU-Containerschiff „Wes Amelie“ der niedersächsischen Wessels-Reederei erstmals synthetisches Erdgas als Treibstoff nutzen. Das teilten die Projektpartner MAN Energy Solutions und Wessels Marine mit. Bereits im Jahr 2017 wurde das Containerschiff als weltweit erstes seiner Art auf den emissionarmen Treibstoff Flüssigerdgas (LNG) umgerüstet. Nun soll ein Sechstel der Tankfüllung durch klimaneutrales synthetisches Erdgas ersetzt werden. Pro Einsatz wird die „Wes Amelie“ rund 20 Tonnen des durch das Power-to-Gas-Verfahren erzeugten Gases nutzen. Dadurch werden die CO2-Emissionen nach Angaben der beteiligten Unternehmen um 56 Tonnen reduziert.

Erzeugt wird der klimaneutrale Treibstoff in der Power-to-Gas-Anlage des Automobilherstellers Audi im norddeutschen Werlte. Eine Anlage, die das dort produzierte synthetische Gas in einem weiteren Schritt für die Bebunkerung verflüssigt, befindet sich aktuell noch im Bau und wird voraussichtlich Anfang 2020 fertiggestellt. Die Linde-Gesellschaft Nauticor wird den anschließenden Transport des flüssigen Gases zum Schiff übernehmen.

„Mit diesem Leuchtturmprojekt möchten wir gemeinsam nachweisen, dass sowohl die bereits aufgebaute LNG-Infrastruktur als auch die auf Seeschiffen verbaute LNG-Technologie die Verwendung von CO2-neutralem SNG [synthetic natural gas, synthetisches Erdgas] erlaubt, was uns dem Ziel eines klimaneutralen Seetransports ein Stück näherbringt“, erklärt Christian Hoepfner, geschäftsführender Gesellschafter der Wessels Maritime.

Bereits durch die Verwendung von konventionellem LNG konnte das Schiff seine Schwefeloxidemissionen um mehr als 99 Prozent, die Stickoxidemissionen um etwa 90 Prozent sowie seinen CO2-Ausstoß um bis zu 20 Prozent reduzieren.

Da Batterien als Energiequellen für die Schifffahrt keine praktikable Option seien, müsse die Power-to-X-Technologie daher laut Stefan Eefting, Leiter von MAN Primeserv in Augsburg, nun im industriellen Maßstab entwickelt werden. So könne dem Markt perspektivisch eine große Menge klimaneutraler Kraftstoffe zu wirtschaftlichen Preisen zur Verfügung gestellt werden.

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Kristin Schiller

Kristin Schiller

Pressekontakt Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 030 460 6015 - 84