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Foto: Siemens AG
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Gasturbinen-Hersteller werden grün

Die europäischen Gasturbinenhersteller setzen sich gemeinsam für den Einsatz von mehr grünem Gas in der Stromproduktion ein und bereiten ihre Turbinen auf die Energiewende vor. Eine entsprechende Erklärung stellten die Mitglieder des Branchenverbandes "EU Turbines" (u. a. Siemens, MAN und GE Power) kürzlich in Brüssel vor. Mit der Kampagne "#PowerTheEU" verpflichten sich die Hersteller, ihre Gasturbinen, die aktuell ausschließlich Erdgas verbrennen, bis zum Jahr 2030 schrittweise auf erneuerbare Brennstoffe umzustellen.

In einem ersten Schritt sollen dafür die Turbinen ab sofort für den Betrieb mit erneuerbaren Gasen aus klimaneutralen Quellen und synthetische Kraftstoffe, wie synthetisches Methan, bereit gemacht werden. Auch mit einer Mischung aus Erdgas und drei bis fünf Prozent Wasserstoff sollen die Turbinen dann laufen können.

Bis zum Jahr 2020 wollen die Unternehmen in Europa ausschließlich Gasturbinen ausliefern, die Strom aus erneuerbarem Gas erzeugen und mit einem Anteil von 20 Prozent Wasserstoff betrieben werden können. Zudem wollen die Produzenten sogenannte "Retrofit"-Lösungen für bestehende Kraftwerke anbieten, um den Anlagenbestand für erneuerbare Gase zu ertüchtigen.

Im letzten Schritt sollen die Hersteller schließlich bis 2030 in der Lage sein, Turbinen bereitzustellen, die mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden können.

Damit hat die Maßnahme der Turbinenhersteller einen hohen Stellenwert für die Energiewende, wie Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems, betont: "Zusammen mit dem Speicherpotenzial des Gasnetzes wird hierdurch eine der großen offenen Fragen zukünftiger Energiesysteme gelöst."

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