Skip to main content

James Dyson Award Österreich 2019: SOLMATE – „Solarenergie für jedermann“ gewinnt Designpreis

Pressemitteilung   •   Sep 19, 2019 08:35 CEST

Wien, 19. September 2019. Chris Götze und Winfried Werthmann, Absolventen des MasterstudiengangsIndustrial Design mit dem Forschungsschwerpunkt Eco-Innocative Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz gewinnen mit dem Projekt „SOLMATE“ den James Dyson Award auf nationaler Ebene. SolMate ist ein Photovoltaik- und Speichersystem, das von jedem Kunden selbst installiert werden kann – einfach per Plug & Play. SolMate macht es für einen großen Teil der Bevölkerung erstmals möglich, sich privat an der Energierevolution zu beteiligen und dadurch den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu beschleunigen.

SolMate wurde im Rahmen ihrer Masterarbeit von Chris Götze und Winfried Werthmann, Studenten des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz in Zusammenarbeit mit dem Start-up EET - Efficient Energy Technology GmbH entwickelt. Inspiriert wurden die beiden Designer durch die intensive Beschäftigung mit den tagesaktuellen Themen: Energiewende, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Einer der Schwerpunkte der komplexen Agenda der Energiewende ist der Übergang zu einer dezentralen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Neben Politik und Wirtschaft ist die Beteiligung der Bevölkerung an der Energiewende von entscheidender Bedeutung um diese Herausforderung zu bewältigen. „Die Beteiligung jedes Einzelnen an der Energiewende ist entscheidend, damit die Abkehr von fossilen Brennstoffen und Atomkraft gelingt“, so Götze. „Dies setzt voraus, dass jedem Einzelnen die Eigenversorgung aus erneuerbaren Energiequellen zu einem erschwinglichen Preis ermöglicht wird. Gleichzeitig muss die Nutzung einer solchen Selbstversorgungsanlage so einfach wie möglich sein“, erklärt Werthmann. Mit diesem Ziel vor Augen haben die beiden FH-Absolventen ein intelligentes Solarspeichersystem designt, das gänzlich ohne den Problemstoff Kobalt auskommt und über seine Lebenszeit bis zu 7 Tonnen CO2 einspart.

SOLMATE – Solarstrom für alle

SolMate basiert auf der patentierten Messtechnologie "Net Detection" von EET. Diese Technologie ermöglicht, den aktuellen Energieverbrauch eines jeden Haushalts zu messen und ihn per Plug and Play ohne jeglichen Aufwand mit selbst gewonnener Sonnenenergie zu versorgen. SolMate besteht aus fünf leichten, flexiblen Solarpanelen, die mit wenigen Handgriffen und ohne Hilfe einer Fachkraft am Balkongeländer montiert werden können, sowie einer intelligenten Speichereinheit, die direkt mit einer Steckdose verbunden wird. Der selbst erzeugte Strom fließt durch diese Steckdose direkt in das hauseigene Stromnetz und wird in der gesamten Wohnung zur Verfügung gestellt. Dank einer hochfrequenten Impedanz-Messung erkennt SolMate, wie viel Energie man gerade verbraucht und stellt dem Haushalt je nach Bedarf über die Steckdose Solarstrom zur Verfügung. Wird kein Strom verbraucht, speichert SolMate den Ökostrom im kompakten Energiespeicher für später.

Das kleine Solarkraftwerk für den Eigengebrauch sorgt so für mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung und bringt Haushalten Stromersparnisse von bis zu 25 %.

Aktuell ist SolMate das einzige Solarsystem für den Balkon, das über einen Stromspeicher verfügt: Damit funktioniert es auch bei einem Stromausfall und sogar ohne Anbindung an das öffentliche Stromnetz. SolMate ist kompatibel mit modernen Smarthome-Systemen und kann mit einer mobilen App von überall gesteuert werden. Schon in wenigen Wochen wird SolMate den Markt betreten und überall im deutschsprachigen Raum erhältlich sein. Bereits jetzt kann man SolMate im Vorverkauf erwerben.

Insbesondere für die städtische Bevölkerung bietet SolMate erstmals die Möglichkeit, persönliche Überzeugungen zu verwirklichen und den eigenen Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Das Gerät ist als Outdoor-Balkonsystem konzipiert und ideal für Mieter und Wohnungseigentümer ohne eigene Dachflächen. Es ist in erster Linie dazu gedacht, selbst erzeugte Energie in den Haushalt einzuspeisen. Durch ein intelligentes Energiemanagement erhöht das Produkt die Energieeffizienz des Anwenders.

Echte Probleme und ausgezeichnete Lösungen

Jurymitglied Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, meint zum Siegerprojekt: „Lösungen für erneuerbare Energien sind definitiv unsere Zukunft und sind hinsichtlich der Energieeffizienz aus unseren Zukunftsplänen nicht mehr wegzudenken. SolMate bietet eine Lösung, die besonders jene Bevölkerungsgruppen in ihrer Energiegewinnung unterstützen kann, die keine Dachflächen zur Verfügung haben. Wir sind uns sicher, mit „SolMate“ einen würdigen Gewinner des James Dyson Awards 2019 gefunden zu haben und wünschen den beiden Erfindern für die Zukunft viel Erfolg mit ihrem Projekt.“

Neben „SOLMATE“ zeichnete die Experten-Jury noch zwei weitere Einreichungen aus:

HETTA – Bio-Abfallbehälter

Hetta ist ein Bio-Abfallbehälter, der das Leben geruchsfreier und komfortabler macht und sowohl persönliche als auch ökologische Auswirkungen hat. Mit Hetta wird die Ursache des Problems – die Feuchtigkeit des Abfalls – beseitigt. Durch das Trocknen schrumpft der Abfall, wird leichter, hört auf zu riechen und kann viel länger als sonst gelagert werden.

Gesa Oeljeschläger


CAMEO – smartes Recycling System für Küchen

Menschen jeden Alters können vorübergehend oder dauerhaft von einer Griffeinschränkung betroffen sein. CAMEO ermöglicht es durch seine einfache Handhabung, den täglichen Greifvorgang selbständig und spielerisch zu meistern und gleichzeitig die betroffene Hand zu trainieren.

Nicole Hübscher

Informationen zum James Dyson Award

Der James Dyson Award wird in 27 Ländern ausgeschrieben und steht Studierenden (oder frischen Hochschulabsolventen) der Ingenieurwissenschaften und der Fachbereiche Produktgestaltung und Industriedesign offen. Folgende Länder nehmen am James Dyson Award teil: Australien, Österreich, Belgien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Indien, Italien, Irland, Japan, Malaysia, Niederlande, Neuseeland, Philippinen, Russland, Schweden, Singapur, Spanien, Südkorea, Schweiz, Taiwan, Vereinigte Arabische Emirate, Mexiko, Großbritannien und die USA.

In jedem Land, in dem der Award stattfindet, wird ein nationaler Gewinner ausgewählt. In der nächsten Stufe prüft ein Gremium die Einreichungen aller Länder und nominiert 20 Projekte für die internationale Shortlist. Der internationale Gewinner wird von James Dyson ausgewählt. Die Bekanntgabe des internationalen Gewinners und der Finalisten erfolgt am 15. November 2018.

Der internationale Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 33.500 Euro. Der Fachbereich des internationalen Gewinners erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.500 Euro. Die Zweitplatzierten auf internationaler Ebene erhalten jeweils 5.500 Euro. Die Gewinner auf nationaler Ebene erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.200 Euro.

Der James Dyson Award wird von der James Dyson Foundation ausgeschrieben, einer im Jahr 2002 gegründeten Stiftung, die das Ziel hat, die nächste Generation von Ingenieuren und Designern zu begeistern und zu unterstützen.

Mehr Informationen unter www.jamesdysonaward.org.

Informationen und Updates zum James Dyson Award auf Facebook.

Über Dyson

  • Dyson ist ein globales Technologieunternehmen mit Forschungs- und Testlaboren in Malaysia, Singapur, auf den Philippinen und in Großbritannien. Dyson beschäftigt weltweit über 12.000 Mitarbeiter, darunter 4.500 Ingenieure und Wissenschaftler – mit einem wachsenden Anteil in Südostasien.
  • Weltweit setzen verschiedene Teams Dysons ehrgeizige Ziele durch Forschung und Entwicklung neuer Technologien um, wie zum Beispiel der Festkörperbatterie, High-Speed-Elektromotoren, Vision-Systemen, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz.
  • Dysons 67 Hektar großer Campus in Malmesbury, in der Grafschaft Wiltshire, beherbergt das Dyson Institute of Engineering and Technology, das im September 2017 eröffnet wurde. Dyson investiert 31 Millionen britische Pfund in britische Hochschulbildung, um den Mangel an Ingenieuren in Großbritannien zu überwinden. Der vierjährige, gebührenfreie Studiengang deckt im ersten und zweiten Studienjahr die Grundlagen des Ingenieurswesens ab. Im dritten und vierten Studienjahr umfasst er Inhalte zu Elektronik- und Maschinenbau – alles im Zuge einer bezahlten Beschäftigung innerhalb des Forschungs- und Entwicklungsteams von Dyson, das mit führenden Ingenieuren und Wissenschaftlern an realen Produkten arbeitet.
  • Im September 2017 gab Dyson bekannt, dass das Unternehmen seit drei Jahren an einem Elektrofahrzeug arbeitet. Dyson investiert 2 Milliarden britische Pfund in die Entwicklung eines batteriebetriebenen Elektroautos, das voraussichtlich im Jahr 2021 auf den Markt kommen soll. Das Projekt basiert auf Dysons Know-how hinsichtlich Festkörperbatterien, Motoren, Vision Systemen, Robotik, HVAC (Heizung, Lüftung und Klimatechnik) sowie Aerodynamik. 

Als Technologie- und Erfinderunternehmen hat es sich Dyson zur Aufgabe gemacht, Produkte des täglichen Lebens durch neue Ideen zu verbessern. Mit diesem Anspruch revolutionierte Unternehmensgründer James Dyson die seit 1901 praktisch unveränderte Staubsaugertechnologie. Inzwischen entwickelt und vertreibt Dyson aber nicht mehr nur Staubsauger sondern auch Airblade Händetrockner, Luftreiniger sowie Luftbefeuchter und Haartrockner.