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Ford und Vodafone testen vernetzte Fahrzeug-Technologie zur Anzeige freier Parkplätze in Parkhäusern – inklusive Zielführung

Pressemitteilung   •   Jul 02, 2019 10:30 CEST

Ford mit Parkplatz-Leitsystem

In Städten wie Frankfurt oder London verbringt der Durchschnittsfahrer jedes Jahr bis zu 67 Stunden* mit der Suche nach Parkplätzen, von denen speziell in Innenstädten viele gebührenpflichtig sind. Dieses Umherfahren ist für schätzungsweise 30 Prozent** des Stadtverkehrs verantwortlich.

Dabei, so belegen es Zahlen aus Großbritannien, beträgt die Auslastung von Parkhäusern und gewerblichen Parkflächen oftmals nur 50 Prozent. Ford und Vodafone testen jetzt eine neue Technologie für vernetzte Fahrzeuge, die die Suche nach Parkplätzen erleichtern könnte. Dieses Leitsystem für Parkraumbelegung zeigt dem Fahrer die angebotenen Parkplätze in nahegelegenen Parkhäusern an – und führt sie über das Navigationssystem auch gleich dorthin.

„Navigations-Systeme sind eine großartige Hilfe beim täglichen Autofahren. Weniger nützlich sind sie bisher bei der Suche nach Parkmöglichkeiten in Innenstädten“, sagte Tobias Wallerius, Entwicklungsingenieur, Ford Europa. „Unser Projekt, das wir Parking Space Guidance nennen, basiert auf vernetzter Fahrzeugtechnologie, die künftig bei der Verkürzung von Fahrzeit helfen könnte, was Zeit und Geld spart, ganz zu schweigen von den Vorteilen für die allgemeine Luftqualität“.

„Wenn Autos in Echtzeit Informationen mit der Verkehrsinfrastruktur austauschen, wird der Straßenverkehr ein Stück intelligenter. Autofahrer gelangen dann schneller zum Ziel. Die nervige Parkplatzsuche kostet uns weniger Zeit und Nerven“, so Vodafone Innovationschef Michael Reinartz.

Das Leitsystem nutzt die Daten von Parkhäusern und gewerblichen Stellplätzen. Die Tests erfolgen im Rahmen von KoMoD (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf), einem 15-Millionen-Euro-Projekt für die praktische Erprobung neuer Connected-Car-Technologien und des automatisierten Fahrens. Informationen erhalten Sie unter: https://www.komod-testfeld.org/

Während Testfahrzeuge durch die Stadt fahren, erhalten sie Verkehrs- und Parkhausinformationen von einem zentralen Computersystem, basierend auf ihren Geokoordinaten und digitalen Verkehrsinformationen.

Weitere Funktionen, die von Ford und Vodafone im Rahmen von KoMoD demonstriert werden:

  • Ampelassistenzsystem, bei dem die verbleibende Zeit für anstehende Rot- oder Grünphasen auf der Instrumententafel angezeigt wird. Eine rechtzeitige Warnung vor einer roten Ampel kann Bremsmanöver verringern, was zu Vorteilen bezüglich Sicherheit, Kraftstoffverbrauch und Verkehrsfluss führen kann, wenn der Fahrer seine Geschwindigkeit entsprechend anpasst.
  • Tunnelinformationssystem, das Informationen zu Fahrspurschließungen, Tempolimits und langsam fahrenden Fahrzeugen in vorausfahrenden Tunneln bereitstellt.
  • Vario-Display liefert dem Kombiinstrument aktuelle Informationen zu wichtigen Ereignissen, die sich auf den lokalen Verkehr auswirken können, etwa Konzerte oder Fußballspiele.
  • Verkehrsleitsystem trägt durch Anpassung der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen zur Verbesserung des gesamten Verkehrsflusses bei.
  • Intelligente Verkehrszeichenübertragung sendet Informationen zu Tempolimits und Warnschildern direkt an die Fahrzeuganzeigen. Während die Verkehrszeichenerkennung mithilfe von Kameras in vielen Fahrzeugen vorhanden ist, kann sie bei schlechtem Wetter oder in Umgebungen hochgebauter Lkw schwierig sein. Durch die Übermittlung digitaler Informationen an das Fahrzeug über eine Mobilfunkverbindung direkt vom Verkehrsschild wird sichergestellt, dass der Fahrer wichtige Sicherheitsinformationen sehen kann.
  • Schlechtwetterwarnung kommuniziert automatisch die Wetterbedingungen von einem Fahrzeug zu anderen Fahrzeugen in der Nähe. Wenn beispielsweise die automatischen Scheibenwischer eines Fahrzeugs einsetzenden Regen erkennen, wird dies gesendet, um Fahrer in der Nähe über ihre fahrzeuginternen Displays zu informieren, falls sie ihre Geschwindigkeit oder Route anpassen möchten.

Bereits zuvor haben die Versuche gezeigt, wie die Technologie örtliche Verkehrsteilnehmer automatisch vor Unfällen auf der Straße warnt*** und ihnen die genaue Position von Notfallfahrzeugen in der Nähe anzeigen kann, damit möglichst rasch eine Rettungsgasse gebildet wird.

Vorerst stellen Informationen, die von Infrastruktur zu Fahrzeug oder von Fahrzeug zu Fahrzeug kommuniziert werden, eine Entscheidungshilfe für Autofahrer dar. Die KoMoD-Tests gehen einen Schritt weiter, denn digitale Technologien werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, zum Beispiel, wenn autonome Fahrzeuge später einmal selbsttätig auf Vorkommnisse im Straßenverkehr reagieren müssen.

Ein Video finden Sie unter diesem Link:https://youtu.be/Ddj6dPkuz-Y

* http://inrix.com/blog/2017/07/parkingsurvey/

** https://www.researchgate.net/publication/222745846_Cruising_for_parking

*** https://media.ford.com/content/fordmedia/feu/en/news/2018/09/24/prototype-tech-quickly-warns-drivers-of-accidents-ahead--could-h.html

Die Ford Motor Company

Die Ford Motor Company, ein weltweiter Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Firmensitz in Dearborn, Michigan (USA), produziert und vertreibt Fahrzeuge der Marken Ford und Lincoln in sechs Kontinenten mit ungefähr 201.000 Mitarbeitern und in 62 Werken weltweit. Zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören Konstruktion, Fertigung, Marketing, Serviceleistungen und Finanzierung von Autos, LKW, SUV und Elektrofahrzeugen der Marke Ford sowie von Fahrzeugen der Luxusklasse der Marke Lincoln. Gleichzeitig verfolgt der Konzern mit der Sparte Ford Smart Mobility neue Geschäftschancen, um führend in den Bereichen Konnektivität, Mobilität, autonome Fahrzeuge, Kundenservice, Daten und Analytik zu werden. Zusätzlich bietet die Firma Finanzdienstleistungen durch die Ford Motor Credit Company an. Weitere Informationen zur Ford Motor Company und deren weltweiten Produkte finden Sie unter www.corporate.ford.com

Ford of Europe

Ford Europa produziert, vertreibt und serviciert Fahrzeuge der Marke Ford in 50 Märkten und beschäftigt dabei in den eigenen Niederlassungen rund 52.000 Mitarbeiter und weitere 66.000, inkludiert man Joint Ventures und unkonsolidierte Geschäftsbereiche. Neben der Ford Motor Credit Company gehören die Ford Customer Service Division und 24 Werkniederlassungen (16 im Eigenbesitz und 8 Joint Ventures) zu Ford Europa. Die ersten Ford-Fahrzeuge in Europa wurden bereits 1903, dem Gründungsjahr der Ford Motor Company, assembliert und vertrieben. Die Produktion startete 1911.

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