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acatech Festveranstaltung: Angela Merkel setzt in Innovationsfragen weiter auf die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Pressemitteilung   •   Okt 19, 2010 10:10 CEST

Berlin, 19. Oktober 2010. Wissen und Innovation sind Motoren der wirtschaftlichen Erholung und Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit. Diesem Zusammenspiel war die Festveranstaltung der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften am 19. Oktober in Berlin gewidmet. Rund einen Monat nach dem ersten Innovationsdialog der Bundesregierung, der von der nationalen Akademie für die Technikwissenschaften organisiert wird, zog Bundeskanzlerin Angela Merkel als Ehrengast eine positive Zwischenbilanz. Leitthema der acatech Präsidenten Reinhard Hüttl und Henning Kagermann war der oft übersehene Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Innovation. Ausgezeichnet wurden in Berlin die Sieger des acatech Preises für Technikjournalismus, PUNKT – darunter erstmals der Beitrag einer Volontärin in einer Tageszeitung.

Für den Innovationsdialog hatte die Bundesregierung ein mit hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft besetztes Gremium unter dem Vorsitz von acatech Präsident Henning Kagermann berufen. Ergänzend zum Innovationsdialog hat acatech ein eigenständiges Innovationsforum eingerichtet, das frühzeitig neue Chancen für Wissenschaft und Wirtschaft identifizieren und die Projektarbeit der Akademie stärken soll.

Nach den Worten von acatech Präsident Reinhard Hüttl versteht sich die Akademie als Forum des Dialogs von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft: „Was Politik und Öffentlichkeit von uns erwarten und erwarten können, sind Freiheit im Denken, ein hohes Maß an Vernetzung und Transparenz sowie ein integratives systemisches Verständnis.“

„Wir maßen uns nicht die Entscheidung an, welche Technologien in Deutschland besonders gefördert und realisiert werden sollten. Unsere Aufgabe ist es, die Optionen klar zu durchleuchten und ihre Konsequenzen zu beurteilen“, sagte acatech Präsident Henning Kagermann.

In ihren Reden setzten sich die acatech Präsidenten ganz besonders mit dem Zusammenhang von Innovation und Nachhaltigkeit auseinander. Reinhard Hüttl stellte den Unterschied zwischen Nachhaltigkeit und Verzicht heraus: „Der ursprünglich aus der sächsischen Forstwirtschaft stammende Begriff Nachhaltigkeit ist kein Synonym für den generellen Verzicht auf eine technische Gestaltung der Natur. Im Gegenteil: In einer bereits vom Menschen veränderten Natur und angesichts sich verschiebender Parameter sind Wissenschaft und Technologie oft die einzige Antwort, auf die Herausforderungen zu reagieren.“

Festredner war Carl Christian von Weizsäcker, Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. Er beleuchtete Chancen und Grenzen der Zukunftsgestaltung durch Forschung.

Bereits zum sechsten Mal wurde bei der Festveranstaltung der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Journalistenpreis PUNKT verliehen. Eine Premiere war die Auszeichnung des herausragenden Beitrags einer Volontärin: Hannah Schneider wurde in der Sparte Tageszeitung für ihre Serie „Ab an die Steckdose“ (Kölner Stadt-Anzeiger) mit dem acatech Preis für Technikjournalismus PUNKT ausgezeichnet. In der Sparte Magazin überzeugte die Jury Gerald Traufetter mit „Captain Computer“ (DER SPIEGEL). Erneut wurde der Fotograf Bernd Müller ausgezeichnet – diesmal für ein herausragendes Einzelfoto. Einen Preis für die beste Fotoserie hat die Akademie in diesem Jahr nicht vergeben und stattdessen einen Förderpreis ausgelobt.
=== Über acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ===

acatech vertritt die deutschen Technikwissenschaften im In- und Ausland in selbstbestimmter, unabhängiger und gemeinwohlorientierter Weise. Als Arbeitsakademie berät acatech Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen. Darüber hinaus hat es sich acatech zum Ziel gesetzt, den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen und den technikwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Zu den Mitgliedern der Akademie zählen herausragende Wissenschaftler aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. acatech finanziert sich durch eine institutionelle Förderung von Bund und Ländern sowie durch Spenden und projektbezogene Drittmittel. Um die Akzeptanz des technischen Fortschritts in Deutschland zu fördern und das Potenzial zukunftsweisender Technologien für Wirtschaft und Gesellschaft deutlich zu machen, veranstaltet acatech Symposien, Foren, Podiumsdiskussionen und Workshops. Mit Studien, Empfehlungen und Stellungnahmen wendet sich acatech an die Öffentlichkeit. acatech besteht aus drei Organen: Die Mitglieder der Akademie sind in der Mitgliederversammlung organisiert

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