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Sushi für Synapsen

News   •   Aug 23, 2019 09:00 CEST

Die Nervenverbindungen im menschlichen Gehirn werden ständig umgebaut – die Voraussetzung, um zu lernen. Die dafür notwendigen Botenmoleküle zirkulieren in der Nervenzelle wie Sushi auf einer Art Laufband, bis sie von einer Synapse angefordert werden, wie LMU-Forscher erstmals in lebenden Nervenzellen zeigen.

Das menschliche Gehirn gleicht einer Dauerbaustelle: Die Verbindungen zwischen den Nervenzellen, die Synapsen, werden ständig aus-, um- und wieder abgebaut. Auf dieser synaptischen Plastizität beruht die Fähigkeit des Menschen, zu lernen und Informationen zu speichern. Die Baupläne für die dafür notwendigen Moleküle werden von sogenannten Boten-RNAs (mRNA) zielgerichtet zu den Synapsen transportiert. Doch wie die Zelle sicherstellt, dass der richtige Bauplan an die richtige Adresse geliefert wird, ist bisher nur unzureichend verstanden. Dem Zellbiologen Professor Michael Kiebler vom Biomedizinischen Centrum der LMU ist es mit seinem Team nun erstmals gelungen, den Transport einzelner mRNAs an bestimmte Synapsen in bewegten Bildern festzuhalten und die zugrundeliegenden Mechanismen aufzudecken. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass dasselbe Botenmolekül potenziellen Adressaten mehrfach präsentiert wird – die Forscher vergleichen das Prinzip anschaulich mit Running Sushi, bei dem Speisen den Gästen auf einer Art rundlaufendem Fließband angeboten werden.

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