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Landgericht Frankfurt verurteilt Deutsche Bank wegen Verkaufs hochriskanten Schiffsfonds

Pressemitteilung   •   Okt 29, 2016 13:49 CEST

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Landgericht Frankfurt verurteilt Deutsche Bank wegen Verkaufs hochriskanten Schiffsfonds

In einem von der Esslinger Rechtsanwaltskanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann für einen Anleger des geschlossenen Schiffsfonds Lloyd Fonds 76 Schiffsportfolio II erstrittenen Urteil hat das Landgericht Frankfurt am Main am 14.10.2016 die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG zur Rückabwicklung der Beteiligung und Zahlung in Höhe von € 7.647,01 verurteilt (Az.: 2-02 O 174/15).

Der Sachverhalt

Im Jahr 2007 erwarb der Kläger auf Anraten des für die Beklagte tätigen Beraters eine Beteiligung an dem geschlossenen Schiffsfonds Lloyd Fonds 76 Schiffsportfolio II GmbH & Co. KG in Höhe von 10.000 $. Im Rahmen des Beratungsgespräches wurde er weder über die Höhe der für die Vermittlung seitens der Beklagten erhaltenen Provisionen noch über die mit demErwerb eines geschlossenen Fonds einhergehenden Haftungsrisiken aufgeklärt.

Landgericht Frankfurt: Keine ordnungsgemäße Aufklärung über Risiken des Fonds

Die Bank hatte den Anleger nicht ordnungsgemäß über die bestehenden Risiken des Fonds Lloyd Fonds 76 Schiffsportfolio II aufgeklärt. So hat der Berater der Bank die schiffsfondsspezifischen Risiken und das damit einhergehende Totalverlustrisiko verharmlost. Bei diesem Fonds bestand nach Auffassung des Gerichts die Pflicht den Kunden über das bestehende Totalverlustrisiko aufzuklären.

Beteiligung am Schiffsfonds Lloyd Fonds 76 Schiffsportfolio II birgt besondere Risiken

Es liegen besondere gefahrerhöhende Umstände bei dieser Beteiligung vor, so betrug die Fremdkapitalquote 60,6 %. Die Fremdfinanzierung erfolgte in US-Dollar und japanischen Yen, was ein Wechselkursrisiko nach sich zog. Drei Containerschiffe waren bei Emission des Fonds zudem noch im Bau.

Bloßer Hinweis auf Totalverlust reicht nach Auffassung des Gerichts nicht aus

Der Berater hatte zwar auf das Totalverlustrisiko hingewiesen, aber erläuterte gegenüber dem Kunden, dies könne durch die Insolvenz des Initiators oder anderer unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Nach Auffassung des Gerichts war im Emissionszeitpunkt eine Insolvenz des Initiators fernliegend und eine Insolvenz der Deutschen Bank geradezu abwegig. Damit hat der von der Bank eingesetzte Berater die bestehenden Risiken des Fonds verharmlost und die realen Risiken der Schiffsbeteiligung wurden heruntergespielt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Fazit: Urteil stärkt erneut Position geschlossener Fondsanleger

Das seitens der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittene Urteil stärkt erneut die Position von Zeichnern geschlossener Fonds. Diese haben nun die Möglichkeit, durch ein Vorgehen gegen die vermittelnden Banken und Sparkassen eine Rückabwicklung der riskanten Kapitalanlage durchzusetzen.

Rechtsanwälte Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann:

Unsere Kanzlei für Bankrecht und Kapitalmarktrecht – seit 20 Jahren im Dienste des Verbrauchers

Seit der Gründung im Jahre 1995 hat sich die Rechtsanwaltskanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann im Bereich Kapitalanlagerecht und Bankenrecht spezialisiert. Wir haben an zahlreichen positiven obergerichtliche Urteilen auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts mitgewirkt. Eine Vielzahl aktueller Urteile konnten wir aufgrund der anlegerfreundlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes gegenüber Banken und Sparkassen hinsichtlich Falschberatung, insbesondere verschwiegener Kickbacks/Provisionen, erstreiten. Diese auf der Falsch- bzw. nicht hinreichend erfolgten Beratung der klagenden Kapitalanleger herrührenden Urteile haben dazu geführt, dass uns viele Gegner bereits außergerichtlich Vergleiche anbieten und wir so zeitnah zufriedenstellende Ergebnisse für unsere Mandanten erzielen können. Unsere in sämtlichen Rechtsfragen des Bank- und Kapitalmarktrechts versierte und auf die Bearbeitung von Rechtsfällen des Bank- und Kapitalmarkrechst konzentrierte Kanzlei vertritt seit nunmehr 20 Jahren geschädigte Kapitalanleger aus dem gesamten Bundesgebiet und ist ausschließlich auf Verbraucherseite tätig. Unsere auf dem Gebiet des Kapitalanlagerechts führende Kanzlei organisiert regelmäßig Informationsveranstaltungen zu diversen Kapitalanlagen und klärt falsch oder nicht hinreichende Kapitalanleger über ihre Rechte als Verbraucher auf.

Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann: Die Kanzlei für falsch bzw. nicht oder nicht hinreichend aufgeklärte Kapitalanleger

Egal, ob Sie über eine Bank oder einen Finanzdienstleister nicht oder nicht hinreichend über die Risiken der erworbenen Kapitalanlage aufgeklärt worden sind: Die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Fachkanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann steht geschädigten Kapitalanlegern bei der Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche als mehrjähriger und erfahrener Ansprechpartner zur Verfügung. Einer der Schwerpunkte unserer langjährigen und spezialisierten Tätigkeit umfasst dabei das Vorgehen wegen Falschberatung gegen die in den Vertrieb der für die Anleger oftmals gänzlich ungeeigneten Kapitalanlagen eingebundenen Banken und Finanzvertriebe. Nicht zuletzt auf dem Gebiet der Banken- und Vermittlerhaftung hat sich unsere Anlegerkanzlei in deren nunmehr 20jährigen Geschichte einen führenden Namen unter den auf Bank- und Kapitalmarktrecht tätigen Rechtsanwaltskanzleien gemacht.

Fachlich versiert und kompetent bei geschlossenen und offenen Fonds

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Ihr kompetenter Ansprechpartner bei der erfolgreichen Abwehr von rückgeforderten Ausschüttungen

Notleidende Fonds versuchen häufig im Zuge von Sanierungen von Gesellschaftern Nachschüsse zu fordern oder Gesellschafter werden vom Insolvenzverwalter aufgefordert Ausschüttungen zurück zu bezahlen. Viele Zahlungsaufforderungen können wir zugunsten der unsererseits vertretenen Kapitalanleger erfolgreich abwehren, da der Bundesgerichtshof für einige Fallkonstellationen ganz klar über die Unrechtmäßigkeit dieser Rückforderung von Ausschüttungen entschieden hat.

Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann: Die Anlegerschutzkanzlei bei Fragen zu Widerrufsmöglichkeiten von Immobiliendarlehen oder Kündigung von Bausparverträgen

Auch die Zeichner offener Immobilienfonds finden in unserer Anlegerschutzkanzlei einen leistungsstarken und erfolgreichen Partner bei der Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche. Daneben beraten wir kompetent und umfassend Erwerber von Schrottimmobilien in Bezug auf deren rechtlichen Möglichkeiten. Ein weiterer Fokus unseres Aufgabenfeldes umfasst das Wertpapierrecht und das Bankrecht. Auch bei Fragen zu den Widerrufsmöglichkeiten eines Immobiliendarlehens oder der Kündigung eines Bausparvertrages steht Ihnen unsere Kanzlei für Kapitalanleger auch hier als erfahrener Ansprechpartner zur Seite.

Unsere Aufgabe und Ziel ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation unserer Mandanten.

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