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AkzoNobel veröffentlicht Ergebnisse für das 2. Quartal 2013

Pressemitteilung   •   Jul 18, 2013 08:00 CEST

  • Umsatz sinkt um 4 Prozent, hauptsächlich aufgrund von Veräußerungen
  • Das operative Ergebnis liegt bei €322 Millionen (2012: €388 Millionen) getrieben durch ungünstige Preis/Mix-Entwicklungen
  • Der Reingewinn zugunsten der Aktionäre liegt bei €429 Millionen (2012: €219 Millionen) aufgrund von Verlustvorträgen und dem Verkauf von Decorative Paints in Nordamerika
  • Bereinigter Gewinn pro Aktie (EPS) €1,37 (2012: €1,06)
  • Programm zur Ergebnisverbesserung wird voraussichtlich 2013 abgeschlossen, EBITDA von €500 Millionen wird ein Jahr früher erreicht
  • Operativer Fokus auf die im Februar bekannt gegebene Strategieanpassung ist bei den anhaltend schwierigen Marktbedingungen der richtige Ansatz; Ziele für 2015 bestätigt
  • Restrukturierungsmaßnahmen werden intensiviert, die Kosten für das Gesamtjahr werden voraussichtlich in einer Größenordnung von €325 Millionen liegen (erste Schätzung: €205 Millionen). Der Nutzen dieser zusätzlichen Kosten von €120 Millionen wird 2014 und darüber hinaus realisiert
  • Durch die voraussichtlich höheren Kosten für Restrukturierungen und das anhaltend schwache Marktumfeld wird das operative Ergebnis für das Gesamtjahr wahrscheinlich nicht die €908 Millionen von 2012 übertreffen

Akzo Nobel N.V. (AkzoNobel) gab heute einen Umsatzrückgang von 4 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum für das zweite Quartal bekannt. Dies ist auf Veräußerungen und ungünstige Währungseinflüsse vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger Marktbedingungen zurückzuführen. Das operative Ergebnis für Q2 war mit €322 Millionen 17 Prozent niedriger. Der Reingewinn zugunsten der Aktionäre für das Quartal stieg auf €429 Millionen, was auf Verlustvorträge und den Gewinn aus dem Verkauf von Decorative Paints Nordamerika zurückzuführen ist. Durch die Beschleunigung des Programms zur Ergebnisverbesserung von AkzoNobel wird der komplette EBITDA-Effekt von €500 Millionen Ende dieses Jahres erreicht werden. In der zweiten Jahreshälfte sind zusätzliche Kosten zu erwarten, da die Restrukturierungsmaßnahmen intensiviert werden.

Bei Decorative Paints sank der Umsatz im zweiten Quartal um 1 Prozent, hauptsächlich aufgrund eines negativen Preis/Mix und ungünstigen Währungseffekten. Die Abkühlung der globalen Wirtschaft wirkt sich weiterhin auf den Umsatz aus. Insgesamt waren die Absatzmengen stabil, wozu einige Märkte, insbesondere China, in diesem Quartal einen positiven Beitrag leisteten. Das operative Ergebnis für das zweite Quartal liegt insgesamt bei €102 Millionen, 9 Prozent niedriger als im vorhergehenden Jahr, was vor allem den Restrukturierungskosten in den entwickelten Märkten geschuldet ist.

Der Umsatz von Performance Coatings sank bei größtenteils stabilen Absatzmengen im Vergleich mit dem Vorjahr als Folge ungünstiger Währungseffekte um 1 Prozent. Das operative Ergebnis sank um 5 Prozent auf €163 Millionen, aufgrund von Investitionen in Wachstum und Business Excellence-Initiativen, die teilweise durch Margenmanagement und strukturelle Kostenvorteile aufgefangen wurden.

Der Umsatz von Specialty Chemicals lag aufgrund der Veräußerung von Chemicals Pakistan und niedrigeren Volumen um 12 Prozent niedriger. Das operative Ergebnis sank um 21 Prozent auf €121 Millionen, vor allem aufgrund geringerer Absatzmengen und der Behebung von Problemen in der Wertschöpfungskette aus dem vorhergehenden Quartal. Im Laufe des Quartals startete die Business Unit Functional Chemicals als Teil des Programms zur Ergebnisverbesserung ein umfassendes Restrukturierungsprogramm, dessen Umsetzung in Q3 beginnen wird.

CEO Ton Büchner
 „Auch wenn es mich freut, eine verbesserte oder stabile Umsatzrendite für das erste Halbjahr für unser Decorative Paints und Performance Coatings Geschäft bekannt geben zu können, so bleiben unsere Endmärkte schwierig, was sich besonders am Ende des zweiten Quartals zeigte. Die Marktbedingungen sind weiterhin schwierig und wir erwarten keine schnelle Verbesserung der externen Trends, denen unsere Geschäfte ausgesetzt sind. Bei diesem Druck auf unseren Umsatz intensivieren wir unsere Restrukturierungsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass wir unsere Ziele für 2015 erreichen. Dies treibt die Generierung von Cashflow und die Steigerung der Qualität der Gewinne voran. Als eine Folge werden die Kosten für Restrukturierungen für das Gesamtjahr voraussichtlich höher liegen, wobei der Nutzen dieser zusätzlichen Restrukturierungskosten 2014 zum Tragen kommt. Diese voraussichtlich höheren Restrukturierungskosten und das anhaltend schwache Marktumfeld werden dazu führen, dass unser Ergebnis für das Gesamtjahr wahrscheinlich nicht das des vergangenen Jahres übertreffen wird."Performance improvement program Das im Oktober 2011 bekannt gegebene Programm zur Ergebnisverbesserung macht gute Fortschritte und wirkt sich positiv auf die variablen und die fixen Kosten aus. Die Maßnahmen haben kumulativ zu Einsparungen von €381 Millionen geführt und AkzoNobel ist auf einem guten Weg, das EBITDA von €500 Millionen Ende dieses Jahres und damit ein Jahr früher zu erreichen. Das Programm basiert auf Anpassungen der Business Units und operativer Exzellenz, die den größten Teil der Effekte ausmachen, während funktionale Exzellenz eine wichtige treibende Kraft ist. Mehrere Maßnahmen in Bezug auf operative Exzellenz zielen auf die Reduzierung der Produktkomplexität, die Optimierung der Beschaffung, Exzellenz in Herstellung und Vertrieb sowie das Margenmanagement in der gesamten Organisation.Seit Bekanntgabe des Programms wurde die Zahl der Mitarbeiter um mehr als 2.500 FTE (Full-Time-Equivalent) reduziert, 800 davon im Jahr 2013. Im ersten Halbjahr 2013 wurden €69 Millionen für Restrukturierungsmaßnahmen ausgegeben. Die Kosten für das Gesamtjahr 2013 werden voraussichtlich in der Größenordnung von €325 Millionen liegen. Der zusätzliche Nutzen wird 2014 zum Tragen kommen. Beispiele für zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen sind die bevorstehenden Initiativen bei Decorative Paints in Europa und Functional Chemicals.

AkzoNobel wird auch weiter auf dem Weg zu einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und der Verankerung von operativer Exzellenz neue Möglichkeiten nutzen, um Leistung zu optimieren.

Rohstoffe
Im zweiten Quartal sah sich AkzoNobel sinkenden Einkaufspreisen gegenüber, mit geringeren Kosten für TiO2 und einem niedrigeren Ölpreis, der sich auf einige Rohstoffe auszuwirken begann. Insgesamt werden die Rohstoffkosten für das Gesamtjahr im Vergleich mit 2012 voraussichtlich geringfügig niedriger ausfallen.

Ausblick

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben schwierig und AkzoNobel erwartet keine schnelle Verbesserung der Bedingungen, denen das Unternehmen in seinen Endverbraucher-Marktsegmenten ausgesetzt ist. AkzoNobel erwartet eine Steigerung der Restrukturierungskosten in der zweiten Jahreshälfte 2013 von  €120 Millionen auf rund €325 Millionen, um das Erreichen der Ziele für 2015 sicherzustellen. Das heißt, dass das Ergebnis für das Gesamtjahr die €908 Millionen von 2012 wahrscheinlich nicht übertreffen wird. Mit der Beschleunigung des Programms zur Ergebnisverbesserung und den im Februar bekannt gegebenen strategischen Prioritäten sind die richtigen Schwerpunkte für diese Märkte gesetzt.

AkzoNobel ist ein weltweit führender Hersteller von Farben und Lacken und ein bedeutender Produzent von Spezialchemikalien. Wir beliefern Unternehmen und Verbraucher in
der ganzen Welt mit innovativen Produkten und arbeiten leidenschaftlich an der
Entwicklung nachhaltiger Lösungen für unsere Kunden. Unser Portfolio umfasst
international bekannte Marken wie Dulux, Sikkens, International und Eka. Wir
haben unseren Hauptsitz in Amsterdam, Niederlande, und nehmen stets einen
Spitzenplatz im Bereich Nachhaltigkeit ein. Unsere 50.000 Mitarbeiter/innen in
über 80 Ländern engagieren sich für Spitzenleistungen und streben danach,
getreu unserem Motto „Tomorrow’s Answers Today™“ die Antworten von morgen schon
heute zu geben.

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