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Unfälle auf dem Schulweg - die gesetzliche Absicherung reicht oft nicht aus

News   •   Aug 08, 2017 09:57 CEST

C: mmphotographie.de | Fotolia.com | #30403703

In einigen Bundesländern sind die Sommerferien bereits vorbei, in anderen geht die Schule demnächst wieder los. Und dann sind auch wieder Schulanfänger unterwegs! Der Schulweg ist für Kinder und Jugendliche dabei ein häufiger Gefahrenherd und auch in der Freizeit geht es oft hoch her. Fakt ist: Die gesetzliche Absicherung reicht in vielen Fällen nicht aus, um die finanzielle Mehrbelastung, die ein Unfall mit sich bringen kann, auszugleichen. Aber Eltern können dagegen etwas tun.

Schul- und Schulwegunfälle sind von der gesetzlichen Unfallversicherung im Prinzip abgesichert. Doch vor allem bei besonders schweren Unfällen ist die gesetzliche Absicherung oft nicht ausreichend.

Kommt es zu dauerhaften körperlichen oder geistigen Einschränkung, die zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit führen, greift zwar - je nach Umfang der Erwerbsminderung - eine gesetzliche Unfallrente. Doch diese ist bei noch nicht Erwerbstätigen sehr niedrig, da sie sich an einem Verdienst orientiert, der faktisch (noch) nicht vorhanden ist. Damit bleibt es letztlich bei den niedrigst-möglichen Sätzen für Kinder und Jugendliche, was in der Regel nicht ausreicht, um auf Dauer das Einkommen zu ersetzen, das jemand ohne eine Erwerbsminderung erzielen könnte.

Hinzu kommt: Für Freizeitunfälle, also Unfälle, die nicht zu den Schul- oder Schulwegunfällen zählen, greift die Absicherung im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung gar nicht.

Wenn Eltern also sicherstellen möchten, dass ihr Kind im Falle eines Unfalles zumindest finanziell abgesichert ist, sollten Sie privat vorsorgen. In Frage kommt da vor allem die private Unfallversicherung. Sie leistet bei Eintreten des Versicherungsfalls, egal wann und wo sich der Unfall ereignet hat.

Auch eine Erwerbsunfähigkeits-Police kann eine Möglichkeit sein. Sie sichert nicht nur eine Erwerbsminderung infolge eines Unfalles ab, sondern auch aufgrund von Krankheiten mit einer individuell vereinbarten Rentenzahlung.

Die beste Versicherung ersetzt nicht die Gesundheit: Vorbeugen ist besser!

Der Schulweg ist jeden Tag erneut zu meistern. Doch es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Diese Tipps helfen dem Kind dabei, sicher in die Schule zu kommen und sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

1. Keine Hektik
Vermeiden Sie morgendliche Hektik. Wer spät dran ist, kann sich nicht so gut konzentrieren, weil er Angst hat zu spät zu kommen. Auch auf dem Heimweg sollten Kinder sich nicht beeilen müssen.

2. Vorbild sein
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Das Überqueren einer roten Ampel, weil man eben doch spät dran ist, verunsichert Kinder. Sie übernehmen sonst, dass man manchmal eben auch bei Rot über die Ampel gehen kann.

3. Schulwegplan erfragen
Fragen Sie in der Grundschule des Kindes nach einem Schulwegplan. Darin sind Gefahrenpunkte und der ideale Schulweg markiert.

 4. Besten Weg auswählen
Wählen Sie als Schulweg eine Strecke aus, die möglichst sicher ist, auch wenn ihr Kind dort ein paar Minuten länger unterwegs ist. Gemeinsame Wege mit Freunden sollten immer bevorzugt werden. Der kürzeste Weg ist sicherlich nicht immer der beste.

5. Gefahrenstellen erfassen
Laufen Sie den ausgewählten Schulweg mit Ihrem Kind ab und prüfen Sie ihn auf eventuelle Gefahrenstellen.

6. Üben, üben, üben!
Studieren Sie den Schulweg regelrecht ein. Wenn sie gemeinsam den Weg mehrmals ablaufen und Ihr Kind jedes Mal auf Gefahren hinweisen, kann es sich diese besser einprägen.

7. Kein Klotz am Bein sein
Begleiten Sie Ihr Kind nur so lange, wie es dies möchte. Die meisten Kinder finden es lustiger, mit Freunden zu gehen. Sobald genügend Routine da ist, sollten Eltern sich langsam aber sicher zurückziehen.

8. Etappen-Begleiter sein
Gibt es auf dem Schulweg gefährliche Stellen, wie eine große Kreuzung oder eine stark befahrene Straße, können Sie Ihr Kind auch nur bis dahin begleiten und von dort abholen.

9. Netzwerke bilden
Auch auf dem Schulweg bietet die Vernetzung ein Mehr an Sicherheit. Hier können sich ein bis zwei Eltern und eine Horde Kinder zusammenfinden, die täglich gemeinsam zur Schule laufen.

10. Auffallen
Schulkinder sollten auffällige Kleidung tragen. Spätestens im Herbst und Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, sorgen helle, bunte Kleidung und Reflektoren an Jacke und Ranzen dafür, dass die Kleinen eher gesehen werden.


Tipp: Tauschen Sie doch mal die Rollen. Wer anderen etwas erklären kann, hat es in der Regel auch selbst verstanden und verinnerlicht. Daher: Lassen Sie Ihr Kind einmal die "Leitung" übernehmen und sich von ihm das richtige Verhalten im Straßenverkehr erklären. So sehen Sie, ob Ihr Kind im Straßenverkehr schon sicher ist oder noch mehr gemeinsames Üben nötig ist.

Alles rund um die privaten Unfallversicherungen der Barmenia finden Sie hier.

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