Skip to main content

fair@school: Drei Schulen als Vorbilder für Toleranz, Fairness und Diversität ausgezeichnet

Pressemitteilung   •   Jun 21, 2018 14:51 CEST

Diversität, Inklusion und ein respektvoller Umgang miteinander – diese Werte möchte der bundesweite Wettbewerb fair@school an Schulen etablieren und fördern. In Berlin fand nun die festliche Preisverleihung statt. Bereits zum zweiten Mal zeichnen der Cornelsen Verlag und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes drei vorbildhafte Projekte aus, die sich gegen Diskriminierung und für Chancengerechtigkeit im Schulalltag einsetzen.

Mehr als 50 engagierte Schulen reichten Projekte ein, die zeigen, wie Toleranz, Interkulturalität und Inklusion zu einem festen Bestandteil des Schulalltags werden können. Sie sollten die Unterrichts- und Lernkultur der Kinder und Jugendlichen verändern, nachhaltig angelegt sein und auch an anderen Schulen zum Einsatz kommen können. Das Zentrum für Bildungsintegration (ZBI) der Stiftung Universität Hildesheim begutachtete die eingereichten Projekte. Anschließend wählte eine Fachjury die Preisträger aus.

Den ersten Preis in Höhe von 3.000 Euro erhielt die Berufsfachschule Sozialassistenz Berlin. Das Projekt „Interkulturelles Lernen“ bildet seit 2010 einen Bestandteil des Lehrplans an der Berufsbildenden Schule. In interkulturellen Lernprojekten und an Projekttagen greifen die Lehrkräfte brisante Themen wie Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus auf und planen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Ausstellungen, Vorträge und Diskussionsrunden. Dadurch werden die Lernenden nicht nur für diese Themen sensibilisiert; auch das Klassenklima verbessert sich, da untereinander ein offener und intensiver Austausch über unterschiedliche Herkunft, Lebensweisen und Traditionen erfolgt.

Der zweite Preis in Höhe von 2.000 Euro ging an das Comenius-Gymnasium Deggendorf für das Projekt „Antidiskriminierungs-trainerInnen am Comenius“. Seit 2014 werden jährlich 30 Schülerinnen und Schüler zu Antidiskriminierungstrainerinnen und -trainern ausgebildet. In selbst organisierten Workshops und an Thementagen zeigen diese ihren Mitschülerinnen und Mitschülern mithilfe verschiedener Methoden, wie sie mit Diskriminierungen jeglicher Art umgehen können. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler sind davon begeistert – auch die Lehrkräfte und Eltern beteiligen sich an den Projekten. Zudem ist geplant, eine benachbarte Realschule bei der Entwicklung eines eigenen Antidiskriminierungsprojekts zu unterstützen.

Die Sophie-Scholl-Gesamtschule Hamm erhielt den dritten Preis und damit ein Preisgeld von 1.000 Euro. Die Inklusions-Klasse 6f erarbeitete in ihrem Projekt „Schön, dass wir bunt sind - Vielfalt als Bereicherung“ ein szenisches Spiel, in dem Inklusion als erstrebenswertes Miteinander vermittelt wird. Die Klasse führt das Theaterstück – inklusive eines selbstgeschriebenen Raps – auf zahlreichen Schulfesten vor den dort anwesenden Lehrenden, Lernenden und Familienmitgliedern auf. Damit zeigen die Kinder ihren Mitschülerinnen, Mitschülern und allen anderen Anwesenden, dass Akzeptanz, Vielfalt und ein respektvoller Umgang untereinander wichtig und zu unterstützen sind.

„Die eingereichten Projekte haben Vorbildcharakter für andere Schulen“, sagte Bernhard Franke, der stellvertretende Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. „Sie senden das klare Zeichen: Der Einsatz für Respekt und gegen Diskriminierung lohnt sich: Denn von einem fairen Schulalltag und diskriminierungsfreier Bildung profitieren alle.“ Frank Thalhofer, Geschäftsführer im Cornelsen Verlag, ergänzt: „Für eine Gesellschaft, in der Diversität, Inklusion und Migration selbstverständlich sind, müssen wir uns bereits in der Schule frühzeitig für Offenheit, Toleranz und Respekt einsetzen. Wie das funktionieren kann, zeigen diese Projekte auf eindrucksvolle Art und Weise.“

Die Preise wurden im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) festlich verliehen. Eric Mayer (pur+, ZDF/Kika) übernahm die Moderation, während die Kölner Band „Und wieder Oktober“ die Veranstaltung musikalisch begleitete.

Der Cornelsen Verlag zählt zu den führenden Anbietern für Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Das Verlagsprogramm umfasst über 23.000 Titel für alle Fächer, Schulformen und Bundesländer – von der frühkindlichen Bildung über Lehr- und Lernsysteme für die weiterführenden Schulen und die beruflichen Schulen bis hin zu Bildungsmedien für die Erwachsenenbildung und pädagogische Fachliteratur. Am Verlagssitz in Berlin und sieben weiteren Standorten arbeiten über 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit mehr als 70 Jahren gestaltet Cornelsen die Bildungslandschaft maßgeblich mit. Dabei verbindet der Anbieter für Lehr- und Lernmaterial didaktische Kompetenz, den engen Austausch mit seinen Kunden sowie Servicedenken mit Innovationsfreude und Partnerschaftlichkeit. Von guten Noten bis zum Abschluss, von Sprachkenntnissen für den Urlaub bis zum Fachwissen für den Beruf: Mit maßgeschneiderten Cornelsen-Produkten begleitet der Verlag für Bildungsmedien Lernende entlang ihrer Bildungsbiografie und unterstützt sie dabei, ihre persönlichen Lernziele zu erreichen. Zur Verlagsgruppe gehören neben dem Cornelsen Verlag auch renommierte Marken wie Duden, Oldenbourg, Verlag an der Ruhr, Volk und Wissen, Veritas als größtem österreichischem Bildungsverlag und Online-Plattformen wie Scook und Duden Learnattack. Als innovatives Unternehmen schafft Cornelsen begeisternde Bildungslösungen, die individuellen Lernerfolg ermöglichen. www.cornelsen.de

Angehängte Dateien

PDF-Dokument

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Kommentar