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„Stichwort Troja – da sind Schüler kaum zu stoppen, wenn sie davon hören und erzählen dürfen.“

Pressemitteilung   •   Aug 13, 2012 07:08 CEST

Kein römischer Mythos: Im vergangenen Jahr lernten über 800.000 Schüler die lateinische Sprache. Was passiert im Unterricht, dass die Faszination so ungebrochen ist? Als Latein- und Spanischlehrer am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in Telgte spürt Andreas Efing die aktuellen Entwicklungen hautnah. Im Interview bezieht der Cornelsen-Autor von VIA MEA Stellung zu den Herausforderungen im Anfangsunterricht Latein und zeitgemäßen Lehrwerkskonzepten in Deutschland.

Im Anfangsunterricht Latein wünsche ich mir…
Andreas Efing: „… begeisterte Schüler natürlich.“

Worauf kommt es in der Anfangsphase im Lateinunterricht an?
Andreas Efing: „Im Anfangsunterricht Latein müssen wir zunehmend Dinge vermitteln, die früher im Deutschunterricht grundgelegt waren. Grundkenntnisse also, die bei vielen Schülerinnen und Schülern heute nicht mehr da sind und nachgearbeitet werden müssen. Im Lateinunterricht werden hauptsächlich lateinische Texte ins Deutsche übersetzt, analysiert und interpretiert. Wichtig ist mir, sowohl im Anfangsunterricht und darüber hinaus, dass die Schüler vermittelt bekommen, beim Sprachenlernen kontinuierlich dran zu bleiben. Es ist für das Fach Latein essentiell, diese Einstellung und Motivation bei den Kindern von Beginn an zu legen. Das Latinum wird nach circa vier Lernjahren erworben: Den Lehrplänen zufolge ist dann die lateinische Grammatik und der lateinische Grundwortschatz (etwa 1.100 bis 1.200 Vokabeln) gelernt und kulturelles Wissen über die römische Geschichte, Politik, Philosophie und Literatur vermittelt worden.“

Was hat sich bei Eltern, Schülern und in der Gesellschaft verändert, dass Latein als Schulfach so im Trend liegt?
Andreas Efing: „Es gibt unterschiedliche Untersuchungen: Ein Grund ist sicherlich der Wunsch nach einer bürgerlichen Bildung, der verbunden ist mit einer Wertevermittlung. Man legt wieder mehr Wert auf Schlüsselqualifikationen wie analytisches Denken, systematisches Arbeiten und Konzentrationsfähigkeit, die über Latein vermittelt werden. Nicht zuletzt muss man berücksichtigen, dass das Latinum eine wichtige Zugangsvoraussetzung für viele Studiengänge ist.“

Was macht ein zeitgemäßes und praxistaugliches Lehrwerkskonzept für Latein aus?
Andreas Efing: „Formell: die Kompetenzorientierung und die Vorgaben der Kerncurricula – da führt kein Weg dran vorbei. Auf der anderen Seite muss die sprachliche und kulturelle Heterogenität der Schülerschaft Eingang in die Schulbuchkonzeption finden. Mit VIA MEA wollen wir Schüler motivieren und einen Beitrag zur Sprachförderung leisten. Viele interessante Themen über die Römer werden behandelt: ihre Geschichte, ihre Bauwerke, ihr Alltag, ihre Götter und Göttinnen, ihre Helden aus der griechisch-römischen Sagenwelt. Lehrkräften geben wir Material an die Hand, das schaffbar ist. Nicht zuletzt Dank der integrierten Binnenwiederholung wird kontinuierliches Lernen gewährleistet. Damit gelingt der existenzielle Transfer von der römischen Antike zu unserer heutigen Lebenswelt – auch in heterogenen Lateinkursen.“

Stichwort: Den eigenen Weg beim Latein-Lernen gehen. Welchem Bedarf kommt VIA MEA an Schulen nach?
Andreas Efing: „Die gesamte Lehrwerkskonzeption basiert auf den kompetenzorientierten Modellen, die im Hintergrund immer mitschweben. Wie der Name VIA MEA schon verrät, bieten wir jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit, den eigenen Weg und die individuelle Herangehensweise zu finden, um am Ende zum Ziel der lateinischen Sprache zu gelangen und sich auch selbst zu evaluieren. Testlektionen im Schülerbuch, gezielte Hinweise auf den Methodenteil oder das Grammatik-Begleitheft, Verweise in den Übungsbereichen, die konzeptionelle Einbindung der Arbeitshefte und Lernsoftware, die Diagnosebögen in den Lehrerhandreichungen – so sieht schülerorientierte individuelle Förderung aus.“

Wie wirkt sich die Kompetenzorientierung auf Inhalte und Aufgabenkultur aus?
Andreas Efing: „Grundsätzlich greifen wir die Orientierungsmuster und Kompetenzraster im bekannten Dreischritt in der Progression auf: deklaratives Wissen, analytisches Verstehen, prozedurales Können. Jede Arbeitsanregung im Lehrwerk ist mit Bezug darauf gekennzeichnet. Dies gilt für alle Lernbereiche wie Sprache (Wort, Form, Satz), Text, Kultur und Methoden. VIA MEA bietet zahlreiche Übungen, die Konzentration, Sorgfalt und genaues Hinsehen, Selbstdisziplin und Selbstmanagement, abstrahierendes Denken und Erkennen von Regeln und Prinzipien und den Umgang mit Texten trainieren.“

Latein-Lehrkräften sind die motivierende Ansprache, die Textauswahl und die Progression der Lerninhalte im Unterricht sehr wichtig. Welchen Einfluss hatte dies bei der Konzeption von VIA MEA?
Andreas Efing: „Das war im Grunde genommen der Erstanstoß, ein Buch zu konzipieren, in dem die richtig klassischen Dinge vorkommen und eine stringente Übungskultur integriert ist. Vieles aus der alltäglichen Lebenswelt lässt sich aus dem Lateinischen herleiten. Mit VIA MEA erarbeiten Schüler Themen der antiken Mythologien und römischer Geschichte mit Hilfe spannender Texte und ansprechender Bilder. Für Band 1 heißt das: Kultur der Antike – Kultur der Gegenwart. Mit Identifikationsfiguren, Zeitleisten, der Rubrik Heute und damals, Illustrationen und Karten über das private und öffentliche Leben in Rom betten wir das Latein-Lernen konkret in den Lebensalltag der Schüler ein. Lehrkräfte bestätigen uns, dass das die Schüler ungemein motiviert. Im zweiten Band kommen wir zu den griechisch-römischen Mythen, Stichwort Troja – da sind Schüler kaum zu stoppen, wenn sie davon hören und erzählen dürfen. Im dritten Band – die Lektüre anbahnend – haben wir neu verfasste Lektionstexte – oft bietet das Buch auf diesem Niveau auch antike und mittelalterliche Originaltexte – so gestrickt, dass sie einen Spannungsbogen haben und sich den Schülern am Ende eine Pointe offenbart.“

Fast alle Latein-Lehrkräfte nutzen ein Lehrwerk im Unterricht. Differenzierungs- und Selbstlernmöglichkeiten, das Übungsangebot und die Aktualität der Methoden sind dabei besonders wichtig. Welche Qualitäten hat der Produktkranz?
Andreas Efing: „VIA MEA bietet das umfangreichste Begleitmaterial in Deutschland, was für einen gelingenden Unterricht benötigt werden könnte: Das heißt, zentraler Anker ist natürlich das Schülerbuch, ein Arbeitsheft mit beigelegter Lernsoftware, Grammatik- und Vokabelhefte, Handreichungen für den Unterricht. Glanzstück ist sicher auch die CD-Extra mit ihren Sprechtexten, die Lehrkräfte und interessierte Schüler nutzen können. Von professionellen Schauspielern gesprochen, wurden hier die Buchtexte vertont. Damit lassen sich die Erzählungen, die im Lehrwerk enthalten sind, auf auditive Weise nachvollziehen. Geplant sind auch Toolboxen für Lehrer sowie Tools zum Testen der
Wortschatz- wie auch Grammatikprogression und ein Elternheft. So werden Lehrkräfte bei Elterngesprächen in die Lage versetzt, Empfehlungen auszusprechen, beispielsweise wenn Schwächen in der Übersetzung oder im Vokabeltraining zu Tage treten. Das Begleitmaterial ist auf das Lehrwerk abgestimmt – das dahinter liegende Lehrkonzept ist den Kindern bereits aus dem Vormittag bekannt, grammatikalische oder lexikalische Vorgriffe gibt es nicht.“

Wozu dieser Aufwand? Was bringt der Medienmix?
Andreas Efing: „Genau das, was der Lehrwerkstitel verspricht: VIA MEA. Jede Schülerin, jeder Schüler wird in die Lage versetzt, sich selbst zu diagnostizieren und zu erkennen, da habe ich Stärken, da habe ich Schwächen. Was noch nicht gekonnt wurde, wird im Trainingsbereich wiederholt und geübt. Dafür bietet VIA MEA viele Möglichkeiten. Am Ende kann mit verschiedenen Evaluierungsmöglichkeiten getestet werden, wo man sich verbessert hat oder wo man noch weiterarbeiten sollte. Dank des konzertierten Zusammenwirkens des Medienverbundes kann sich die individuelle Förderung in voller Breite entfalten.“

Digitaler Lehrerservice, Whiteboard-Software, digitales Schulbuch: Ist der Lateinunterricht reif fürs Digitale?
Andreas Efing: „Absolut. VIA MEA ist bundesweit das einzige Latein-Lehrwerk, das Unterrichtssoftware für Whiteboard und Beamer anbietet. Im neuen Schuljahr ist es das erste Lateinwerk überhaupt, das es auch als Digitales Schulbuch gibt. Wir wollen vielfältige Möglichkeiten zur Unterrichtsgestaltung bieten – analog und digital. Die Unterrichtssoftware zu VIA MEA bietet Tafelbilder zu Textarbeit, Grammatik und Wortschatz – zu allen Lektionen. Auch das Latein-Lernen zu Hause wollen wir multimedial unterstützen, zumal die Lebenswirklichkeit der Schüler heutzutage digital stattfindet. In den Arbeitsheften finden Schüler Lern-CD-ROMs mit Wortschatz- und Formentrainern, das Hörverstehen kann mit den Sprechtexten der CD-Extra flankiert werden. Vokabellernen ist und bleibt eine wichtige Komponente beim Latein-Lernen, weshalb wir den Wortschatz auch auf phase-6 digital zur mobilen Verwendung bereit stellen.“

Weitere Informationen unter: http://www.cornelsen.de/viamea
Kostenloser Elternratgeber als E-Book zum Download: http://www.cornelsen.de/lehrkraefte/reihe/r-5832/ra/material/1.c.3095158.de
Herr Nico Enger

Cornelsen Schulverlage
Mecklenburgische Str. 53
14197
Berlin
Deutschland

EMail: nico.enger@cornelsen-schulverlage.de
Website: www.cornelsen.de/presse
Telefon: 030-89785-591
Fax: 030-89785-97591


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