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DOYMA-Referenz: Küstenschutz heißt Deichschutz - Sanierung des Schweiburger Siels

Pressemitteilung   •   Feb 12, 2020 10:00 CET

Blick auf das Einlaufbauwerk des Schweiburger Siels

Küstenschutz an der Nord- und Ostsee bedeutet vor allem eines: Deichschutz. Alleine die Hauptdeichlinie an der niedersächsischen Küste ist etwa 610 Kilometer lang. Da wundert es nicht, dass alleine im Jahr 2018 eine Summe von rund 62 Millionen Euro in die Erhaltung, Erweiterung und Sanierung des Deiches und der zugehörenden Bauwerke investiert wurde. 2019 wurde das am Jadebusen gelegene Schweiburger Siel saniert. DOYMA trug seinen Teil mit spezialangefertigten Dichtungseinsätzen dazu bei.

Deiche sind dynamische Bauwerke und schützen seit Jahrhunderten die Küstenregionen Deutschlands vor Überflutungen. Sie verfügen über ein spezielles Layout: Wasserseitig sind sie flacher ausgeführt, damit die aufschlagenden Wellen langsam ausrollen können, was die Belastung für das Bauwerk reduziert und verhindert, dass der Deich bricht. Damit der Deich den Anforderungen gewachsen ist, muss er stabil gebaut sein. Auf einen Kern aus Sand wird Erdreich geschüttet. Anschließend wird das Bauwerk mit Gras begrünt. Die Pflanzen stellen sicher, dass der Deich nicht unter- und letztendlich weggespült wird. Weidende Tiere halten das Gras kurz und tragen zusätzlich zu einer Verdichtung des Materials bei.

Zuständigkeiten

Dem Küstenschutz obliegt allerdings nicht nur die Aufgabe der Pflege des Deichs, sondern auch der Instandhaltung von Deich-nahen Bauwerken wie den verschiedenen Sielen, die zur Entwässerung des Hinterlandes genutzt werden. Deichbau ist demnach eine Daueraufgabe und mit voranschreitendem Klimawandel dürften sich in den nächsten Jahren noch größere Herausforderungen an die handelnden Akteure ergeben.

In Niedersachsen haben unter anderem der I. und II. Oldenburgische Deichband die Aufgabe, das Land vor Hochwasser und Sturmfluten zu schützen. Ohne einen schützenden Deich würde das Land im Tiedegebiet zweimal tägliche überflutet werden. Der Tidehub, gemeint ist der Wasserstandsunterschied zwischen Ebbe und Flut, beträgt an der Nordsee rund 3,5 Meter. Während der Deich an der Weser im Schnitt 8 Meter hoch ist, wurde der Deich an der Küstenlinie sukzessive auf 10 Meter über NN ausgebaut. Bei Sturmfluten kann das Wasser bis zu 3,50 Meter über NN und höher auflaufen. Es kann kritisch werden, wenn die Wellen über den Deich schlagen, die Binnenberme aufweichen und in letzter Konsequenz den gesamten Deich abtragen.

Historie in Schweiburg

Zur Sicherheit der Deiche tragen auch deichnahe Bauwerke wie Siele bei: zum Beispiel das Schweiburger Siel bei Jade am Jadebusen. Nachdem das ursprüngliche Schweiburger Siel abgängig war, wurde es im Jahr 2006 komplett durch das „Mündungsschöpfwerk Schweiburger Siel“ ersetzt. Zum Einsatz kam von da an eine Kombination aus binnenseitigem Einlaufbauwerk als tiefgegründete Stahlbetonkonstruktion sowie einem Auslaufbauwerk außendeichs als tiefgegründeter Massivbau mit Unterwasserbetonsohle. Verbaut wurden zudem drei Druckrohrleitungsstränge der Größe DN 1000.

Im Jahr 2019 gab der II. Oldenburgische Deichband, vertreten durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Brake-Oldenburg, den Auftrag zur Sanierung. Im Zuge dessen wurden die drei Druckrohrleistungen mit neuen Sichtungssystemen von DOYMA ausgestattet. Standardlösungen konnten keine verbaut werden. Sonderkonstruktionen waren gefragt. Neben der primären Anforderung – der Meerwasserbeständigkeit – mussten die Dichtungseinsätze, die natürlich für drückendes Wasser konzipiert sind, weitere Anforderungen erfüllen.

Da sie als Sanierungslösung für bestehende Leitungen genutzt werden sollten, mussten sie in geteilter Ausführung geliefert werden. Hinzu kam, dass sie in nichtzentrischer Variante zur Abdichtung zu erstellen waren. Projektierung und Montage wurdevom DOYMA Service-Partner Behse aus Krefeld durchgeführt.

Die absolute Dichtigkeit und Meerwasserbständigkeit der Dichtungseinsätze, auf die DOYMA bei seinen Produkten eine Garantie von 25 Jahren gibt, ermöglicht den korrekten Betrieb des Siels und die Wasserdichigkeit der gesamten Anlage. Das gesamte DOYMA-Team ist stolz darauf, einen wichtigen Beitrag zum Küstenschutz geleistet zu haben. Weiter Informationen gibt es unter www.doyma.de

Die DOYMA GmbH & Co mit Hauptsitz in Oyten konstruiert und fertigt Dichtungssysteme zur Abdichtung von Ver- und Entsorgungsleitungen, die durch Wände und Decken geführt werden sowie Brandschutzsysteme für den vorbeugenden baulichen Brandschutz.

Das Unternehmen ist seit mehr als 60 Jahren aktiv und hat sich seither kontinuierlich bei Planern, Fachhändlern und Bauherren einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Innovative Produktentwicklungen und ein ausgeprägtes kundenorientiertes Servicedenken sind nur einige der Leistungen, die den exzellenten Ruf des Unternehmens begründen.

DOYMA beschäftigt 210 Mitarbeiter in Produktion, Entwicklung und Vertrieb im Innen- und Außendienst und ist zur Wahrung seines Qualitätsstandards seit 1995 ständig nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Niederlassungen und Partner befinden sich in Österreich und vielen anderen europäischen Ländern.

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