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Rettung für die Bienen – Konzept gegen Bienensterben gewinnt beim James Dyson Award in Deutschland

Pressemitteilung   •   Sep 18, 2014 18:26 CEST

Bienen schaffen Werte. Denn mit ihrer Bestäubungsleistung sorgen sie dafür, dass Pflanzen überhaupt Früchte ausbilden. Sterben die fleißigen Arbeiter weiter ungebremst, wird es viele Agrarprodukte und Lebensmittel bald nicht mehr geben. Neben dem Verlust an biologischer Vielfalt entsteht ein wirtschaftlicher Schaden, der in die Milliarden geht.  

Wenn Imker ihre Bienen weniger stören: besserer Honig und Nachwuchs im Bienenstock  

Lisa Reichardt, Studentin an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, hat das drängende Problem erkannt und das Konzept Mima entwickelt – ein neuartiges Messinstrument zur Kontrolle der Bienengesundheit. Das Besondere: Der Bienenstock muss zur Überprüfung nicht geöffnet werden. So lässt sich jederzeit ein Überblick über den gesundheit­lichen Zustand der Bienen verschaffen, ohne sie zu stören. Die bessere Vorsorge trägt dazu bei, Krankheiten einfacher zu erkennen. Zudem gewinnt die Tätigkeit des Profi- wie passionierten Hobby-Imkers, zunehmend auf den Dächern der Großstädte, an Attraktivität. Der Trend hat einen Grund: Eigener Honig ist hoch im Kurs – zudem finden Bienen mittlerweile in der Stadt mehr Futter als auf dem Land.

London, Berlin, Wien: Bienen erobern die Großstädte.

Die Herausforderungen des Projekts lagen darin, einzelne Bienen kontrollierbar zu machen und einen intuitiven Informationsfluss zu gewährleisten. Daraus resultierte die sphärische Form, die Bienen auf neue Art und Weise erfahrbar macht. „Design als Impulsgeber zu nutzen, um Menschen zu erreichen, motiviert mich“, erklärt Lisa Reichardt, „es zeigt, wie wichtig und weitreichend die interdisziplinäre Arbeit des Designers ist.“

Das Projekt überzeugte die Experten-Jury, die sich aus Regine Bönsch, VDI Nach­richten, Stefan Eckstein, Präsident vom Verband Deutscher Industrie Designer, Professor Peter Naumann der Hochschule München, Professor Tom Philipps von der Hochschule Darmstadt und form-Chefredakteur Stephan Ott zusammensetzte. Sie wählte das Konzept aus 75 bundesweiten Einreichungen auf den ersten Platz. Damit hat sich die Studentin zusammen mit vier weiteren Nach­wuchsdesignern aus Deutschland für die internationale Auswahl qualifiziert. Eine aus Dyson Ingenieuren bestehende Jury bestimmt aus den Gewinner-Projekten der jeweiligen Länder die Top 20. Aus diesen wählt Unternehmensgründer Sir James Dyson persönlich den Gesamtsieger sowie den zweiten und dritten Platz. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 6. November 2014.  

Informationen zum James Dyson Award: www.jamesdysonaward.org/de

James Dyson Award auf YouTube: http://youtu.be/Yz3UvXw_9U0

Informationen zu Mima – Beobachtungsassistent für Imker: www.jamesdysonaward.org/de/profile/lisreichardt

James Dyson Award

Der James Dyson Award ist ein Design-Wettbewerb für Studierende in 18 Ländern. Er wird von der James Dyson Foundation durchgeführt – einer von James Dyson gegründeten Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, kreative Ingenieure und Produktdesigner von morgen zu fördern. Für die jungen Talente gilt es, etwas zu entwickeln, das ein Problem löst. Ideen, bei denen im Entwicklungsprozess auch an die Nachhaltigkeit gedacht wurde. Der Hauptpreis ist mit 34.000 dotiert, zusätzlich erhält der entsprechende Fachbereich der Universität 12.000.

Als Technologie- und Erfinderunternehmen hat es sich Dyson zur Aufgabe gemacht,

Produkte des täglichen Lebens durch neue Ideen zu verbessern. Mit diesem Anspruch revolutionierte Unternehmensgründer James Dyson die seit 1901 praktisch unveränderte Staubsaugertechnologie und erfand den ersten Staubsauger ohne Beutel – und ohne Saugkraftverlust.

Seitdem steht Dyson für neuartige Entwicklungen. Heute beschäftigt das Unternehmen mit Sitz im britischen Malmesbury weltweit über 4.400 Mitarbeiter – davon mehr als 1.000 Ingenieure und Techniker. Dyson hält aktuell etwa 2.700 Patente für über 500 Erfindungen und vertreibt seine Innovationen in rund 65 Ländern. Über ein Drittel des Gewinns wird in Forschung und Entwicklung investiert.

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