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13.000 € für originalen Brief von Friedrich Schiller aus dem Jahr 1794 – Benefizauktion im Auktionshaus Eppli erzielt einen Gesamterlös in Höhe von fast 100.000 €

Pressemitteilung   •   Nov 28, 2018 12:05 CET

v.l.n.r.: Helmut Liebs von der Landeskirchenstiftung, Comedian und Entertainer Christoph Sonntag und Herr Ferdinand und Franz Eppli

Stuttgart, 24.11.2018 –Dicht gedrängt wurde an insgesamt zwei Tagen im Auktionshaus Eppli der Hammer für den guten Zweck geschwungen. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Auma Obama kamen am 23. und 24. November über 350 Exponate zum Aufruf. Das Angebot war dabei breit gestreut – von Schmuck, über Uhren, Porzellan und Antikes wurden auch persönliche Gegenstände von bekannten Personen versteigert. „Es freut uns außerordentlich, dass sich so viele bekannte Persönlichkeiten für den guten Zweck engagieren und sich von einem lieb gewonnen Stück zugunsten der Sauti Kuu Foundation und der Landeskirchenstiftung getrennt haben.“, so Pfarrer Helmut Liebs von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Das Herzstück der Auktion war dabei ein von Friedrich Schiller verfasster Brief an seinen Freund Christian Gottfried Körner aus dem Jahr 1794. Im Brief beschreibt Friedrich Schiller seine Eindrücke aus einem mehrwöchigen Aufenthalt in Stuttgart und führt die vortreffliche Kunst- und Ballettszene aus. Seit einer Versteigerung im Jahr 1951 galt der Brief als verschollen. Aufgetaucht ist dieser, als eine ältere Dame dem Auktionshaus Eppli den Nachlass ihres verstorbenen Mannes anbot. Schnell war klar, dass es sich bei dem Brief um ein Original Schillers handelte. Bestätigt wurde dies auch durch Prof. Dr. Mojem vom Literaturarchiv Marbach. Als eine der letzten Positionen kam der Schiller-Brief zum Aufruf. „Es ist für uns schon ein kleiner Schock, dass kein Interessent für den Schiller-Brief geboten hat.“, so Ferdinand Eppli, Juniorchef des Auktionshauses und heutiger Auktionator. Doch alle sollten eines Besseren belehrt werden. Über Nacht hatte sich dann doch noch ein Interessent gemeldet, so dass der Schiller-Brief in der Samstags-Auktion erneut aufgerufen wurde. Und siehe da, der Hammer fiel schlussendlich bei einem Zuschlagspreis von 13.000 €. Auch die weiteren Promi-Einlieferungen fanden fast alle einen neuen Besitzer. Unter den vielen Einlieferungen herausgestochen ist dabei ein Collier aus Bernsteinkugeln, das für einen Preis von 2.800 € (Aufrufpreis 660 €) verkauft wurde. Ebenso erzielte eine Thangka aus Tibet aus dem 18./19. Jahrhundert einen sagenhaften Preis. Bei 950 € (Aufrufpreis 170 €) fiel schlussendlich der Hammer.

Am Samstag fand der zweite Teil der Auktion statt, der von keinem Geringeren als Comedian Christoph Sonntag eröffnet wurde. Mit seiner lockeren Art schaffte es der Entertainer die anwesenden Gäste mit Humor und einer Portion Sozialkritik zu Höchstgeboten zu animieren. „Für die gute Sache eintreten, da bin ich immer dabei. Und den Platz auf der Bühne kenne ich von meinem Job her nur zu gut. Jetzt beide Dinge in dieser Form zu verbinden, das ist neu für mich, ich bin sehr gespannt!“, so der Entertainer in einem zurückliegenden Interview. Und er sollte bis zu guter Letzt Recht behalten. Spannung gab es bis zum Schluss. Das Highlight des Samstags war die signierte Biografie von Barack Obama, die zu einem Preis von 400 € versteigert wurde sowie eine IWC Damenuhr, die für 1.810 € (Aufrufpreis: 880 €) versteigert wurde. Auch etliche andere Stücke fanden einen neuen Besitzer.

„Wenn wir die beiden Tage resümieren, so können wir sagen, dass es für alle Beteiligten ein großer Erfolg war – auch mit etwas Spannung und Aufregung verbunden. Wir freuen uns sehr, dass beiden Stiftungen ein Betrag stolzer Betrag zugeleitet werden kann, mit dem beide Stiftungen Gutes tun können.“, so Franz Eppli, Seniorchef des gleichnamigen Auktionshauses. „Mit dem Erlös werden wir die Stiftungsarbeit weiter vorantreiben und dort Unterstützung geben, wo Hilfe benötigt wird“, so Liebs im Nachgang zur Auktion. Auch seitens der Sauti Kuu Foundation kommen aus Kenia positive Meldungen in Stuttgart an. „Es ist toll, dass wir mit der Auktion unseren Jugendlichen hier noch stärkere Stimmen geben und unser Engagement mit der Spende weiter vorantreiben können.“, so Dr. Auma Obama, Stiftungsgründerin von Sauti Kuu. „Es freut mich auch außerordentlich, dass das signierte Buch meines Bruders bald in einem Bücherregal stehen wird.“, so Obama weiter.

Die Eppli Firmengruppe mit Sitz in Stuttgart ist ein inhabergeführter Familienbetrieb mit 40-jähriger Tradition. Heute steht Eppli für drei Auktionshäuser, ein Pfandhaus, mehrere Ladengeschäfte und das größte Expertenzentrum Deutschlands. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Schmuck und Uhren, Münzen und Briefmarken, Kunst und Antiquitäten sowie Luxus-Accessoires, Mode und Pelze. Darüber hinaus bietet Eppli im Expertenzentrum Nachlassberatungen aller Art an und übernimmt die Abwicklung sowie Testamentsvollstreckung. Franz und Ferdinand B. Eppli sind von der Landeshauptstadt Stuttgart öffentlich bestellte und vereidigte Versteigerer.

Abgerundet wird das Angebot mit der Vermietung von bankenunabhängigen Schließfächern und alarmgesicherten Lagerflächen für größere Objekte über das Schwesterunternehmen Safelounge.