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Gedenken an Rana Plaza: Warum wir "Fashion-Revolutionäre" sind

Blog-Eintrag   •   Apr 18, 2019 18:16 CEST

NEWS - In dieser Woche treten die Sneaker auf unserer Shopseite in den Hintergrund. Anlässlich der Fashion Revolution Week zum Gedenken an den verheerenden Rana-Plaza-Fabrikeinsturz vor sechs Jahren möchten wir euch die Menschen hinter unseren Produkten vorstellen. Ein Zeichen der Wertschätzung das daran erinnert, dass nicht etwa Maschinen, sondern Menschen die Hauptarbeit an den Kleidungsstücken und Schuhen verrichten, die wir Tag für Tag tragen.

Fabrikgelände Talon in Sialkot

Das Außengelände der Firma Talon in Sialkot im Nordosten von Pakistan.

Menschen wie Mehmood, Muhammad und Mudasar, die bei der Firma Talon in Sialkot in Pakistan beschäftigt sind und mit ihrem Team die Ethletic-Sneaker herstellen.

Mehmood ist 46 Jahre alt und arbeitet seit 2008 bei Talon in der Abteilung „Finishing & Packaging“. Das bedeutet, er ist in der Endbearbeitung der Schuhe tätig und somit einer der letzten, der eure Sneaker in der Fabrik in Händen hält.

Der 45-jährige Muhammad ist seit zwölf Jahren bei Talon und leitet das „Stitching“, führt also alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Nähen der Schuhe zu tun haben.

Mudasar fing ebenfalls bereits 2007 bei Talon an und kümmert sich dort als „Chief Cutter“ um den Zuschnitt der Stoffteile.

Diese drei und all die anderen Kollegen bringen ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Fertigkeiten ein, um am Ende ein gutes, konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt bringen zu können. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar.

„Let’s start a Fashion Revolution“ lautet der Leitsatz der „FashRev Week“. Warum wir gern (und ganz vorn!) mit dabei sind? Drei Gründe.

1. Die Menschen, die für Ethletic arbeiten, sind für uns kein Kostenfaktor. Sie haben eine Geschichte und ein Gesicht.

Wir kennen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Produktionsbetriebes im pakistanischen Sialkot seit Jahren. Alle paar Monate sind Ethletic-Chef Marc Solterbeck und Designerin Johanna Balzer vor Ort. Und es gibt da so viel mehr, das uns verbindet als das uns trennt. Diese Erkenntnis ist der Kern unseres Projekts: Ein faires Miteinander auf Augenhöhe, über alle Grenzen und Unterschiede hinweg. „Wir alle haben Träume, wir alle wünschen uns, dass es unseren Familien gut geht, und dass wir medizinisch versorgt werden, wenn wir krank sind“, sagt Marc Solterbeck. Diese Grundrechte sollten von Modefirmen nicht nur nicht angetastet, sondern aktiv unterstützt werden.

2. Menschlichkeit ist uns wichtiger als Profit.

Der Ursprung von allem, was wir tun, ist der Wille, eine ethische Alternative zu anzubieten. Unser Projekt begann als Versuch, in der Branche der Fußballproduktion neue Maßstäbe zu setzen – menschliche Maßstäbe. Dies ist Ethletic mit dem weltweit ersten Fußball, der unter Fairtrade-Bedingungen hergestellt wurde, gelungen. Den Konsumentinnen und Konsumenten möchten wir ein Produkt anbieten, unter dessen Herstellung garantiert kein Mensch gelitten hat. Ein Produkt, von dem die Menschen, die daran mitarbeiten, gerecht profitieren. Dazu gehört für uns, über die „Siegel-Prämien“ hinaus auch die Arbeiterwohlfahrt unserer Manufaktur in Sialkot direkt zu unterstützen, so dass die ganz unmittelbaren Anliegen der Mitarbeiter und ihrer Familien finanziert werden können. Ein Dollar pro verkauftem Paar Schuhe geht direkt in diese Kasse. Ein Dollar, mit dem so viel angestoßen werden kann.

3. Wir sind offen für neue Ideen.

„Da geht noch mehr“ ist die Haltung, mit der wir Ethletic immer fairer machen möchten. Deshalb treten wir an neuen Ideen neugierig und offen heran. Wir lieben Kooperationen, denn gemeinsam erreichen wir so viel mehr als allein. Diesen Geist möchten wir in die Welt tragen. Als das Start-up Tip me vor einigen Jahren auf uns zu kam, wurden wir sofort hellhörig. Ein Trinkgeld, das vom Ethletic-Kunden direkt und ohne Umwege sozusagen ins Portemonnaie des Mitarbeiters in Pakistan fließen kann? Das wäre ja großartig! So liest sich die Vision der Tip me-Gründer:

"Wir wollen die Globalisierung mit Empathie, Transparenz und Fairness füllen. Mit einer Begegnung zwischen Konsument und Produzent, die die Welt für beide Seiten bereichert."

In diesem Jahr ist es soweit: Pünktlich zur Fashion Revolution Week sammelt Tip me in einem Pilotprojekt in Köln und Berlin die ersten Trinkgelder, die dann nach Sialkot an unsere Mitarbeiter gehen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, und wir sind gespannt auf euer Feedback.

Denn eins ist sicher: So eine Revolution schaffen wir nur mit vereinten Kräften. Und dass wir auf euch setzen können – das wissen wir natürlich längst.

You are Fashion Revolution!

Dafür ein riesiges Dankeschön, liebe Fair Family!

Euer Ethletic-Team

Fashion Revolution Week - hier entlang zu allen Tipps, wie ihr mitmachen und euch engagieren könnt.

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