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PRE PRESS RELEASE | Gesichter statt Sneaker im Shop: Menschlichkeit vor Profit | mit HiRes-Fotos

Pressemitteilung   •   Apr 18, 2019 18:16 CEST

Fashion Revolution Week:
People first, products second!
Warum unsere Sneaker eine Woche lang zurücktreten

In der kommenden Woche (22. bis 28. April) treten die Sneaker bei Ethletic in den Hintergrund. Anlässlich der Fashion Revolution Week zum Gedenken an den verheerenden Rana-Plaza-Fabrikeinsturz vor sechs Jahren bauen wir unsere komplette Shopseite um, denn wir möchten wir die Menschen hinter unseren Produkten vorstellen.



Ein Zeichen der Wertschätzung das daran erinnert, dass nicht etwa Maschinen, sondern Menschen die Hauptarbeit an den Kleidungsstücken und Schuhen verrichten, die wir Tag für Tag tragen.

Menschen wie Mehmood, Muhammad und Mudasar, die bei der Firma Talon in Sialkot in Pakistan beschäftigt sind und mit ihrem Team die Ethletic-Sneaker herstellen.

Mehmood ist 46 Jahre alt und arbeitet seit 2008 bei Talon in der Abteilung „Finishing & Packaging“. Das bedeutet, er ist in der Endbearbeitung der Schuhe tätig und somit einer der letzten, der die Ethletic-Sneaker in der Fabrik in Händen hält.

Der 45-jährige Muhammad ist seit zwölf Jahren bei Talon und leitet das „Stitching“, führt also alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Nähen der Schuhe zu tun haben.

Mudasar fing ebenfalls bereits 2007 bei Talon an und kümmert sich dort als „Chief Cutter“ um den Zuschnitt der Stoffteile.

Diese drei und all die anderen Kollegen bringen ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Fertigkeiten ein, um am Ende ein gutes, konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt bringen zu können. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar.

Mehmood, 46

Mehmood ist 46 Jahre alt und arbeitet seit 2008 bei Talon in der Abteilung „Finishing & Packaging“. Das bedeutet, er ist in der Endbearbeitung der Schuhe tätig.

Mudasar, 38 

Mudasar fing bereits 2007 bei Talon an und kümmert sich dort als „Chief Cutter“ um den Zuschnitt der Stoffteile.


Sie finden alle druckfähigen HiRes-Fotos unserer Mitarbeiter in Pakistan im Anhang dieser E-Mail. 

Fotograf: Azar Aslan

Warum genau wir "Fashion-Revolutionäre" sind? Drei Gründe.

1. Die Menschen, die für Ethletic arbeiten, sind für uns kein Kostenfaktor. Sie haben ein Gesicht und eine Geschichte.

Wir kennen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Produktionsbetriebes im pakistanischen Sialkot seit Jahren. Alle paar Monate sind Ethletic-Chef Marc Solterbeck und Designerin Johanna Balzer vor Ort

Und es gibt da so viel mehr, das uns verbindet als das uns trennt. Diese Erkenntnis ist der Kern unseres Projekts: Ein faires Miteinander auf Augenhöhe, über alle Grenzen und Unterschiede hinweg.

„Wir alle haben Träume, wir alle wünschen uns, dass es unseren Familien gut geht, und dass wir medizinisch versorgt werden, wenn wir krank sind“, sagt Marc Solterbeck. 

Diese Grundrechte sollten von Modefirmen nicht nur nicht angetastet, sondern aktiv unterstützt werden.

2. Menschlichkeit ist uns wichtiger als Profit.

Der Ursprung von allem, was wir tun, ist der Wille, eine ethische Alternative zu anzubieten. 

Unser Projekt begann als Versuch, in der Branche der Fußballproduktion neue Maßstäbe zu setzen – menschliche Maßstäbe. Dies ist Ethletic mit dem weltweit ersten Fußball, der unter Fairtrade-Bedingungen hergestellt wurde, gelungen. 

Den Konsumentinnen und Konsumenten möchten wir ein Produkt anbieten, unter dessen Herstellung garantiert kein Mensch gelitten hat. Ein Produkt, von dem die Menschen, die daran mitarbeiten, gerecht profitieren

Dazu gehört für uns, über die „Siegel-Prämien“ hinaus auch die Arbeiterwohlfahrt unserer Manufaktur in Sialkot direkt zu unterstützen, so dass die ganz unmittelbaren Anliegen der Mitarbeiter und ihrer Familien finanziert werden können. Ein Dollar pro verkauftem Paar Schuhe geht direkt in diese Kasse. Ein Dollar, mit dem so viel angestoßen werden kann.

3. Wir sind offen für neue Ideen.

„Da geht noch mehr“ ist die Haltung, mit der wir Ethletic immer fairer machen möchten. Deshalb treten wir an neuen Ideen neugierig und offen heran. Wir lieben Kooperationen, denn gemeinsam erreichen wir so viel mehr als allein. Diesen Geist möchten wir in die Welt tragen. Als das Start-up Tip me vor einigen Jahren auf uns zu kam, wurden wir sofort hellhörig. Ein Trinkgeld, das vom Ethletic-Kunden direkt und ohne Umwege sozusagen ins Portemonnaie des Mitarbeiters in Pakistan fließen kann? Das wäre ja großartig! So liest sich die Vision der Tip me-Gründer:

„Wir wollen die Globalisierung mit Empathie, Transparenz und Fairness füllen. Mit einer Begegnung zwischen Konsument und Produzent, die die Welt für beide Seiten bereichert.“

In diesem Jahr ist es soweit: Pünktlich zur Fashion Revolution Week sammelt Tip me in einem Pilotprojekt in Köln und Berlin die ersten Trinkgelder, die dann nach Sialkot an unsere Mitarbeiter gehen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, und wir sind gespannt auf das Feedback unserer Kundinnen und Kunden. Gemeinsam schaffen wir die "Fashion Revolution". 




WARUM NACHHALTIG?

Wir glauben daran, auch ohne eine Fixierung auf maximale Erträge erfolgreich wirtschaften zu können. Ethletic unterstützt die Bauern dabei, Lebensmittel für den Eigenbedarf anzubauen. Das bewahrt wertvolles Agrarland und schützt vor Monokulturen, die Tier- und Pflanzenarten verdrängen. Wir verarbeiten ausschließlich Biobaumwolle und Naturkautschuk aus nachhaltigem Plantagenanbau – keine Pestizide, keine giftigen Chemikalien. Das schont die Umwelt und die Gesundheit der Menschen, die unsere Sneaker produzieren und tragen.



WARUM FAIR?

Ethletic-Sneaker sehen nicht nur gut aus – sie geben ein gutes Gefühl. Demjenigen, der sie trägt. Und demjenigen, der sie hergestellt hat. Dafür sorgen wir mit einer gerechten Bezahlung, anständigen Arbeitsbedingungen und freiwilligen Prämien für soziale Projekte. Handel, wie wir ihn verstehen, basiert auf Vertrauen und Wertschätzung. Unsere Mitarbeiter teilen ein gemeinsames Ziel: Schuhe anzubieten, die gekauft werden, weil sie schön sind, stylisch, modern und bequem. Und die gekauft werden, weil sie unter menschlichen Bedingungen entstanden sind.

Melden Sie sich bei allen Fragen und Wünschen! Gern vermitteln wir ein Interview mit Geschäftsführer Marc Solterbeck oder Designerin Johanna Balzer. Beide reisen regelmäßig nach Pakistan und Sri Lanka zu den Produktionsstätten.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und schöne Osterfeiertage!

Herzliche Grüße,

Annika Langhagel


Ethletic ist Gewinner des Fairtrade-Awards 2016.

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