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Fluoride in Zahnpasta schützen vor Karies

Pressemitteilung   •   Jun 03, 2019 11:28 CEST

Fluorid macht Zähne widerstandsfähig (Bild: goDentis)

Immer wieder ist in der Diskussion, ob Fluorid in Kinderzahnpasten sinnvoll ist oder nicht. goDentis – Deutschlands größter Qualitätspartner für Zahnärzte und Kieferorthopäden steht klar auf der Seite der Fluorid-Befürworter.

Löcher in den Zähnen und Karius und Baktus eine Wohlfühlatmosphäre schaffen? Nein, danke! Dank regelmäßiger Zahnhygiene schon bei kleinen Kindern und der Zugabe von Fluorid kann Karies vorgebeugt werden. „Zur Kariesprävention gehört immer auch der kontrollierte Einsatz von Fluoriden – in Zahnpasten, Mundspülungen und in fluoridhaltigen Lebensmitteln“, sagt Dr. Thomas Kiesel, Zahnarzt und Geschäftsführer von goDentis – Deutschlands größtem Qualitätspartner für Zahnärzte und Kieferorthopäden.

Fluorid macht Zähne widerstandsfähig

Durch die Ein- beziehungsweise Auflagerung von Fluorid in und auf die Zahnschmelzstruktur wird der Zahn widerstandsfähiger gegenüber den ständigen Säureangriffen der Kariesbakterien. Gleichzeitig fördert Fluorid die Remineralisierung, den Reparaturprozess des Zahnschmelzes. Dass der Einsatz von Fluoriden sinnvoll ist, bestätigt auch die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und schreibt den starken Kariesrückgang in Deutschland unter anderem auch der Fluoridanwendung zu: „Die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist eine der wirksamsten kariespräventiven Maßnahmen.“

Jetzt gibt es neue Richtlinien zur Dosierung von Fluoriden. Ende 2018 haben sich laut des deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde die zahnärztlichen Fachgesellschaften auf neue Fluoridempfehlungen für Kleinkinder geeinigt. Die Hersteller von Kinderzahnpasten wurden aufgerufen, den Fluoridgehalt von 500 ppm auf 1.000 ppm (parts per million, sprich 0,1 Prozent) zu verdoppeln. Erste Produkte sind seit April im Handel verfügbar.

Zahnpasta und fluoridiertes Salz – eine gute Kombi

Der erhöhte Fluoridgehalt in Kinderzahnpasten bedeutet aber nicht, dass auf andere Fluoridquellen verzichtet werden soll. Von fluoridiertem Speisesalz etwa können Kinder genauso profitieren wie ihre Eltern. Eine Überdosierung ist sehr unwahrscheinlich. „Werden die Zähne zweimal täglich mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta (1.000 ppm) geputzt, kommen Kinder je nach Salzkonsum auf eine Tagesmenge von maximal 0,6 mg Fluorid, wenn vollständiges Verschlucken der Zahnpasta angenommen wird“, so ist es im Artikel „Im Dosierungsdschungel – wie viel Fluorid aus welcher Quelle?“ auf der Homepage der Informationsstelle für Kariesprophylaxe zu lesen.

Eltern, die zu Hause ihren Kindern fluoridierte Mundspüllösungen oder Fluoridgele anbieten möchten, sollten vorab Rücksprache mit dem Zahnarzt halten. Fluoridtabletten können für Kinder sinnvoll sein, die noch nicht in die Familienkost eingestiegen sind. „Spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem das Kind mit der Familienverpflegung fluoridiertes Speisesalz erhält, sollten keine Fluoridtabletten mehr gegeben werden“, sagt Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) in der aktuellen Pressemitteilung vom 23. April 2019.

Trotz aller offensichtlichen Vorteile für die Zahngesundheit gibt es immer wieder Kritiker, die an den positiven Auswirkungen von Fluoriden zweifeln. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hingegen schreibt in einem Positionspapier von Januar 2018: „Fluoride sind einer der weltweit am gründlichsten untersuchten Wirkstoffe: In über 300.000 wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bisher kein Hinweis auf eine etwaige Gefährdung der Gesundheit bei korrekter Anwendung gefunden.“

Neue Fluoridempfehlungen für Kinder

Hier eine Übersicht der neuen zahnärztlichen Fluoridempfehlungen für die häusliche Prophylaxe, die der deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde veröffentlicht hat:

  • Ab Durchbruch des ersten Zahnes: Eltern putzen die Milchzähne zweimal täglich mit einer reiskorngroßen Menge ‚neuer‘ Kinderzahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1.000 ppm oder einer erbsengroßen Menge mit 500 ppm.
  • Vom zweiten bis sechsten Geburtstag: Ab jetzt wird eine erbsengroße Menge Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid verwendet – zweimal täglich.
  • Mit Beginn der Teilnahme des Kindes an der Familienverpflegung: Ab ca. einem Jahr empfehlen die Experten zusätzlich fluoridiertes Speisesalz.
  • Wenn das Kind sechs Jahre alt ist: Nun können Junior- oder Erwachsenenzahncremes, die sich nur durch ihren Geschmack unterscheiden, mit einem Fluoridgehalt von bis zu 1.450 ppm zum Einsatz kommen.

Die goDentis ist ein Qualitätssystem für Zahnarztpraxen, dessen Mitglieder nach standardisierten Qualitätsmerkmalen ausgesucht werden. Dies geschieht zur Sicherung einer hohen Behandlungs- und Servicequalität für die Patienten - vor allem in der zahnmedizinischen Prophylaxe.

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