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Projekt AUFWIND und Management-Hochschule kooperieren im pädagogischen Bereich

Pressemitteilung   •   Jan 18, 2017 10:00 CET

(v.li.): Prof. Dr. Michael Nagy, Ramona Leichtl, Stefan Semel, Johanna Höchst, Nadine Olah, Maike Bültemann, AUFWIND-Kinder. Foto: Franz Motzko

Ideale Partnerschaft für Studiengang „Soziale Arbeit – Integrationsmanagement“

MANNHEIM. Die Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) und das Projekt AUFWIND-Mannheim e.V., das Kinderarmut bekämpft, machen gemeinsame Sache und schließen einen Kooperationsvertrag. AUFWIND ist in Mannheim-Neckarstadt angesiedelt, inmitten eines sozialen Brennpunkts, mit einem Ausländeranteil von über 40 Prozent. Ein engagiertes Team von Fachleuten und Betreuern gibt Kindern, Familien und Alleinerziehenden in schwierigen Situationen Halt und Unterstützung. Derzeit werden in der Neckarstadt über 25 Kinder sowie deren Familien betreut und begleitet.

Xavier Naidoo und Söhne Mannheims als Impulsgeber und Förderer

Ein drastischer Anstieg in den Statistiken über Kinderarmut in Mannheim war der Auslöser, im Herzen Mannheims mit einem „Haus für Kinder“ gegen Kinderarmut vorzugehen. Und mit der Gründung von AUFWIND Mannheim e.V. im Jahr 2007 wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Impulsgeber und Förderer waren und sind u.a. Xavier Naidoo, Michael Herberger und die Söhne Mannheims. AUFWIND ist eine soziale Einrichtung, die keine staatliche Förderung erhält. So habe man größeren Handlungsspielraum, um individuell und flexibel auf die jeweiligen Notlagen eingehen zu können.

Damit sei sichergestellt, dass die Hilfe immer genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt werde. Die Hilfe beginnt bei der Grundversorgung der Kinder, die in den Räumlichkeiten von AUFWIND ihren Alltag miteinander teilen. Eltern, jungen Familien und Alleinerziehende werden Beratungen in schwierigen Lebenslagen angeboten und einen regelmäßigen Treff für Frauen, Mittagstisch, sowie Kaffee- und Teestunden gibt es auch. Die Angebote für Kinder umfassen Mittagessen, schulische Förderung, wechselnde Freizeitangebote, soziales Lernen in der Gruppe, Eltern-Kinder-Treff und Ferienprogramme.

Internationaler Bund (IB) unterstützt HdWM-Konzept zu Integration und Interkulturalität

Das Besondere bei AUFWIND ist, dass ganz verschiedene Kulturen zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen. Hier lernen z.B. deutsche, türkische, iranische, afrikanische und polnische Kinder einander kennen und respektieren. „Damit ist Aufwind ein idealer Partner für die HdWM und deren auf Integration und Interkulturalität ausgerichtete Zielsetzung. An der Hochschule sind derzeit 400 Studierende eingeschrieben, die aus 28 Nationen in fünf Kontinenten kommen. Und gerade das Interkulturelle liegt uns schon immer sehr am Herzen. Ich bin mir sicher, dass unsere Studierenden sehr gerne die Möglichkeit wahrnehmen, bei Aufwind ihr Praktikum zu leisten“, sagt der Präsident der HdWM, Prof. Dr. Michael Nagy, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

Nagy erwähnte weiter, dass die HdWM ist in privater Trägerschaft ist. Hauptgesellschafter ist der Internationale Bund (IB), der sich ebenfalls der integrativen Bildungsarbeit verpflichtet fühlt. Der IB ist mit seinen 14.000 Mitarbeitenden in 700 Bildungseinrichtungen an 300 Standorten einer der großen freien Bildungsträger in Deutschland. Geschäftsführer der HdWM ist Wolfgang Dittmann. „Die Zusammenarbeit der HdWM mit dem Projekt Aufwind unterstützen wir sehr gerne. Gerade die am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen, insbesondere Kinder, sind uns ein besonderes Anliegen. Die HdWM macht durch diese Kooperation deutlich, dass soziales Engagement und Empathie im Führungsverhalten der bei ihr ausgebildeten jungen Manager wichtig sind. Die entsprechenden ethikbasierten Lehrinhalte sind in den Curricula aller Studiengänge fest verankert“, lässt Dittmann übermitteln.

Workshops - pädagogischer Leistungsbericht – Aula für AUFWIND-Veranstaltungen

Im kommenden Oktober startet die Management-Hochschule mit ihrem neuen Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit – Integrationsmanagement“. Dieser bundesweit singuläre Studiengang bildet genau die Fachkräfte aus, die integrative, pädagogische Projekte erfolgreich gestalten können. Den Projekterfolg sichern hilft auch, dass der Vorstandsvorsitzende von AUFWIND-Mannheim, Stefan Semel und Michael Nagy, seit Jahren Kooperationspartner sind und zusammen bereits mehrere Integrationsprojekte begleitet haben. Beide zeigen sich überzeugt vom Erfolg der Zusammenarbeit.

Prof. Nagy: „Die HdWM erstellt auf Basis der erhobenen Daten und Informationen von Aufwind pro Jahr einen pädagogischen Leistungsbericht.Weiter wollen wir Aufwind durch die kostenlose Überlassung und Nutzung von HdWM-Räumlichkeiten, vor allem der Aula, unterstützen - für Informationsveranstaltungen, Sponsoring-Events oder Wohltätigkeitskonzerte“.

HdWM-Studierende freuen sich auf Praktikum bei AUFWIND - Hausaufgabenbetreuung inklusive

Die Aufgabenverteilung sieht weiter vor, dass die pädagogische Begleitung und Berichterstattung von Prof. Nagy wahrgenommen wird, während die Praktikumsplätze für die Ausbildung der angehenden Integrationsmanager von AUFWIND zur Verfügung gestellt werden. Darin inbegriffen sind auch begleitende Aufgaben wie beispielsweise Hausaufgabenbetreuung durch Studierende. Pro Quartal will man in einem gemeinsamen Workshop den fachlichen Progress der Kooperation beobachten und optimieren.

Stefan Semel ist von Anfang an mit dabei, sozusagen ein Mann der ersten Stunde: „Es ist eine tolle Sache, bei einem gesellschaftlich so wichtigen Projekt mitwirken zu dürfen. Es war mehr ein Zufall, dass ich seinerzeit Xavier Naidoo und Michael Herberger traf, die die Idee hatten, Kinder in sozialen Brennpunkten zu unterstützen. Und ich war gleich ,Feuer und Flamme‘ für dieses Projekt. Zusammen haben wir das Konzept entwickelt, das anfangs primär die Probleme von Alleinerziehenden im Fokus hatte. Aber schon bald haben wir erkannt, dass es zielführend ist, Familien mit einzubeziehen. Heute können wir uns über zahlreiche Unterstützer freuen, denen wir sehr dankbar sind. Und dass die HdWM nun mit im Boot ist und die Studenten des neuen Studienganges ihr Praktikum bei uns ableisten, ist eine prima Sache“.

HdWM: Modernes Leitbild und praxisorientierte Studiengänge

Eine der Zielsetzungen der HdWM ist, gerade Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und gesellschaftlichen Schichten durch praxisorientierte Studiengänge zu qualifizieren und den Unternehmen in der Region den dringend benötigten Führungskräftenachwuchs zur Verfügung zu stellen. Die Hochschule bietet attraktive Bachelor- und Masterstudiengänge in Wirtschaftswissenschaften, Management, Wirtschaftspsychologie, IT-Management und Soziale Arbeit - Integrationsmanagement an. Ein breit gefächertes Akademisches Weiterbildungsprogramm, u.a. für Job Center, Institutionen und Verbände sowie mittelständische Unternehmen rundet das Studienangebot ab.

Text: Franz Motzko

Die Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule im Herzen Mannheims. Seit 2011 bietet die HdWM von Firmen geförderte Management-Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschluss an.

Einmaliges Studienmodell in Deutschland

Die HdWM verfolgt das Ziel, leistungsmotivierte Studierende für die Management-Anforderungen moderner Unternehmen auszubilden und so den Arbeitsmarkt der Zukunft aktiv mitzugestalten. Die Management-Studiengänge an der HdWM basieren auf einem einzigartigen Studienmodell, dem geförderten Management-Studium, das die Vorteile eines Vollzeitstudiums mit denen eines dualen Studiums kombiniert und die Stärken beider Studienformen in einem Studienprogramm bündeln. In Zusammenarbeit mit namhaften Großunternehmen sowie innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen wurden die Studieninhalte speziell auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Zukunft ausgerichtet.

Mit einem ganz besonderen Finanzierungskonzept, welches durch die Förderung der Partnerunternehmen und des Landes Baden-Württemberg ermöglicht wird, entsteht eine Gewinnsituation für alle Beteiligten. Interessenten, die an der HdWM studieren möchten, lernen eine Vielzahl unterschiedlicher Wirtschaftsunternehmen während des Studiums kennen und legen sich erst nach dem Praxissemester auf ihren zukünftigen Arbeitgeber fest. Die Partnerunternehmen schöpfen im Gegenzug aus einem Pool von qualifizierten Studierenden zukünftige Fach- und Führungsnachwuchskräfte, welche den Anforderungen im modernen Management entsprechen. 

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