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Blick in den Innenhof der Werkstätten Am Lindenplatz in Treysa. Von der Schließung sind auch die Metallwerkstatt in Ziegenhain, die Für Uns-Manufakturen in Fritzlar und Treysa sowie die Betriebe der Sozialen Landwirtschaft Hephatas betroffen.
Blick in den Innenhof der Werkstätten Am Lindenplatz in Treysa. Von der Schließung sind auch die Metallwerkstatt in Ziegenhain, die Für Uns-Manufakturen in Fritzlar und Treysa sowie die Betriebe der Sozialen Landwirtschaft Hephatas betroffen.

Pressemitteilung -

Schutz vor dem Coronavirus: Werkstätten schließen für Klientinnen und Klienten

Die seit Tagen erwartete Regelung durch das Land Hessen ist am heutigen Montag, 23. März, um 20 Uhr veröffentlicht worden: Mit sofortiger Wirkung schließen alle Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und die angeschlossenen Tagesförderstätten den Betrieb für die Klientinnen und Klienten. Die anleitenden Mitarbeitenden Hephatas setzen den Betrieb dort, wo es zwingend erforderlich ist, fort.

++ Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt: „Froh, dass endlich Klarheit geschaffen ist.“
++ Rund 900 Klientinnen und Klienten bleiben ab Dienstag zuhause, Mitarbeitende stellen in Landwirtschaften, Gärtnerei und teilweise in Produktionsbereichen einen Notbetrieb sicher.
++ Notbetreuung für externe Klientinnen und Klienten wird sichergestellt
++ Hofläden und Ausbildungswerkstätten sind bereits geschlossen.
++ In den Wohneinrichtungen von Behindertenhilfe und Sozialer Rehabilitation werden Tagdienste organisiert, um Betreuung und Begleitung sicherzustellen.
++ Personelle Unterstützung wird auch bereichsübergreifend über einen Umsetzungspool ermöglicht.


Social Distancing noch konsequenter umsetzen

Schon seit Anfang der vorigen Woche hat Hephata den Klientinnen und Klienten das Fernbleiben von Werkstätten und Tagesförderstätten erleichtert, wodurch immer weniger Menschen an den verschiedenen Standorten tätig gewesen sind. „Das hat deutlich dabei geholfen, Abstandsregeln einzuhalten“, sagt Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt. Die Schließung der Werkstätten für Klientinnen und Klienten ist aus seiner Sicht dringend geboten gewesen. „Aufgrund unseres bestehenden Versorgungsauftrags ist uns dieser Schritt allerdings bislang formal nicht möglich gewesen“, so Dietrich-Gibhardt. Seit mehreren Tagen hat die Hephata Diakonie auf unterschiedlichen Ebenen und über die Verbände im Sozialministerium auf eine landesweite Regelung gedrängt. „Wir sind froh, dass mit der neuen Eilverordnung der Landesregierung Klarheit geschaffen ist und wir das so wichtige und womöglich lebensrettende Prinzip von Social Distancing nun noch einen vielleicht entscheidenden Schritt konsequenter umsetzen können“, betont Dietrich-Gibhardt.


Mitarbeitende stellen Notbetrieb sicher

Insgesamt sind von der Regelung rund 900 Klientinnen und Klienten in den Hephata-Bereichen Behindertenhilfe und Soziale Rehabilitation betroffen. Bezogen auf die unterschiedlichen Werkstatt-Standorte, hat die Schließung auch unterschiedliche Auswirkungen. Während einige Werkstattbereiche direkt komplett schließen, werden an manchen Standorten zunächst oder - wo zwingend erforderlich - auch generell Mitarbeitende einen Notbetrieb sicherstellen. Das gilt unter anderem für die landwirtschaftlichen Betriebe im Bereich Soziale Rehabilitation, wo Tiere versorgt werden müssen und auch alle anderen Arbeiten auf dem Hof und den Feldern zu erledigen sind. Auch die Metzgerei Alsfelder Biofleisch sowie die Abpackbetriebe für Bio-Eier auf dem Bio-Geflügelhof Leuderode und für Bio-Zwiebeln auf dem Zechenhof müssen aufrechterhalten werden. Gleiches gilt für die Gärtnerei, die zu den Werkstätten im Bereich Behindertenhilfe zählt. Weil dort auch Gemüse angebaut und beispielsweise Salatpflanzen verkauft werden, soll der Gärtnereiladen nach Möglichkeit geöffnet bleiben und nunmehr im Notbetrieb durch Mitarbeitende fortgeführt werden. In der Metallwerkstatt der Behindertenhilfe sowie in der Industriemontage und im reduzierten Umfang auch in der Hauswirtschaft werden ebenfalls Mitarbeitende zunächst im Dienst bleiben und dort noch offene und zugesagte Aufträge abarbeiten. Zudem wird gemäß der Verordnung des Landes an einzelnen Standorten eine Notbetreuung für externe Klienten sicherzustellen sein, die nicht in besonderen Wohnformen leben, die sich nicht selber versorgen können oder nicht von Angehörigen betreut werden können. Den Originaltext der Verordnung, der auch die Notbetreuung regelt, lesen Sie unter https://www.hessen.de/sites/default/files/media/zweite_verordnung_zur_anpassung_der_verordnungen_zur_bekaempfung_des_corona-virus_.pdf.


Hofläden und Ausbildungswerkstätten geschlossen

Die Hofläden in der Sozialen Landwirtschaft indes sind bereits seit Beginn der vorigen Woche geschlossen. An die Höfe sind in der Regel auch die Wohneinrichtungen für die Klientinnen und Klienten angeschlossen. Zu deren Schutz gelten strenge Besuchsbeschränkungen. Ebenfalls bereits geschlossen sind die Ausbildungswerkstätten im Bereich Berufshilfe. Grundlage für deren Schließung ist zunächst eine Abstimmung mit der zuständigen Bundesagentur für Arbeit gewesen.


Tagdienste in Wohneinrichtungen sicherstellen

Für die Wohneinrichtungen in Behindertenhilfe und Sozialer Rehabilitation bedeuten die Schließungen, dass nun Tagdienste durch Mitarbeitende sichergestellt werden müssen. An entsprechenden Plänen wird mit Hochdruck gearbeitet. Ähnliche Herausforderungen meistern bereits seit Anfang der vorigen Woche die stationären Wohngruppen im Bereich Jugendhilfe, weil seither die KiTas und Schulen geschlossen sind. „Die Veröffentlichung der Verordnung zur Werkstatt-Schließung an einem Montagabend um 20 Uhr bei sofortiger Wirkung ist sicher eine besondere Herausforderung und ich bedanke mich schon jetzt bei allen Mitarbeitenden, die am Abend organisatorisch und morgen Früh ganz praktisch daran beteiligt sind, dass alle Klientinnen und Klienten eine gute Begleitung und Betreuung erfahren werden“, betont Dietrich-Gibhardt.


Bereichsübergreifende Hilfen über Umsetzungspool

„An vielen Stellen innerhalb Hephatas wechseln jetzt Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz und helfen dort aus, wo dringend Unterstützung benötigt wird“, berichtet Dietrich-Gibhardt. Mitarbeitende aus den Für Uns-Manufakturen (vormals Reha-Werkstätten) helfen beispielsweise beim Abpacken von Zwiebeln und Eiern mit. Genauso werden Mitarbeitende aus den verschiedenen Werkstätten nach und nach auch Dienste in Wohnbereichen übernehmen. „Um eben diese Hilfen auch bereichsübergreifend zu koordinieren , hat der Zentralbereich Personal eine Datenbank aufgelegt“, so Dietrich-Gibhardt. Der so genannte Umsetzungspool kann von allen Leitungskräften mit Unterstützungsangeboten aus dem eigenen Verantwortungsbereich befüllt werden wie auch für Kontaktinfos zu Hilfeangeboten aus anderen Bereichen genutzt werden. „In der Hephata Diakonie arbeiten mehr als 3.000 Menschen an mehr als 50 Standorten. In dieser Krisensituation sind bereichs- und standortübergreifende Hilfen gefragt, die schon jetzt sehr gut angelaufen sind“, betont Dietrich-Gibhardt. Der Vorstandssprecher ist sich sicher: „Wenn wir weiterhin als Dienstgemeinschaft gut zusammen stehen, werden wir die Krise gemeinsam bewältigen.“

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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in der Pflege und Betreuung von Senioren, in Förderschulen und der beruflichen Bildung.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

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