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BREAD4PLA gewinnt Green Award als eins der zwei besten "LIFE+"-Projekte der letzten 25 Jahre

News   •   Jun 06, 2017 17:44 CEST

Überreichung des Green Awards für das Projekt BREAD4PLA am 30. Mai 2017 in Brüssel. Bild: AIMPLAS.

Drei Jahre wurde das Projekt BREAD4PLA im Rahmen des EU-Programms für Umwelt, Naturschutz und Klimapolitik „LIFE+“ gefördert. Jetzt gewinnt das Projekt unter über 4000 Mitstreitern den Green Award als bestes „LIFE+“-Projekt der letzten 25 Jahre. Die Verarbeitung von Bäckereireststoffen („BREAD“) zu Bioplastik („PLA“) überzeugte damit nicht nur die Fachjury in Bezug auf langfristige Nachhaltigkeit und EU-weite bzw. globale Relevanz, sondern begeisterte auch die Öffentlichkeit, die unter den 15 Finalisten per Online-Voting abstimmte. Die Preisverleihung fand am 30. Mai 2017 im Rahmen der Green Awards Ceremony in Brüssel statt. Wir gratulieren unserem „BioPlastik“-Mitglieder und BREAD4PLA-Partner ATB ganz herzlich!

Dr. Joachim Venus vom Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) in Potsdam berichtet über den Projekterfolg: „In Europa fallen jährlich ca. 3,5 Mio. Tonnen Bäckereireststoffe an und ca. 5% davon werden ungenutzt entsorgt. Mit unseren vier Partnern im Projekt BREAD4PLA haben wir es geschafft, diese Reste fermentativ zu Milchsäure umzusetzen, welche wiederum zu kompostierbarem Bioplastik, genauer zu Polymilchsäure (PLA), weiterverarbeitet wurde. Innerhalb des Projektes wurde die Machbarkeit demonstriert, genau diese Bioplastik-Verpackungen für frische Bäckereiprodukte zu verwenden.“

Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. ist seit Anfang 2017 auch Mitglied im Kooperationsnetzwerk „BioPlastik“. In „BioPlastik“ – sowie auch im ZIM-Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“ – arbeiten Partner aus Industrie und Akademie unter dem Management der IBB Netzwerk GmbH zusammen, um ähnlich innovative und biobasierte Produkte wie PLA aus Bäckereireststoffen zu entwickeln. Interessierte KMUs und Forschungsinstitute, die z.B. Getreidereste zu Butanol fermentieren möchten oder Biokunststoffe verarbeiten möchten, sind in den Netzwerken herzlich willkommen. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten unter www.netzwerk-bioplastik.de und www.netzwerk-waste2value.de.

Über das Kooperationsnetzwerk „BioPlastik“

Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen, Spielzeug oder Funktionstextilien – in allen diesen Produkten sind typischerweise petrobasierte Kunststoffe enthalten. Diese können in der Natur nur sehr schlecht abgebaut werden. Die Reste reichern sich als unerwünschter und umwelt- bzw. gesundheitsschädlicher Kunststoffmüll an, z.B. im Meer. Die Partner des Kooperationsnetzwerks „BioPlastik“ haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, technische Projekte zur Entwicklung von innovativen, biobasierten, abbaubaren und gleichzeitig preisgünstigen Biopolymeren durchzuführen. Materialien aus Bioplastik – insbesondere Materialien aus den bisher wenig vermarkteten Polyhydroxyalkanoaten (PHA) – sollen dadurch deutliche Marktanteile an Massenprodukten gewinnen. Darüber hinaus stellen die Partner hohe Nachhaltigkeitskriterien an die Herstellung der Biopolymere und die Materialien selbst.

Initiator und Management des Kooperationsnetzwerks „BioPlastik“ ist die IBB Netzwerk GmbH. Die Partner wurden von Januar 2014 bis Dezember 2016 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi gefördert. Das bundesweite Förderprogramm ist technologie- und branchenoffen und unterstützt mittelständische Unternehmen sowie Partner aus der Wissenschaft. Anfang 2017 wurde „BioPlastik“ durch Eigenbeiträge der Partner verstetigt. Weitere Informationen unter www.netzwerk-bioplastik.de.

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