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Deutsche Luftschiff Rettung e.V.: Neuer Ansatz für die Katastrophenhilfe

Pressemitteilung   •   Jan 20, 2016 10:13 CET

Hemer, 14.01.16. Mit einem weltweit einzigartigen Ansatz zur Katastrophenhilfe startete im März 2012 der gemeinnützige Verein „Deutsche Luftschiff Rettung e.V.“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die modernsten Luftschiffe der Welt für einen schnelleren und effizienteren Hilfseinsatz zu kaufen und einzusetzen.

Die Idee kommt Vereinsgründer Michael Krebs im Katastrophenwinter 2004: Der Tsunami, der über Thailand wütete, kostete mehr als 220.000 Menschen das Leben. Viele Menschen starben, weil die Helfer sie einfach nicht bzw. nicht schnell genug erreichen konnten. Nach wie vor ist schnelle Hilfe im Katastrophenfall eher die Ausnahme denn die Regel. Sind die Betroffenen doch oftmals von der Außenwelt abgeschnitten und durch die zerstörte Infrastruktur nahezu unerreichbar. Die bisherige Hilfe bei Rettungseinsätzen dieser Art setzt auf die Versorgung mit Hubschraubern, Flugzeugen und der Weiterverteilung via LKW. Allerdings: Hubschrauber sind teuer und in Nutzlast, Reichweite und Einsatzdauer stark begrenzt.

Außerdem: Die Katastrophenhilfe kommt als erstes immer dort an, wo sie erst einmal nicht gebraucht wird – am Flughafen. Und dort kommt sie auch nur dann an, wenn dieser nicht zerstört wurde oder unter Wasser steht. Und last but not least: Das Umladen der Hilfsgüter von LKW´s auf spezielle Luftfrachtcontainer und dann wieder zurück auf einen Container ist zeitaufwendig und auch nur dann zielführend, wenn die Straßen noch vorhanden bzw. befahrbar sind. „Die heutigen Hilfskonzepte“ so Krebs, „stoßen vielfach an ihre Grenzen. Hilfe kommt oft zu spät und in nicht ausreichender Menge an. Dabei geht es vor allem um die ersten 5 bis 7 Tage direkt nach der Katastrophe.“ Die Frage, wie und mit welchen Mitteln man Menschen in völlig unerreichbaren Gebieten sicher, unabhängig von äußeren Einflüssen oder der Tageszeit schneller und effizienter helfen kann als bisher, ließ ihn nicht mehr los. Er suchte Mitstreiter, aber vor allem ein Konzept, das genau diese Bedingungen erfüllen konnte.

2010 schließlich entdeckt der Vereinsgründer ein ehemaliges Luftschiff-Konzept, das für die Deutsche Bundesmarine entwickelt wurde und das exakt den Anforderungen entspricht, die Krebs auch für die moderne Katastrophenhilfe für unabdingbar hält: absolute Allwettertauglichkeit, Starts und Landungen bis Windstärke 9 (Sturm), Geschwindigkeiten über 200 km/h und Hubschraubereigenschaften und den Verzicht auf das Mitführen von Ballast wie Wasser oder Sand zum Ausgleich der mitgeführten Güter.

Denn: Alle früheren Luftschiffprojekte waren nicht darauf ausgelegt, auf Wasser oder Sand als Lastenausgleich zu verzichten. Dass es auch ohne gehen kann, zeigte ein (ursprünglich) militärischer Studienauftrag. Doch zur Beauftragung durch die Bundesmarine kam es nicht: Der Anbieter zog sich nach dem Konkurs von Cargolifter trotz Millionen-Investment vom Markt zurück. Und das obwohl Studien und Expertisen alle eines zeigen: Der Bau eines Luftschiffes mit diesen Eigenschaften ist technisch realisierbar. Krebs: „Diese Luftschiffe sind eine Revolution in der Katastrophenhilfe und können mehr Hilfsgüter direkt zu den Hilfsbedürftigen bewegen als jedes andere uns heute bekannte Transportmittel.“

2012 gründet Michael Krebs den gemeinnützigen Verein „Deutsche Luftschiff Rettung e.V.“ – ein Verein, dessen erstes Ziel darin besteht, die finanziellen Mittel für den Kauf solcher Luftschiffe aufzubringen. Denn: „Durch die Studien, die damals im Rahmen der militärischen Vorprüfung durchgeführt wurden, bedarf es heute nur noch einer simplen Beauftragung, um mit dem Bau eines ersten Luftschiffes beginnen zu können,“ sagt Krebs. Das erste Luftschiff – mit einem Fassungsvermögen von knapp zehn Tonnen Nutzlast und einer Länge von 110 m auch gleich das größte der Welt – muss gebaut werden, damit der Zulassungsprozess für das zweite Luftschiff mit einer Länge von 350 Meter einfacher wird. Das aktuell größte zugelassene Luftschiff der Welt – der Zeppelin NT – ist nur 75 Meter lang. Alles, was jetzt neu zugelassen wird, sollte wegen der Vergleichswerte in dieser Größenordnung angesiedelt sein. „Aber schon mit unserem kleinen Rettungsluftschiff werden wir Großes bewegen können“, erklärt Krebs. Die echte Revolution der Katastrophenhilfe wird es mit dem zweiten geplanten Luftschiff geben: eine Reichweite von 6000 km, einer Zuladungsmöglichkeit von 500 Tonnen und die Tatsache, dass es nur noch zu Wartungszwecken landen muss, wird den Rettungseinsatz von Grund auf verändern. „Die Möglichkeiten“, so der Vereinsvorsitzende, „sind enorm. Wir benötigen weder Straßen noch Flughäfen oder Bodencrews, wir können, da wir mit dem großen Luftschiff nicht mehr landen müssen, Hilfsgüter punktgenau am benötigten Einsatzort herablassen oder eben Hilfsbedürftige an Bord nehmen und in der Luft an Bord versorgen. Wir sind am Einsatzort nicht mehr auf schweres Gerät am Boden angewiesen, weil wir es selbst an Bord haben. Kurz: Die Luftschiffrettung ist die Zukunft in der Katastrophenhilfe.“

Michael Krebs – von Haus aus Vertriebsprofi – nutzt für die Verbreitung der Vereinsidee neben der eigenen Homepage zahlreiche Veranstaltungen, Messen und Business-Clubs. Der Verein ist Mitglied im Diplomatic Council (DC), einer bei der UNO akkreditierten Diplomatie- und Wirtschafts-Organisation mit besonderem Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, die sich als Brücke zwischen Diplomatie, Wirtschaft und Gesellschaft versteht. Seit kurzem steht die Deutsche Luftschiff Rettung unter der Schirmherrschaft des Diplomatic Council und wird auf deren Neujahrs Gala im Januar 2016 offiziell als unterstützenswertes Projekt vorgestellt und auf einer vom DC unterstützten Crowdfunding-Plattform platziert. Zusätzlich hat Michael Krebs die Funktion „Chairman Global Disaster and Relief Forum“ im Diplomatic Council übernommen, um die UNO Statuten in seinem Projektumfeld zu vertreten. „Wir sind“, sagt er, „auf einem exzellenten Weg. Würde jeder zehnte Bundesbürger heute nur 3 Euro spenden, könnten wir schon morgen das erste Luftschiff kaufen.“


Spendenkonto:

Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer - Menden

Spendenkonto DE24 4455 1210 0001 22 7032 I BIC : WELADED1HEM

Oder via betterplace.org

Über die Deutsche Luftschiff Rettung:

Der im März 2012 gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch den Kauf der modernsten Luftschiffe der Welt, die Katastrophenhilfe schneller, einfacher und effizienter zu machen. Hintergrund der Vereinsidee ist die Überlegung, dass heutige Hilfskonzepte oft an ihre Grenzen stoßen: Die Hilfe kommt zu spät oder erst gar nicht dort an, wo sie gebracht wird. Das Luftschiff-Konzept basiert auf bereits abgeschlossenen Studien und soll möglichst schnell realisiert werden.

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