Skip to main content

Speisen wie zu Luthers Zeiten: "Barthels Hof" serviert ab 1. Januar 2017 ein außergewöhnliches Familienessen

News   •   Nov 02, 2016 14:36 CET

Evelyn Grahl, Küchenchef Dirk Büchel, Torsten Grahl und Maria Pöschel als Katharina von Bora präsentieren das Familienessen wie zu Luthers Zeiten (v.l.)

"Iss, was gar ist, trink, was klar ist, red' was wahr ist.": Das bekannte Zitat von Martin Luther nimmt sich eines der ältesten Restaurants in Leipzig, der "Barthels Hof", anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Reformation" zum Motto und präsentiert ein Familienessen wie zu Luthers Zeiten. Die Idee dazu hatte die Familie Grahl, die das historische Gasthaus betreibt. Als Anregung für das Familienessen diente "Das Luther Melanchthon Kochbuch". 

Ab 1. Januar 2017 werden die aus der Region stammenden Speisen so authentisch wie möglich mit vielen Kräutern und Gewürzen angeboten. Dabei soll gegessen und getrunken werden wie zu Zeiten Martin Luthers. Der Reformator und seine Frau Katharina von Bora liebten Geselligkeit und gutes Essen. In ihrem Wohnhaus empfingen sie regelmäßig viele Gäste. Brot gehörte im 16. Jahrhundert zu den Hauptnahrungsmitteln, Kartoffeln kannte man noch gar nicht. Zu den Mahlzeiten wurden hauptsächlich Met, leichtes Bier oder ein dreiprozentiges Weingemisch getrunken, das auch schon Kinder zu sich nehmen durften. 

Als Vorspeise des Luther-Familienessens gibt es einen deftigen Eintopf von Linsen und Wurzelgemüse, als zweite Vorspeise gebeiztes Zanderfilet auf Wiesenkräutern. Anschließend wird als Hauptspeise ein würziger Kräuterschweinenacken am Spieß mit Sauerkraut und Grießknödeln serviert. Unter dem Namen "Goldene Schnitte mit Kompott" gibt es zum Abschluss "Armen Ritter" mit marinierten Aprikosen. Aufgetischt wird das komplette Menü ausschließlich auf Tongeschirr mit Messer und Löffel, denn auch Gabeln gab es zu Luthers Zeiten noch nicht. 

Das Familienessen wird im seit 1497 bestehenden "Tollhard's Zechgewölbe" serviert, das sich im Gewölbekeller des Gasthauses befindet. Als letzter erhaltener Durchgangshof Leipzigs zählt das Ensemble des Barthels Hof zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der auf 1523 datierte Sandsteinerker stammt noch vom Vorgängerbau, dem Haus „Zur goldenen Schlange“ und gilt als das älteste erhaltene Fragment einer Leipziger Renaissancefassade. Während seiner Leipziger Besuche kam Martin Luther oft an diesem Haus vorbei und kehrte sicherlich auch im Gasthaus ein.

Ziel der Familie Grahl ist es, mit dem Angebot zum Reformationsjubiläum das unterhaltsame Familienessen wieder in den Vordergrund zu rücken, da dieses im heutigen Alltag oft in Vergessenheit gerät. Wer also mit Familie, Freunden oder Kollegen einen außergewöhnlichen Abend verbringen will, kann unter der Telefonnummer 0341/141310 oder E-Mail info@barthels-hof.de bereits für nächstes Jahr reservieren. Das Menü inklusive der begleitenden Getränke - Wasser, Bier, Wein und Met - gibt es für 49 Euro pro Person. Besitzer einer LEIPZIG CARD erhalten 10% Rabatt.

Weitere Informationen: www.barthels-hof.de

Redaktion: Laura Gruner