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Fachkräftemangel trifft Mittelstand: Wettbewerb um Qualifizierte verlagert sich vom Inland ins EU-Ausland

Pressemitteilung   •   Jun 09, 2016 09:00 CEST

Infografik "Recruiting im Ausland" zur LinkedIn/Bitkom Studie

München, 9. Juni 2016 – Der Mangel an Fach- und Führungskräften wird zur Herausforderung vor allem für den Mittelstand: Fast zwei Drittel (61%) der Unternehmen bis 500 Mitarbeiter finden zu wenig Qualifizierte am heimischen Markt. So lautet ein Ergebnis einer Studie*, die das weltweit größte Businessnetzwerk LinkedIn zum dritten Mal in Kooperation mit Bitkom Research unter fast 1.000 Entscheidern in Personal- oder Management-Rollen durchgeführt hat. Im Jahr 2013 taten sich noch weniger als die Hälfte (49%) der Mittelständler schwer, Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Die Studie offenbart auch, dass Großunternehmen (500+ Mitarbeiter) bereits Wege gefunden zu haben scheinen, mehr Fachkräfte für sich zu gewinnen: Während aus dieser Gruppe im Jahr 2013 noch drei Viertel einen Mangel attestierten, sehen diesen aktuell nur noch etwas mehr als die Hälfte (56%) der Befragten.

„Beinahe drei Viertel der befragten Mittelständler haben sich in den vergangenen Monaten damit beschäftigt, im Ausland zu rekrutieren. Aber auch 42 Prozent der Großunternehmen planen, ausländische Mitarbeiter einzustellen“, erklärt Barbara Wittmann, Direktorin Talent Solutions und Mitglied des Führungsteams bei LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz. „Soziale Medien sind inzwischen der Kanal der Wahl und wir sehen jeden Tag, dass unsere Rekrutierungslösungen Personalverantwortlichen das Leben deutlich erleichtern.“

Kompetenzen im In- und Ausland

Hauptsächlich werden ausländische Fachkräfte für die Tätigkeitsbereiche IT und Telekommunikation, Controlling, Einkauf und Vertrieb rekrutiert. Vor allem Berufseinsteiger und Young Professionals (bis zu fünf Jahre Berufserfahrung) sind für die Unternehmen interessant.

  • Gefragte Fachqualifikationen wie Digitalkompetenz, Wissensmanagement und Big Data Skills sind im Inland wie im Ausland etwa gleich schwer zu finden. Programmierer hingegen findet über ein Viertel (27%) der Befragten „sehr leicht“ im Ausland – lediglich 15 Prozent geben diese Wertung für die Suche in Deutschland.
  • In Bezug auf Sozialkompetenzen sind Mitarbeiter, die gut vor Publikum präsentieren können oder Kreativität mitbringen, laut Umfrage leichter im Ausland zu finden. Gesprächs- und Verhandlungsführung sind im In- und Ausland ähnlich verteilt, wohingegen cross-funktionale Kompetenzen einfacher im Inland zu finden sind.

Fokus Mittelstand: Rekrutierungserfolg in sozialen Netzwerken

Im Jahr 2013 setzten bereits knapp drei Viertel (72%) der Mittelständler auf soziale Netzwerke, um im Ausland zu rekrutieren. Heute sind es 94 Prozent. Das macht diese Kanäle im Vergleich zu den beliebtesten (Karriereseite: 89%, Online-Jobbörsen: 82%, Personalvermittler: 81%).

79 Prozent bescheinigen LinkedIn hier erfolgreiche Arbeit. Die Rekrutierung im EU-Ausland funktioniert schnell: 53 Prozent aller Unternehmen konnten geeignete Fach- und Führungskräfte innerhalb von drei bis neun Monaten rekrutieren.

Wer sich Qualifizierte aus dem Ausland holt, muss sich auch keine Sorgen machen, dass diese gleich wieder weiterziehen: 78 Prozent der ausländischen Fach- und Führungskräfte verweilen zwei Jahre oder länger im Unternehmen. 89 Prozent der Befragten sind sich einig, dass ausländische Kräfte nach angemessener Einarbeitung die gleiche Arbeitsleistung erbringen wie ein vergleichbar qualifizierter deutscher Kollege.

Positivtrend bei Großunternehmen: Erfolgsfaktor Netzwerk

„Im Jahr 2013 sahen noch 75 Prozent der Entscheider in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern einen deutlichen Fachkräftemangel“, so Barbara Wittmann. „Ein um 19 Prozentpunkte geringerer Wert in diesem Jahr deutet darauf hin, dass ihre Rekrutierungsstrategien Früchte tragen. Je mehr gute Leute diese Unternehmen allerdings finden, desto härter wird der Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte für den Mittelstand.“ Rekrutierungskanäle, die Großunternehmen als „sehr erfolgreich“ bezeichnen, sind unter anderem Kontakte über ausländische Partner (64%), über Auslandshandelskammern (37%) oder LinkedIn (32%).

Zukunftssicher mit intelligenten HR-Lösungen

In Europa hat LinkedIn über 100 Millionen Nutzer. Um im In- wie auch im Ausland die passenden Kandidaten zu finden, bietet das Businessnetzwerk mit den LinkedIn Talent Solutions Tools, die Personalverantwortliche unterstützen. Dazu zählen unter anderen das Recherchetool „Recruiter“, ein Stellenmarkt, aber auch gezielte Werbemöglichkeiten und Karriereseiten für das Employer Branding. Mit Hilfe der „Smart-Matching“-Funktion können beispielsweise Kandidaten identifiziert werden, die ähnliche Qualifikationen besitzen wie die Top-Performer im eigenen Unternehmen. Insgesamt setzen bereits 29 der 30 DAX-Unternehmen auf LinkedIns Rekrutierungs- oder Marketinglösungen, aber auch führende Mittelständler wie die Hager Group.

Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit: https://business.linkedin.com/de-de/talent-solutions/c/16/5/wie-deutsche-unternehmen-dem-fach-und-fuhrungskrafte?src=gen-sls

Die interaktive Infografik mit der Verteilung der häufigsten Fähigkeiten in Europa finden Sie hier:

* FEB/MÄR 2016, computergestützte telefonische Befragung, Personalentscheider oder Geschäftsführung/Vorstand, 2013: 1.409 Befragte, 2014: 1.030 Befragte, 2016 (aktuelle Umfrage): 986 Befragte, geschichtete Zufallsstichprobe, nach Branchen und Größenklassen repräsentative Gewichtung für Unternehmen ab 50 Mitarbeitern in Deutschland 

LinkedInvernetzt weltweit Fach- und Führungskräfte und hilft ihnen dabei, produktiver und erfolgreicher zu sein. Zudem verbessert das Online-Businessnetzwerk nachhaltig die Rahmenbedingungen für Personalsuche, Marketing und Vertrieb. LinkedIns Vision ist der Economic Graph, ein globales Netzwerk von qualifizierten Fachkräften, das jedem Mitglied neue Karrierechancen eröffnen kann. LinkedIn hat insgesamt mehr als 400 Millionen Mitglieder. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz erreichte LinkedIn im April 2016 acht Millionen Mitglieder.

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