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LinkedIn Personaler-Studie: Beziehung zu Kollegen wichtiger als Gehalt

Pressemitteilung   •   Okt 20, 2016 10:26 CEST

Infografik zur Zufriedenheitsstudie

München, 20. Oktober 2016 – Eine Umfrage* von LinkedIn, dem weltweit größten Business-Netzwerk, hat ergeben, dass die Berufstätigen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern am zufriedensten sind. So geben 56,3 Prozent der in Deutschland Befragten an, „erfüllt“ oder „sehr erfüllt“ in ihrem Job zu sein. Von diesem Ergebnis dürften die befragten HR-Verantwortlichen überrascht sein, denn sie glauben, dass jeder Vierte ihrer Mitarbeiter „gar nicht“ oder „nicht sehr erfüllt" von dem Job ist. Außerdem schätzen HR-Experten die Faktoren anders ein, die zur Zufriedenheit der Arbeitnehmer beitragen.

„Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ist es unabdingbar, dass Unternehmen für eine grundlegende Zufriedenheit der Mitarbeiter sorgen, um Arbeitskräfte an sich zu binden“, so Barbara Wittmann, Direktorin Talent Solutions und Mitglied des Führungsteams bei LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz. „Da sind sich auch unsere befragten HR-Verantwortlichen einig: 56,9 Prozent sind der Meinung, dass glückliche Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben. Außerdem denken 77,3 Prozent, dass diese Mitarbeiter produktiver sind und als Markenbotschafter für das Unternehmen fungieren.“

Diskrepanz zwischen gedachter und tatsächlicher Zufriedenheit

Dieses Ergebnis dürfte die HR-Verantwortlichen freuen: Sie schätzen die Erfüllung ihrer Mitarbeiter wesentlich geringer ein, als diese tatsächlich ist. So gehen die Personaler davon aus, dass jeder vierte Mitarbeiter „gar nicht“ oder „nicht sehr erfüllt“ ist, tatsächlich ist das nur bei jedem Zehnten der Fall. Frauen liegen bei der Jobzufriedenheit etwas hinter den Männern, sowohl bei der tatsächlichen Zufriedenheit, als auch bei der von den HR-Verantwortlichen geschätzten.

Gehalt von HR-Verantwortlichen überbewertet

Wenn es darum geht, welche Faktoren zur Zufriedenheit der Deutschen im Job beitragen, schätzen die HR-Experten den Faktor „Gehalt“ als wichtigsten ein (45 Prozent), gefolgt von der Beziehung mit den Kollegen (32,5 Prozent) und der Beziehung zum Vorgesetzten (28,2 Prozent). Befragt man allerdings die Arbeitnehmer, ergibt sich ein anderes Bild: Um am Arbeitsplatz glücklich zu sein, steht für sie die Beziehung zu den Kollegen an erster Stelle (37,6 Prozent), gefolgt von Gehalt (35 Prozent) und der Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen zu können (31,4 Prozent). Den letzten Punkt unterschätzen die Personalfachkräfte, in ihrer Einschätzung kommt dieser erst an neunter Stelle mit einer Zustimmung von 12,9 Prozent.

Neue Features: LinkedIn Career Pages und Open Candidates

Personen, die auf Jobsuche sind, informieren sich vorrangig im Internet. Deshalb ist es wichtig für das Employer Branding, online die Unternehmenskultur sowie -werte stringent zu kommunizieren. Dafür hat LinkedIn jetzt die LinkedIn Career Page vorgestellt, auf der Unternehmen eigene Inhalte (auch von Mitarbeitern) ganz einfach ausspielen können, um potentiellen Bewerbern bessere Einblicke zu gewähren. Außerdem bekommen Besucher der Career Pages auf ihre aktuelle Position zugeschnittene, freie Stellen im Unternehmen angezeigt und können mit der ‚Meet the Team‘-Funktion bereits die LinkedIn Profile der potentiellen neuen Kollegen ansehen. Recruiter wiederum können sehen, wer ihre Career Page besucht hat und diese Personen gezielt ansprechen. In Pilotprojekten wurde getestet, dass Besucher der Career Page eines Unternehmens mit einer fast dreimal höheren Wahrscheinlichkeit auf die Anfrage eines Recruiters aus diesem Unternehmen reagieren.

Ein weiteres neues Feature ist Open Candidates. Die Funktion erlaubt es Mitgliedern, Recruitern zu signalisieren, dass sie auf Jobsuche sind – ohne dass es öffentlich sichtbar auf dem Profil zu sehen ist. Dieses „stille Handheben“ wird nur den Personen mit Recruiter-Profil angezeigt, die nicht im selben Unternehmen des Mitglieds arbeiten, das angibt ein „Open Candidate“ zu sein.

Employer Branding stärken

Um den Wert ihrer Arbeitgebermarke zu erhöhen, hat Barbara Wittmann folgende Tipps für Unternehmen:

  • Arbeitgebermarke online stärken: Der Großteil der Jobsuchenden schaut sich ganz genau die Unternehmenswebsite oder die Unternehmensseite auf LinkedIn an, bevor sie sich bewerben. Unternehmen sollten also sichergehen, dass dort deutlich wird, warum genau sie ein toller Arbeitgeber sind.
  • Sich bewusst sein, wofür man steht: Zwei Drittel (59,2 Prozent) der befragten Deutschen würden nicht in ein Unternehmen wechseln, dessen Werte sie nicht kennen oder sich mit diesen nicht identifizieren können. Es ist also wichtig darzustellen, wofür das Unternehmen steht und was es bedeutet, dort zu arbeiten.
  • Nicht nur sprechen - handeln: Fotos und Videos eignen sich perfekt, um die Unternehmenskultur und den Unternehmensalltag mit den Mitarbeitern als Protagonisten authentisch darzustellen. Und es war nie leichter und kostengünstiger, Alltagssituationen mit einer Smartphone-Kamera einzufangen und dann über die sozialen Netzwerke zu teilen.
  • Mitarbeiter als Markenbotschafter: Über das Netzwerk von Mitarbeitern ist jedes Unternehmen mit einer großen Anzahl an potentiellen neuen Mitarbeitern verbunden. Um Mitarbeiter zu Markenbotschaftern zu machen, sollte man ihnen interessante und relevante Inhalte wie Neuigkeiten aus dem Unternehmen zur Verfügung stellen, die sie über ihre Kanäle teilen können.

* * *

*Censuswide hat im Rahmen der „Work Satisfaction Studie” von LinkedIn über 10.000 Fach- und Führungskräfte und 3.500 HR-Verantwortliche in Deutschland, Frankreich, Kanada, Australien, Singapur, Niederlande, UK und USA befragt. In Deutschland wurden dafür im Juli 2016 1.000 Personen und 503 HR-Verantwortliche interviewt.

Das 2003 gegründete Businessnetzwerk LinkedIn vernetzt weltweit Fach- und Führungskräfte und hilft ihnen, produktiver und erfolgreicher zu sein. Mit über 200 Millionen Mitgliedern, darunter die Top-Entscheider aller Fortune 500-Unternehmen, ist LinkedIn das größte Online-Netzwerk für Berufstätige. Das Unternehmen verfügt über ein diversifiziertes Geschäftsmodell mit Einnahmen aus den Bereichen Recruiting-Lösungen, Werbevermarktung und Mitgliederbeiträge. Der Hauptsitz von LinkedIn befindet sich in Mountain View, Kalifornien. Das Unternehmen hat 22 Niederlassungen weltweit, die deutsche Niederlassung befindet sich in München.

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