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Mauritius – multiethnisches Land, multiethnische Feste

Pressemitteilung   •   Dez 20, 2013 09:00 CET

Auf der Insel mit kolonialer Vergangenheit leben verschiedene Religionen und Kulturen nicht nur einträchtig miteinander, sondern feiern häufig auch gemeinsam

Die gemischte Bevölkerung auf Mauritius, die in der kolonialen Vergangenheit der Insel begründet liegt, spiegelt sich bis heute in der äußerst vielfältigen Kultur des „Schmelztiegels“ wieder: Hindus, Kreolen, Chinesen, Muslime und Europäer leben hier einträchtig miteinander – und feiern gemeinsam! So multiethnisch wie das Land, so auch seine Feste.

Neben feststehenden Feiertagen wie Neujahr, Mariä Himmelfahrt und Weihnachten (meist ganz klassisch, mit Christbaum, Weihnachtsmann und Geschenken) feiern die Bewohner jedes Jahr am 1. Februar die Abschaffung der Sklaverei, gefolgt vom Unabhängigkeitstag am 12. März. An diesem Tag trägt jede religiöse Gemeinschaft ihren Teil zum Fest bei und sogar die Polizei präsentiert sich mit einer spektakulären Parade. Zwei weitere feststehende Feiertage fallen auf den Tag der Arbeit am 1. Mai und die Ankunft der ersten indischen Gastarbeiter auf Mauritius am 2. November, wenn die Bevölkerung der Immigranten gedenkt, die im Jahre 1834 als Zwangsarbeiter auf die Insel kamen.

Die übrigen gesetzlichen Feiertage sind religiöse Feste diverser Bevölkerungsgruppen. Im Gegensatz zu den feststehenden Feiertagen ändern sich ihre Daten von Jahr zu Jahr. Während die Volksgruppen ihre überlieferten Tänze und Riten das ganze Jahr über praktizieren, richtet sich der Zeitpunkt dieser Feierlichkeiten nach dem Mondkalender. Es ist somit lediglich möglich, einen groben Zeitraum anzugeben, in dem die in Folge dargestellten, ausgewählten Feste in den Jahren 2014 bis 2015 stattfinden werden.

Dezember-März

Zwischen Dezember und Februar findet der Feuerlauf statt, bei dem gläubige Tamilen nach zehn Tagen des Fastens, der Meditation und des Gebets zum Tempel gehen, um dort über eine mit glühenden Kohlen gefüllte Grube zu laufen. Ihre Füße kühlen sie anschließend in einem Milchbad ab.

Beim Chinesischen Neujahrs- oder Frühjahrsfest im Januar oder Februar werden weder Schere noch Messer benutzt und überall ist die Farbe Rot zu sehen, wenn Nahrungsmittel angehäuft werden und Verwandte und Freunde kleine rote Briefe mit Geldgeschenken (Foong Pao) erhalten. Das Fest wird ergänzt durch bunte Feuerwerke, die böse Geister vertreiben, bevor Paraden und Tänze in der Hauptstadt Port Louis es nach fünfzehn Tagen beenden.

Im Januar oder Februar findet mit dem Cavadee das eindrucksvollste Fest der Tamilen statt. Die Gläubigen durchstechen ihre Zungen und Wangen mit Nadeln, bevor sie Buße tun. Das Fest hat seinen Namen vom Holzbogen „Cavadee“, der mit Blumen und Spiegeln verziert und mit Milchtöpfen behängt getragen wird, bevor eine Gottheit im Tempel damit übergossen wird.

Das Holi Fest der Hindus stellt das wohl farbenprächtigste Event des Jahres dar und hat in den vergangenen Jahren auch in Deutschland Anklang gefunden. Im Februar oder im März bespritzen sich die Feiernden auf Mauritius mit gefärbtem Wasser und bewerfen sich mit Puder, um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen.

Juni-September

Am gesetzlichen Feiertag Id-El-Fitr, der zum Ende des Fastenmonats Ramadan begangen wird, gedenken die Muslime der Insel Abraham. Sie beten in Moscheen, feiern im Kreise ihrer Familien, spenden für die Armen, beschenken sich gegenseitig und legen gute Vorsätze für die Zukunft fest.

Im September kommen Menschen aller Glaubensrichtig in der Kirche Sainte Croix am Grabmal von Pater Jacques Désiré Laval in der Hauptstadt zusammen - einem Heiligen, der besondere Heilkräfte haben soll. Im Rahmen der Père-Laval Festlichkeiten finden religionsübergreifende Pilgertouren statt, die nicht selten sehr inbrünstig ausfallen.

Oktober-November

Divali, das hinduistische Lichterfest, stellt das fröhlichste aller Hindu-Feste dar. Im Oktober oder November gedenken die Feiernden alljährlich des Sieges Ramas über Ravana und der Vernichtung des Dämonen Narakasuran durch Krishna. Zu diesem Anlass stellen sie Öllampen vor ihre Häuser und ziehen mit Trommeln, Kerzen und Fackeln durch die Straßen. Gleichzeitig bleiben Fenster und Türen den ganzen Tag über weit geöffnet, um das Glück ins Haus zu lassen. Divali stellt ein weiteres Beispiel für ein Fest dar, das von vielen Mauritiern gemeinsam gefeiert wird - ganz unabhängig von ihrer Religion.

Weitere Informationen zu Mauritius unter www.tourism-mauritius.mu.

Kurzinfo Mauritius

Mauritius liegt im Indischen Ozean, etwa 800 Kilometer östlich von Madagaskar. Die Vulkaninsel ist berühmt für die Herzlichkeit seiner multikulturellen Bevölkerung, für weiße Sandstrände sowie für erstklassige Hotels. Dank des subtropischen und beständig warmen Klimas ist Mauritius ein ganzjähriges Urlaubsziel. Die Insel ist ideal für Wassersportler, Golfer, Wanderer, Kulturliebhaber, Wellness-Gäste, Hochzeitspaare und für Familien.

Direktflüge von Deutschland dauern ungefähr elf Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Mauritius lediglich zwei Stunden. Besondere Impfungen sind nicht notwendig. Hauptstadt der repräsentativen Demokratie ist Port Louis. In Mauritius und auf der dazugehörenden Insel Rodrigues wohnen 1,2 Millionen Menschen. Hindus, Muslime und Christen leben in dem Inselstaat friedlich miteinander. Englisch ist die offizielle Amtssprache. Im Alltag wird neben Englisch auch Französisch und Kreolisch gesprochen. Weitere Informationen zu Mauritius unter www.tourism-mauritius.mu

Die Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA) ist eine halbstaatliche Organisation, die 1996 per Gesetz (dem MTPA Act) geschaffen wurde. Die Organisation arbeitet auf Weisung des Ministeriums für Tourismus, Freizeit und Außenkommunikation.

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