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Erreichbarkeit im Urlaub?!

Blog-Eintrag   •   Aug 10, 2015 15:21 CEST

Gibt es überhaupt ein Leben nur offline? Einmal laut gedacht: Nein. Natürlich sind wir ständig online und vernetzt. All die Nachrichten, die im Minutentakt auf dem Handy eingehen, piepsen und vibrieren, der reflexartige Griff zum Telefon, das Einschlafen mit der Lieblingsapp – alles Selbstverständlichkeiten in unserer hyperkonnektiven Welt. Die gute und die schlechte Nachricht zugleich: Man ist nie alleine und nie so richtig weg. Selbst im Urlaub nicht.

In diesem Sommer bleiben fast drei Viertel aller Berufstätigen in Deutschland für berufliche Aspekte erreichbar – ein Rekord. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Branchenverbandes Bitkom hervor. Demnach sind 72 Prozent über mindestens einen Kanal erreichbar. Am gängigsten ist dabei das Telefon, an das zwei Drittel gehen. Kurznachrichten lesen und versenden 58 Prozent und auch berufliche E-Mails sind für fast die Hälfte (48 Prozent) demnach kein Tabu:

 
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Fest steht: Urlaub ist heute nicht gleich Urlaub. Die neuen Medien verändern unser Kommunikationsverhalten mit Chefs und Kollegen, auch in der Freizeit. Einerseits bieten sie die Chance, für Notfälle auch digital erreichbar zu sein und auf dem Laufenden zu bleiben, andererseits muss man aber auch abschalten können. Nur, wie geht das in der modernen Medienlandschaft? Wie findet man die goldene Mitte zwischen Erreichbarkeit und Entspannung? Hier unsere Tipps für die beste Balance, mehrfach ausprobiert:

Ganz oben in der Liste: Abwesenheit kommunizieren

Je mehr Kollegen über die bevorstehende Abwesenheit Bescheid wissen, desto weniger Kollegen werden während der Urlaubszeit stören. So einfach ist es. Wichtig dabei: Es reicht nicht, eine Abwesenheitsnotiz fünf Minuten vor dem Urlaub zu schreiben, sondern die Kollegen früh genug – egal ob via Internet oder live – auf eigene Initiative zu informieren.

Absolut notwendig: Abwesenheit planen

Eine von vielen gehassten Aufgabe – Übergaben vorbreiten und schreiben. Leider absolut notwendig, wenn Ihr im Urlaub nicht wegen Kleinigkeiten gestört werden wollt. Noch besser ist es eine bereits schriftlich vorbereitete Übergabe auch mündlich zu kommunizieren – doppelt hält besser.

Das richtige Medium für Urlaubskommunikation: Internet

Das Telefon als Kommunikationskanal mit Kollegen sollte im Urlaub ein absolutes No-Go sein. Selbst das Gefühl, dass man jederzeit angerufen werden kann, ist anstrengend. Deshalb: Wenn Ihr erreichbar bleibt, dann nur digital. Nur so kann man das Timing der Kommunikation selber bestimmen.

Mail-Programm aus!

Angenommen Ihr wollt unbedingt mal in die Mails schauen: Vermeidet Unterbrechungen, die Ihr nicht selber geplant habt. Im Urlaub muss man ja nicht alles live verfolgen. Deshalb ist es absolut sinnvoll, entsprechende Benachrichtigungen auf Handy und ggf. Laptop oder Tablet abzustellen, denn die wenigsten Menschen können ihnen widerstehen. Besser: E-Mails nur in selbst bestimmten, möglichst größeren Zeitintervallen lesen oder gar deren Abholfrequenz auf einen längeren Zeitraum einzustellen.

Für alle, die nicht “ganz weg” sind: Zeitfenster für Kommunikation bestimmen

Wer partout nicht auf die Erreichbarkeit verzichten kann und will, sollte seinen Kollegen bestimmte Zeitfenster sagen, in denen sie sich melden dürfen oder in denen man seine E-Mails checkt. Erlaubt ist jede Uhrzeit, die in den Urlaubsalltag passt, aber nicht vergessen: sie sollte mit der Familie oder dem Partner abgesprochen sein.

Wie seid Ihr in Eurem Urlaub erreichbar? 24/7 auf allen Kanälen, nur digital oder gar nicht? Schreibt uns ein Kommentar.

Kommentare (1)

    Ein sehr guter Beitrag, der hilfreich und sensibel mit dem Thema umgeht. Es wird Zeit für einen "Knigge" zum Umgang mit E-Mail, Telefon und Co.,im Geschäftsleben- nicht nur im Urlaub sondern auch zum Feierabend und am Wochenende. Ihren Hinweis kann ich nur bestätigen: Kommunikation ist das "A und O" -Dann kann man ruhig online bleiben und die berühmte Ausnahme von der Regel machen.

    - Thomas Hannes - 10.08.2015 22:39 CEST

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