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Gute Vorsätze für das neue Jahr: #Nichtstun2018 gegen den Optimierungswahn in der PR Branche

Blog-Eintrag   •   Jan 22, 2018 10:30 CET

Einfach mal entspannt bleiben- unser Motto für dieses Jahr: #Nichtstun2018

Kennen Sie den „Blue Monday“? Laut einer Formel des britischen Psychologen Cliff Arnall ist der 3. Montag des neuen Jahres der Tag, an dem die meisten mit ihren Vorsätzen brechen. Wir finden: Machen Sie ruhig weiter. Da wir in letzter Zeit genug Artikel über nett gemeinte „Optimierungsvorschläge“ gelesen haben, möchten wir Ihnen ein paar Gedankenanstöße sowie konkrete Tipps liefern, was Sie dieses Jahr besser lassen sollten. Für mehr Zeit, die Sie sinnvoller nutzen können.

1. Ad-hoc Contentplanung

Das ist schon so ein Widerspruch für sich: Ad-hoc und „Planung“. Niemand kann aus dem Stegreif ein durchdachtes Konzept entwickeln, das dann auch noch erfolgreich sein soll.* Und niemand will das Ergebnis, das aus einer solchen Hauruck Aktion entsteht, ernsthaft lesen. Seien Sie ehrlich mit sich selbst und geben Sie zu, dass Sie eine gute Gelegenheit verpasst haben, rechtzeitig guten Content zu planen, und lernen Sie daraus. Für das nächste Mal empfehlen wir eine Revision des Vorjahres und einen Content-Plan mit den wichtigsten, sich wiederholenden Highlights, zu denen Sie unbedingt etwas beitragen möchten.

*Wenn doch – bitte liefern Sie uns unverzüglich Ihre Kontaktdaten!

2. Etwas Neues wagen

Nein, wir sind keine Verfechter von altbackenen Konzepten, langweiligen Pressemitteilungen oder unkreativen Pitches. Aber: Es gibt Dinge, die haben sich zu Recht bewährt. Und es gibt Dinge, die sollte man einfach lassen. Wir plädieren für Innovation, aber bitte mit Verstand – und nicht, um hip oder trendy zu wirken und „einfach mal dabei zu sein.“ Das ist peinlich und anstrengend umzusetzen, weil meist nicht mal ein Bezug zum Unternehmen besteht (wir erinnern an den Einhorntrend 2017, der bis ins Unermessliche ausgeschlachtet wurde) und zerstört Ihre Glaubwürdigkeit in Sekundenschnelle.

3. Schlechte Pitches schreiben

Sie haben einen schlechten Tag, müssen aber einen Artikel pitchen? Lassen Sie es lieber. Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht mit einem Pitch, der unmittelbar für den digitalen Papierkorb geschrieben wird. Geben Sie den Pitch ab, wenn es eilt. Wenn nicht: Nehmen Sie sich die Zeit und denken Sie über den richtigen Blickwinkel* nach, der Ihrem Kontakt wirklich von Nutzen sein wird. Ihr Kontakt wird es Ihnen danken – und Ihre Reputation können Sie auch schonen. Win-Win!

*Wir haben hierzu ein kurzes E-Book entwickelt, das die wichtigsten Faktoren für einen perfekten Pitch zusammenfasst. Von Journalisten für Kommunikatoren. Hier entlang!

4. Influencer anschreiben – und keine Gegenleistung bieten

„Wir haben ein tolles Produkt, das Sie gerne kostenlos testen können. Die einzige Bedingung: Liefern Sie uns bitte einen positiven Testbericht und bewerben Sie diesen bestenfalls auf Ihren Social-Media-Channels. Da das Produkt ja bereits einen Wert von rund 800 Euro hat, verzichten wir auf eine Vergütung.“

Oder:

„Wir sind derzeit auf der Suche nach Gastbeiträgen. Hätten Sie Interesse, ein Thema Ihrer Wahl in unserem Unternehmensblog zu schreiben? Wir bieten Ihnen dafür eine reichweitenstarke Plattform von rund 500 Lesern!“

Solche oder ähnliche Anfragen erhalten Influencer tagtäglich in ihrem Mailfach. Sofern diese nicht bereits überzeugte Nutzer Ihres Produkts sind, wird Ihre Mail ganz schnell im Papierkorb landen und im besten Fall vergessen sein. Im schlechtesten Fall wird dadurch eine negative Assoziation mit Ihrer Marke entwickelt. Deshalb plädieren wir: Informieren Sie sich, bevor Sie Influencer Ihrer Branche anschreiben, über die gängige Vergütung. Verspielen Sie sich die hervorragenden Kooperationsmöglichkeiten nicht mit typischen Anfängerfehlern und überlegen Sie sich, wie viel Ihnen eine gute Zusammenarbeit wert ist.

5. Beziehungen halbherzig angehen

Unsere aktuelle Studie beschäftigt sich mit der Unzufriedenheit, die Journalisten hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Kommunikatoren empfinden.Dieser Frust entsteht deshalb, weil der Beziehungspflege im Alltagswahnsinn keine Priorität zuteil wird und sich dafür nicht genug Zeit genommen wird. Journalisten bekommen so den Eindruck, dass sich Kommunikatoren nur melden, wenn sie eine Story veröffentlichen wollen. Mit unseren Tipps aus dem E-Book und der Checkliste, die Ihnen eine erste Stütze sein soll, können Sie also aufhören, etwas ohne Gegenleistung von Journalisten zu erwarten - und anfangen, eine echte Beziehung zu Ihnen aufzubauen.

Sind Sie bei unserer kleinen Challenge dabei? Tweeten Sie uns gerne Ihre Fortschritte! Unter #Nichtstun2018 sammeln wir alle Beiträge rund um das „Sein lassen“. Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie Sie einfach mal versuchen, sich nicht ständig zu optimieren.

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