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Im Duett: Marketing & PR in der digitalen Ära

Blog-Eintrag   •   Mai 09, 2016 09:54 CEST

Inzwischen weiß es jeder: Fürs Marketing ist der Kunde König, für PR – der Journalist. Während Marketing primär das Ziel hat, Produkte und Leistungen zu verkaufen, hat PR im Wesentlichen die Aufgabe, das Image des Unternehmens positiv zu gestalten. Zwei klare Aufgaben, zwei klare Zielgruppen. Zwei Welten, die relativ unabhängig von einander scheitern oder Erfolge erzielen konnten. Alles wunderbar strukturiert.

Dann aber kommt die Superkraft Digitalisierung und wirft dieses Konzept über Bord. Fast alle sind online, auch mobil, folglich sinkt die Reichweite der klassischen Medien wie Tageszeitungen und TV. 

Synergie statt Silo

Marketing und PR müssen sich nun dringend neu erfinden: Wer kommuniziert jetzt eigentlich online? Wer bestimmt, was in Social Media gepostet wird? Wer produziert überhaupt den Content? Beide Disziplinen können nicht mehr solo agieren. Sie sollten sich am besten sofort leidenschaftlich in einander verlieben und im Duett arbeiten. Nur: Wie geht das? Wir haben ein paar konkrete Tipps: 

1. Gemeinsame Meetings

Liegt eigentlich auf der Hand, aber vor allem in größeren Unternehmen eher selten der Fall. Thema der regelmäßigen Austauschrunden können unter anderem auch die Online-Aktivitäten sein – ein Bereich, in dem sich die Kompetenzen oft überschneiden. Wer postet was auf welcher Plattform und mit welchem Ziel? Eine Schlüsselfrage könnte zum Beispiel sein, ob die Botschaft eher Kunden oder eher Journalisten erreichen soll. Im ersten Fall hätte das Marketing die Oberhand, im zweiten wohl die PR-Abteilung. Dass solche Meetings ziemlich erfolgreich sein können, zeigt das Beispiel Microsoft. Der weltweit größte Softwarehersteller hat einen sog. Social Media Council eingerichtet. Dort treffen sich Vertreter aller relevanten Unternehmensbereiche und diskutieren über die übergeordnete Social-Media-Strategie.

2. Think big, think crossmedia

Ob Owned, Earned oder Payed: Die einzelnen Kanäle wachsen zusammen, die Schnittstellen werden größer und die Kommunikation muss auf allen Ebenen stattfinden. Wer die einzelnen Kommunikationskanäle vereint, wird die viralen Möglichkeiten der Medien für sich nutzen können. Und nur wenn Marketing und PR eng zusammen arbeiten, können wirklich alle Medien, von der klassischen Tageszeitung bis zu Pinterest, gedeckt werden und eine Crossmedialität erzielt werden. Aber noch einmal: Es muss klar sein, wer / wann / wo im Web kommuniziert. Ein konkreter Plan, eine genaue Dokumentation und spätere Evaluation der Aktivitäten sind wichtige Voraussetzungen zum Erfolg.

3. Kooperation mit externen Multiplikatoren

Die Zusammenarbeit mit inhaltlich verwandten und relevanten Influencern und Opinion Leadern wird immer wichtiger und kann ein entscheidender Bestandteil einer gemeinsamen, abteilungsübergreifenen Kommunikationsstrategie werden. Denn: Multiplikatoren sind nicht nur lukrativ. Als feste und klar definierte Zielgruppe diverser Abteilungen im Unternehmen können sie der erste Schritt zu einer perfekten Synergie der einzelnen Bereiche sein. Ob Youtube-Stars oder Instagram-Queens, sie können alle werte Partner ihrer Kommunikationsziele sein - von der Creation bis zur Distribution der PR- und Marketing-Inhalte. Wer diese Influencer sind und wie man sie schnellstmöglich für sich gewinnen kann, zeigt unser Whitepaper “Influencer Relations 3.0”. Dort erwarten Sie die Auswertung einer internationalen Studie und viele Praxisbeispiele.

4. Content statt Corporate

Ob mit einem eigenen Online-Magazin wie Coca Cola Journey oder mit einem eigenen YouTube-Kanal wie der von der Drogeriekette dm: Content spielt bei den großen Playern eine zunehmend wichtige Rolle. Auch die Unternehmenskommunikation ist immer mehr inhaltsbetrieben: Es geht weniger darum, sich als Unternehmen zu profilieren, als vielmehr einen Content anzubieten, für welchen das Unternehmen steht. Selbstproduzierte Inhalte stehen nicht nur im Mittelpunkt des Marketings sondern auch im Mittelpunk der PR. Eine gemeinsame Aufgabe könnte sein, das Unternehmen in ein Medium zu verwandeln. Verschiedene Medienkanäle und -formate würden sich dabei je nach Ziel ergänzen. Die inhaltliche Expertise der PR und das Vermarktungs-Know-How des Marketings zusammen werden die Medienlandschaft eh bald verändern - durch Owned Media. Seien Sie dabei.

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