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Im Kopf der Millenials

Blog-Eintrag   •   Jan 05, 2016 14:11 CET

Junge Beschäftigte verlangen eine neue Arbeitswelt. Ihre Ansprüche verändern die Markenkommunikation und gar die gesamte Wirtschaft. Egal wie man sie nennt – Digital Natives, Millennials oder Generation Y – sie werden im neuen Jahr eine Schlüsselrolle für Marken und Unternehmen spielen. Geboren im Zeitraum von etwa 1980 bis 1999 zählen die Millennials circa eine Milliarde Menschen weltweit, sind inzwischen erwachsen, haben zum Teil schon Kinder bekommen, erfolgreich Karriere gemacht und besitzen eine vergleichsweise hohe Kaufkraft. Noch mehr: Sie gelten als Alpha-Influencer in vielen Bereichen und haben einen unglaublich mächtigen Einfluss auf die Bildung der öffentlichen Meinung, vor allem dank der Social-Media-Kanäle. Deshalb unsere erste wichtige Message an Euch im neuen Jahr: Unterschätzt die Bedeutung der Millennials nicht.

Wertewandel

Die Generation Y ist inmitten der technologischen und wirtschaftlichen Vorteile des Internetzeitalters aufgewachsen. Werbung hat sie von Beginn an begleitet, aus diesem Grund nehmen die Umdiedreißigjährigen nur Themen auf, die hervorstechen und sie direkt ansprechen. Sie sind glücklicher, wenn sie ihr Leben und ihre Zukunft aktiv gestalten und beeinflussen können. Sie wollen Spaß haben, schnell vorwärtskommen, dabei weniger Zeit in ihrem Job verbringen und nebenbei auch noch die Welt retten. Dabei empfinden sie die Freiheit, die Grundsteine des künftigen Lebens selbst zu legen, oft als Fluch und Segen zugleich. Sie sind verunsichert und empfinden eine starke Sehnsucht nach finanzieller Absicherung als sie frühere Generationen verspürten. Dieses auf den ersten Blick widersprüchliche Bild einer gleichermaßen egozentristischen, bodenständigen und ausgesprochen sozialen Bevölkerungsgruppe zeichnen die Ergebnisse der Studie “The Pursuit of Happiness – Germany 2016”, bei der über 500 junge Erwachsene aus Deutschland an qualitativen wie quantitativen Befragungen teilgenommen haben. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

1.) Für mehr als die Hälfte der befragten Millennials spielen die eigenen Vorlieben und das Verwirklichen ihrer Träume einen hohen Stellenwert in ihrem Leben; 62 Prozent haben sich sogar im vergangenen Jahr entsprechende Ziele gesetzt. 70 Prozent gaben an, dass sie sorgsam mit ihrem Geld umgehen und zum Teil auch für die Zukunft etwas beiseitelegen:

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2.) Für eine große Mehrheit, 74 Prozent, hat aber auch die finanzielle Stabilität einen hohen Stellenwert. Hier haben sich 69 Prozent konkrete Ziele oder Zwischenziele gesetzt:

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Marketing-Tipps für Millennials 2016

Mit anderen Worten: Die Millennials wollen alles auf einmal und zwar so, dass dieses Alles immer hoch individuell aussieht und jedes Mal anders erreicht wird. Was bedeutet diese Ausgangssituation für Unternehmen, die die Generation Y als wichtige Zielgruppe ansprechen wollen? Wir – und vor allem die Millennials unter uns – haben einige Ideen aus eigener Erfahrung:

  • Authentische Inhalte

Die Generation Y verbringt so viel Zeit online wie keine andere Generation zuvor. Sie liest Webseiten, Blogs und Social Media, weil sie sich durch die Information gestärkt fühlt. Sie share-t, like-t, pinn-t, tweet-et, snap-t und kommentiert alles, was sie beschäftigt – in der Überzeugung, dass sie dadurch das Web zu einem besseren Ort macht. Alles, was authentisch erscheint – Produktbewertungen, Meinungen, Erfahrungsberichte – spielt für Generation Y eine wichtige Rolle. Für Marken heißt das, dass sie die Millennials-Sprache sprechen lernen sollten. Wenn die Marketing-Inhalte wie “aus dem Mund” eines Millennials kommen, werden diese Inhalte höchstwahrscheinlich von Millennials ge-like-t und ge-share-t.

  • Inbound- statt Outbound-Marketing

Im klassischen Outbound-Marketing werden Nachrichten an Kunden gesendet, wie es per Radio- oder TV-Werbung, Flyern und klassischer Werbung üblich ist. Diese Methoden funktionieren bei Millenials heute schon mal gar nicht und in Zukunft noch weniger. Stattdessen sollte man lieber Inbound-Marketing-Strategien betreiben – Methoden, die darauf basieren, von Kunden aktiv gesucht und gefunden zu werden. Einige Instrumente des Inbound-Marketings sind Content Marketing, SEO, Conversion Optimierung und Guided Selling. E-Books, Whitepapers, Blog Posts, Videos und andere “How-To”-Informationen sind klare Inbound-Marketing-Produkte, die bei Millennials gut ankommen. Vergesst alle aggressive Werbespots und blinkende, hartnäckige Banner, die zum Kaufen auffordern – diese finden Millennials absolut oldschool.

  • Interaktivität als Schlüssel

Vertreter der Generation Y beteiligen sich gern an kreativen Prozessen und haben nichts dagegen, Produkte und Dienstleistungen mitzuentwickeln. Frühere Generationen haben immer fertig produzierte Güter direkt konsumiert – das, was angeboten wurde, wurde auch so gekauft, ohne darüber nachzudenken, dass es auch Alternativen geben könnte. Die Millenials brauchen die Möglichkeit, die von ihnen gekauften Produkte zu personalisieren und am Produktionsprozess teilzunehmen. Marketing-Abteilungen sollten also dringend mit den Kunden in Dialog treten und alle Kommunikationskanäle 24/7 nutzen, damit sie die Kundenstimme immer lauter hören und davon profitieren können.

  • Benutzen statt besitzen

Für Generation Y ist nicht mehr wichtig, etwas zu besitzen. Die Konsumenten von heute würden eher mieten, teilen oder ausleihen statt direkt nur für sich zu kaufen. In dieser neuen “Shared Economy” spielen mobile Dienstleistungen und Apps wie Spotify, Airbnb oder Rent The Runway, eine enorm wichtige Rolle. Und eine gute Nachricht für neue Start-up-Ideen: Dieser Mark hat noch diverse Lücken, die zu füllen sind, zum Beispiel in Bereichen wie Car- oder Techsharing.

  • Der Spaßfaktor

Noch nie war der Weg wichtiger als das Ziel. Selbst beim Online-Shopping ist für Millennials das Erlebnis wichtiger als das Produkt, das am Ende im Warenkorb steht. Erfolgreiche Unternehmen haben bereits verstanden, dass eine gute Online-Präsenz häufig mit hohen Gewinnzahlen zusammenhängt. Je sozialer, interaktiver, witziger und inspirierender der Weg zum Produkt gestaltet ist, desto kürzer erscheint dieser Weg für die Kunden. Pinterest ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich reines Online-Shopping in eine Art persönliche Kreativität verwandeln kann. Die soziale Plattform hilft Usern, ihre Wunschprodukte und Einkaufstipps zu systematisieren und daraus Kollektionen bzw. Wishlists von bestimmten Hobbys, Produkten und Interessen mithilfe virtueller Pinnwände auszutauschen.

Bist du auch ein Millennial und hast eine gute Idee, wie sich Marketing-Strategien an Deine Bedürfnisse besser anpassen können? Oder gibt es etwas in aktuellen Kommunikationsstrategien, was Du nicht leiden kannst? Dann schreib uns einen Kommentar.

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