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Menschen bleiben Menschen

Blog-Eintrag   •  Okt 26, 2015 10:55 CET

Die Arbeit der Zukunft, die Zukunft der Arbeit – zwei Mega-Themen mit X Millionen Google-Ergebnissen. Prognosen, Tipps, Visualisierungen und ein Wettkampf um die besten Innovationsprodukte beherrschen schon seit Jahren alle Massenmedien. Jeder traut sich, in die Glaskugel zu schauen, und seine Vision der Welt zu erzählen. Warum sind wir eigentlich die ganze Zeit mit unserem “morgen” beschäftigt? Handelt es sich bei den “Vorhersagen” über die Zukunft der Arbeit nicht eher um spekulative Wünsche, die uns Industrie und Gesellschaft spekulativ erfüllen? Und wenn ja: Welche Vorhersage wäre dann die zuverlässigste von allen? Es gibt einfach zu viele Zukunftsvisionen, zu viele Details, zu viel Chaos. Und zu viel Unsicherheit – was, wann und warum.

Wir, als Kommunikationsunternehmen und Erfinder eines typischen Produkts für die Arbeit der Zukunft, haben eine einfache Meinung dazu. Eine von vielen, aber eine klare. Sie fängt dort an, wo unsere Vorstellung, wie die Arbeit nicht aussehen soll, endet. Nämlich mit diesem brillanten agentinischen Kurzfilm von Santiago Bou Grasso und Patricio Plaza. Nehmt Euch sechs Minuten Zeit und schaut Euch den Film an:

Deshalb unser Wunsch: Menschen bleiben Menschen, haben künftig mehr Zeit für kreative Aufgaben und arbeiten mehr für sich selbst. Die Rettung heißt Digitalität. Daraus resultieren unsere wichtigsten Zukunftsvisionen:

Vision Nr. 1 

Maschinen als Kollegen, Software als Freund

Automatisierte Vorgänge müssen nicht mehr von Menschen ausgeführt werden. Neue Integrationsformen zwischen Mensch und Maschine werden mehr Zeit für kreative Arbeit ermöglichen: Von Menschen, die Maschinen steuern, über Maschinen als Kollegen der Menschen bis zur Verschmelzung von Maschine und Mensch oder der kompletten Übernahme der Maschinen. Das Gleiche gilt auch für die virtuelle Realität: Manuelle Vorgänge, wie zum Beispiel Presseverteiler pflegen, Newsletter verschicken oder Texte korrigieren und layouten, entfallen und räumen mehr Zeit und Freiraum für mehr Schöpferkraft. Das nichtlineare Denken wird zur einzigsten Domäne des Menschen.

Vision Nr. 2

Qualität statt Quantität: Die Persönlichkeit im Mittelpunkt

Eine Folge unserer ersten Vision: In der Arbeitswelt von morgen wird es verstärkt darum gehen, wer man ist und nicht mehr darum, was man ist. Aus dem Arbeitnehmer wird ein neugieriger Mann, eine entschlossene Frau, ein kooperativer Teamleiter, ein Visionär werden. Es wird nicht mehr entscheidend sein, wie und wie viel man arbeitet, sondern was man erreicht. Für Arbeitgeber würde das heißen: Je schneller man sich vom 8-Stunden-Büro-Alltag ablöst, desto schneller wird die Zukunft kommen.

Vision Nr. 3

Kollektivität ohne Grenzen statt Individualismus

Büros werden in Zukunft vermutlich nur noch dem Networking dienen. Der Arbeitsplatz von morgen ist nicht mehr ein Ort und wird keine physische Ausprägung mehr haben. Das Web, der Cloud und die mobilen Geräte ermöglichen es, flexibel an jedem Ort und zu jeder Zeit zu arbeiten. Arbeitskräfte erbringen schon heute im Rahmen von Projektarbeit ihre Leistungen rund um die Welt – und die Uhr. Unsere Hoffnung: In naher Zukunft sind Qualifikationen global transparent und vergleichbar. Und ein mutiges Ziel: Arbeit könnte bald die gleiche Mobilität wie Kapital erlangen. Warum nicht.

Vision Nr. 4

Selbsmanagement statt Chefs

Der digitale Wandel wird die Führungskultur entscheidend verändern – wenn auch nicht komplett mit etwas Neuem ersetzen. Durch die wachsende Flexibilität der Aufgaben und Arbeitskräfte lösen sich traditionelle Arbeitsabläufe immer weiter auf. Selbstdisziplin und –management werden zur Kernqualifikation von Arbeitnehmern, Chefs werden zu Profi-Kommunikatoren, die immer transparenter und offener und weniger konfrontativ auf Vernetzung statt auf Hierarchien setzen, auf Agilität statt auf lange Planung. Zu den klassischen Chef-Skills, wie zum Beispiel Entscheidungsstärke und Konfliktkompetenz, kommen neue ‚must have’-Führungskompetenzen hinzu: exzellente Medienkompetenz, vernetztes Denken, emotionale Intelligenz. Und nicht zuletzt: Führungskräfte müssen lernen, auf Distanz zu führen und persönliche Bindung auch über unpersönliche technische Kanäle aufzubauen.

Vision 5:

Freiheit statt Sicherheit

Zunehmend fragen junge Arbeitnehmer nach Freiheit statt nach Dienstwagen, arbeiten lieber im Café als im Büro und machen ihr “eigenes Ding” statt sich fest anstellen zu lassen. Nicht nur die Technik, auch die Werte wandeln sich. Oder auch anderes gesehen: Weil sich die Technik entwickelt, können sich die Werte wandeln. So oder so: Die Digitalität, die flexiblen und von überall funktionierenden Arbeitstools und –formen sind nicht nur einfach irgendwelche kleine technische Fortschritte. Sie ermöglichen uns, in unserer Arbeit Menschen zu sein – wenn wir sie richtig und so schnell wie möglich nutzen. Aktualisiert Ihr Eure Presseverteiler noch manuell?

Dieser Blogartikel ist ein Beitrag zur Blogparade “Zukunft der Arbeit” der Bitkom KnowTech 2015.

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