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Mitarbeiter als Markenbotschafter – das Influencerprogramm aufsetzen

Blog-Eintrag   •   Nov 14, 2017 07:30 CET

Wie Sie eine Schulung aufsetzen, um Ihre Mitarbeiter zu Influencern zu machen. Mit Checkliste zum Ausdrucken.

In unserem letzten Beitrag hatten wir das Thema „Mitarbeiter als Influencer“ angesprochen. Heute möchten wir das Thema vertiefen und stellen uns die Frage: Wie setzt man eine Schulung für Mitarbeiter auf, die das Unternehmen in Social Media vertreten sollen? Welche Aspekte müssen beachtet werden und wie viele Vorschriften sind angemessen?

So können Sie Ihre Schulung strukturieren und diese Punkte sollte sie enthalten:

1. Kanäle und Zielsetzung, Zielgruppen vorstellen

Beginnen Sie mit einer Einleitung in die Welt der sozialen Medien: Die meisten werden bereits einen Bezug haben, dennoch ist es wichtig, auf einer gemeinsamen Basis aufzubauen. Erklären Sie, welche Funktionen unterschiedliche Kanäle haben und inwiefern diese sich unterscheiden. Eine gute Übersicht darüber finden Sie hier. Klären Sie, wer Ihre Zielgruppen sind und wie diese über die gewählten Kanäle erreicht werden sollen. Sie merken: Ohne eine vorher festgelegte Social-Media-Strategie können Sie kein sinnvolles Influencermarketing betreiben. Werden Sie sich darüber im Klaren und kommunizieren Sie Ihre Strategie so, dass Sie von allen Mitarbeitern verstanden werden kann. Halten Sie fest, welche konkreten Ziele mit den internen Influencern erreicht werden sollen – und machen Sie diese messbar.

Ein Beispiel: Sie möchten für Ihre Stellenausschreibungen eine höhere Bewerberanzahl generieren. Durch den Einsatz Ihres Influencerprogramms wollen Sie eine Steigerung der Bewerberanzahl von rund 30% bis zum Ende des Quartals erreichen, um den zeitlichen Aufwand der Aktivitäten zu rechtfertigen. Kommunizieren Sie diese Ziele, um Ihren Mitarbeitern einen Ansporn zu liefern!

2. Content-Erstellung und –Verbreitung auf unterschiedlichen Kanälen

Eine wichtige Frage, die Sie idealerweise vorab festlegen: Nutzen die Mitarbeiter eigene Accounts, oder sollten Sie auf den Unternehmenskanal zurückgreifen?

Klären Sie anschließend, welche Content-Formate bisher genutzt wurden und welche am Besten funktionieren, welche Beitragsarten gerne gesehen werden und das größte Engagement hervorrufen. Legen Sie auch fest, welche Beitragsarten von Ihren Mitarbeitern angelegt werden dürfen und welche der Unternehmenskommunikation vorbehalten sind.

Zum Thema Veröffentlichung: Wie werden bestimmte Formate hochgeladen, welche Anpassungen müssen vorgenommen werden? Zeigen Sie anhand konkreter Beispiele, wie Beiträge gepostet oder terminiert werden und welche Kniffe es gibt (Beispiel: Bildgrößen im Vorhinein beachten bzw. zuschneiden). Hilfreich ist auch die Angabe zur Posting-Frequenz und dem richtigen Zeitpunkt – wie oft sollen Beiträge erscheinen, zu welchen Zeiten halten sich Ihre Zielgruppen in den sozialen Medien auf?

Geben Sie Ihren Mitarbeitern zudem wichtige Ressourcen wie kostenfreie Bilddatenbanken, Zugriff auf GEMA-freie Musik, Contentideen und Inspirationsfeeds an die Hand, auf die Sie zurückgreifen können.

3. Guidelines zu Bildsprache, Tonalität, etc. – und eine Prise Individualität

Geben Sie Ihren Mitarbeitern einen schriftlichen Leitfaden mit, damit sie die Kommunikationsvorgaben schnell und einfach griffbereit haben. Dazu gehören sowohl Beispiele zu Beiträgen, um den sprachlichen Stil als auch die Anrede der Zielgruppe zu vermitteln, als auch Checklisten mit allen wichtigen Kriterien. Diese sollten unter anderem die Verwendung des Markennamens in Beiträgen, wichtige Keywords/Hashtags, Textlängen und die gewünschte Bildsprache umfassen. Zeigen Sie Best und Worst Cases, um die Thematik greifbar zu machen. Formulieren Sie gemeinsam Beiträge und aussagekräftige Überschriften, damit Ihre Mitarbeiter ein Gefühl für den Sprachstil entwickeln können. Aber vergessen Sie nicht: Sie möchten Glaubwürdigkeit vermitteln. Tauschen Sie sich mit Ihren Influencern aus und besprechen Sie, wie jeder Einzelne seine Individualität im Rahmen der Kommunikationsstrategie zum Ausdruck bringen kann.

Ein Beispiel: Asos, ein Onlineversand für Mode, lädt regelmäßigen Content mit Junior Editor Jana Aasland rund um die Themen Mode und Styling hoch. Sie selbst hat seit kurzem einen Instagram-Kanal, den sie ausschließlich aus beruflichen Zwecken führt und mit Fashioninspiration füllt, die ihren persönlichen Style spiegelt.

Zum Abschluss noch ein Zusatztipp, um alle Ihre Social-Media-Aktivitäten gebündelt darzustellen: Sollten Sie bereits unseren Newsroom nutzen, können Sie, sofern Ihre Mitarbeiter ihre eigenen Kanäle mit Unternehmensinhalten füllen, diese als Feed im Newsroom integrieren. So haben Interessenten eine einfache Übersicht über alle Ihre Channels.

Um das Gelesene auch in die Tat umzusetzen, haben wir eine Checkliste für Sie vorbereitet. Einfach ausdrucken und durchstreichen, was erledigt ist!

Checkliste für Ihr Influencerprogramm

Kommentare (1)

    Vielen Dank für den hilfreichen Beitrag.

    - Andy Lippner - 14.11.2017 09:12 CET

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