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Starke Farbe, weiche Klänge: Baden Ton-in-Ton

News   •   Feb 28, 2019 10:32 CET

Illustration: Björn Steinmetzler; Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Ton-in-Ton-Farbkonzepte verleihen einem Badezimmer auch bei einer mutigen Farbwahl eine ruhige Ausstrahlung. Eine Farbe übernimmt hierbei die Vorherrschaft in der Gestaltung. Für das Interior Design bedeutet Monochromie (Einfarbigkeit) allerdings selten die homogene Gestaltung der Fläche mit einem Farbton, sondern die Abstufung von Flächen mit verschiedenen Abtönungen und Nuancen einer Farbe. Dadurch entsteht auch ohne Kontraste ein dezent differenzierendes Tiefenbild, das dank der Monochromie eine starke Ausdruckskraft entfaltet.

Auch ein Materialwechsel erfüllt die Funktion der Abstufung – sei es durch einen Stein- oder Holzton, der sich besonders homogen zur gewählten Grundfarbe verhält, sei es durch eine unterschiedliche Oberflächenstruktur, die eine tiefere Schattierung hervorruft. Ton-in-Ton-Konzepte sind auch in der Mode ein bewährtes Gestaltungskonzept, wo schon durch die Verwendung mehrerer Materialien elegante Ensembles geschaffen werden, etwa durch die Kombination von Wolle, Lack und Leder in einem Farbton. Im Interior Design liegt der Fokus hingegen auf der notwendigen Differenzierung von Flächen. Da Flächigkeit im aktuellen Interior Design eine große Rolle spielt, wobei kleinteiligen Produkten großformatige Farbflächen gegenübergestellt werden, sind Ton-in-Ton-Konzepte derzeit sehr angesagt, vor allem im Küchendesign. Damit empfiehlt sich dieser Farbtrend auch für das Badezimmer, besonders wenn ein moderner Eindruck gewünscht ist, denn durch Farbabstufungen kann selbst in kleineren Räumen Differenzierung und Tiefenwirkung erzielt werden. So kann etwa ein blaues Badezimmer mit verschiedenen Blautönen spielen, wodurch das Auge nicht überfordert wird; dennoch wird sich der Eindruck eines komplett blauen Raums einstellen, solange es keine allzu starken Abweichungen oder Helligkeitskontraste zur Leitfarbe gibt. Im Ergebnis erhält man die Wirkung einer „blauen Grotte“, eines „grünen Urwalds“, einer „rosa Puderdose“ oder einer „weißen Unendlichkeit“, die trotzdem räumlich differenziert wirkt – eine wahre Labsal für die Seele angesichts der alltäglichen Reizüberflutung.

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