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Schluss mit dem digitalen Preisdschungel: Readly- und Deezer-Chefs fordern branchenweites Flatrate-Modell

Pressemitteilung   •   Okt 17, 2016 17:55 CEST

Digital Economy SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan hatte jüngst den Zeitungshäusern ein Flatrate-Angebot nach dem Vorbild des norwegischen Medienkonzerns Schibsted vorgeschlagen. Dort zahlen Nutzer für sämtliche Inhalte - ob Print, Mobile oder Online - monatlich einen einheitlichen Betrag. Für Philipp Graf Montgelas, CEO und Deutschland-Chef des Digital-Kiosks Readly und Michael Krause, Deutschland-Chef beim Musikdienst Deezer, ist dies zu eng gedacht. Sie sehen im MEEDIA-Gespräch Chancen für eine branchenweite Flatrate-Plattform.

Ob Print, Mobile oder Online – der SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan hat jüngst den Preis-Dschungel bei den deutschen Printverlagen kritisiert. Philipp Graf Montgelas, Sie sind CEO und Deutschland-Chef der in Schweden ansässigen Magazin-Flatrate Readly und Michael Krause, Deutschland-Chef bei der Musik-Flatrate Deezer. Sehen Sie dies für die Verlage als Hemmnis, um mehr zahlende Leser für ihre journalistischen Produkte zu begeistern?

Philipp Graf Montgelas: Die Verlage haben mit verschiedenen Hemmnissen zu kämpfen, um ihre journalistischen Angebote zu verkaufen. Dazu gehört auch ihre Preispolitik. Sie ist für viele Leser und Nutzer nicht nachvollziehbar. Sie verstehen einfach nicht, warum sie einmal für Print und erneut für digitale Angebote zur Kasse gebeten werden. Ich kann daher den Verlagen nur raten, ihre Preismodelle zu vereinfachen. Dann steigt auch die Akzeptanz der Leser, für journalistische Angebote zu zahlen.

Krause: In der Verlagsbranche ist immer noch ein altes Dogma weit verbreitet. Die Medienhäuser wollen wie eh und je ihre Inhalte selber an den Endkunden verkaufen oder die Zeitung ihren Lesern über Austräger am liebsten bis an die Haustür bringen. Das heißt, die Unternehmen wollen unverändert die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Dieses Denken steckt immer noch tief in den Köpfen der Verlagsmanager. Sie sind einfach nicht in der Lage, ihre Produkte über eine einheitliche Plattform zu verkaufen.

Das komplette Interview lesen Sie auf meedia.dehttp://meedia.de/2016/10/14/schluss-mit-dem-digitalen-preisdschungel-readly-und-deezer-chefs-fordern-branchenweites-flatrate-modell/

Über Readly:

Die Magazin-Flatrate Readly (https://de.readly.com) ist Deutschlands führende Plattform für digitales Lesen und unterstützt Verlagshäuser bei dem Übergang in das digitale Lesezeitalter. Mit der einfach zu bedienenden App können Nutzer für monatlich 9, 99 Euro auf dem Tablet, PC oder Smartphone auf über 300 nationale und 1.700 internationale Zeitschrift zugreifen. Von Autos bis zur Wissenschaft – das monatlich kündbare Flatrate-Modell hält eine große Bandbreite an unterschiedlichen Themenfeldern für die ganze Familie bereit. Das Unternehmen wurde 2012 in Schweden gegründet und ist seit 2014 in Deutschland vertreten. Seit 2015 ist Philipp Graf Montgelas Managing Director von Readly Germany.