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Betriebliches Gesamtenergiekonzept für Schmetterling International erstellt

News   •   Jun 28, 2019 09:40 CEST

In einem Gutachten des Instituts für Energietechnik IfE GmbH wurde für die Schmetterling International GmbH & Co. KG ein betriebliches Gesamtenergiekonzept erstellt. Dafür wurde der Ist-Zustand analysiert und im Hinblick auf die Installation künftiger Wärmeverbunde nach Optimierungspotential gesucht. Das Gutachten wird vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie mit 40 Prozent gefördert.

Die Firma Schmetterling International will eine langfristige Strategie für künftige Entwicklungen und Entscheidungen im Bereich der Energieversorgung und des Energieverbrauchs entwickeln. Dafür steht unter anderem zur Diskussion, mit den benachbarten und betriebseigenen Wohngebieten ein Wärme- und Arealstromnetz aufzubauen. Basis für künftige Überlegungen ist ein Gutachten des Instituts für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden unter dem Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing Markus Brautsch. Das Institut arbeitet und forscht in den Bereichen rationelle Energiewandlung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien und wurde in den vergangenen Jahren für seine wissenschaftlichen Arbeiten und Energiekonzepte mehrfach prämiert und ausgezeichnet. Der Abschlussbericht der IfE GmbH wird vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie mit 40 Prozent gefördert.

Im Gutachten wurde der Ist-Zustand folgender Bestandteile untersucht: die Schmetterling-Zentrale, das ehemalige Schulgebäude, das Bestandsgebäude Raunerhof sowie die Neubaugebiete Wirtswiese und Raunerhof. Für die genannten Gebäude bzw. Areale wurden sinnvolle Varianten für die Energieversorgung erläutert und zunächst jeweils für eine dezentrale Versorgung wirtschaftlich und ökologisch gegenübergestellt.

Wirtschaftlich vorteilhafte Lösungen der Studie
Unter anderem wurde analysiert, wie das ehemalige Schulgebäude künftig besser beheizt werden kann. Gegenübergestellt wurden zwei Varianten der Energieversorgung: der erneuerte Ist-Zustand als Referenzvariante mit zusätzlichen Marmorplatten, wofür bereits ein Angebot eingeholt wurde, und die Umstellung der Beheizung auf ein Warmwassersystem mit Heizölkessel. Hierbei stellte sich die Variante mit Marmorplatten als wirtschaftlich günstigste untersuchte Variante über einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahren heraus. Dadurch würden im Vergleich zur Alternative Heizöl/Warmwasser Jahreswärmekosten von 2.000 Euro gespart. Die Umsetzung ist außerdem mit geringerem Arbeitsaufwand verbunden als die Umstellung auf eine andere Heizvariante.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht empfiehlt das Gutachten zudem in der Schmetterling-Zentrale die Installation eines neuen Heizöl- oder Flüssiggaskessels, die im Vergleich zu anderen Varianten die günstigsten Jahresgesamtenergiekosten verursachen. Zudem würde die Möglichkeit bestehen, das Neubaugebiet Wirtswiese zusammen mit der Schmetterling-Zentrale über ein Wärmenetz zentral zu versorgen, wobei dieses durch Wärme aus einem neu zu errichtenden Pelletkessel in der Zentrale gespeist würde. Dadurch würden gegenüber einer dezentralen Versorgung Einsparungen von bis zu 500 Euro pro Haushalt im Jahr (mittlere Jahresgesamtenergiekosten) entstehen. Gleichzeitig würden sich bei ökologischen Vorteilen die Jahresgesamtenergiekosten für die Zentrale gegenüber einem Flüssiggas- oder Heizölkessel nicht erhöhen.

Auch eine Umsetzung des Wärmeverbunds vom Bestandsgebäude Raunerhof mit dem Neubaugebiet Raunerhof stellt sich bei genauer Analyse als wirtschaftlich sinnvolle Variante heraus. Bestimmte Wärmeverbundlösungen zeigen sich auch hier sowohl finanziell als auch ökologisch als Vorzugsvariante, mit welcher bis zu 300 Euro pro Haushalt im Jahr (mittlere Jahresgesamtenergiekosten) gespart werden könnten, verglichen mit einer dezentralen Versorgung. Die Erneuerung des fossil betriebenen Ist-Zustandes beim Raunerhof würde dabei laut Gutachten dieselben Kosten verursachen wie eine nachhaltigere Versorgung im Wärmeverbund. 

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