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Ehrung für Filmemacher Joost Vandebrug

Pressemitteilung   •   Mai 19, 2019 10:31 CEST

Preisverleihung: Joost Vandebrug (3.v.l.) wurde am Samstag mit dem Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit ausgezeichnet.

München – Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit hat bei der Preisverleihung des diesjährigen DOK.fest am Samstag den niederländischen Filmemacher Joost Vandebrug mit dem SOS-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Vandebrug erhielt die Ehrung für seinen Dokumentarfilm „Bruce Lee & The Outlaw“, der von dem elfjährigen Bukarester Straßenjungen Nicu erzählt, der bei einem Kriminellen namens „Bruce Lee“ ein Zuhause findet – in unterirdischen Tunneln. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird gestiftet von B.O.A. Videofilmkunst.

„Nicus Geschichte ist kompliziert, voller Freude, Humor, Liebe, aber auch Elend. Es war nicht einfach, diese Geschichte richtig zu erzählen und den Zuschauer dazu zu bringen, in diese Mosaik-Welt eintauchen zu lassen und sie durch seine Augen zu sehen – ohne Wertung“, sagte Vandebrug nach der Preisverleihung im Audimax der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF). „Daher ist es fantastisch, einen Preis zu erhalten, der genau das ehrt – eine besondere Geschichte aus der Perspektive eines Kindes und junger Menschen. Der Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit ist eine große Wertschätzung für Nicu, Raluca, Bruce und all die anderen in dem Film, die mir ihre Lebensgeschichte anvertraut haben und mich über die vergangenen sieben Jahre in ihr Leben eingelassen haben. Der Preisträger Joost Vandebrug lebt in London und arbeitet als Fotograf und Videoregisseur. Er war unter anderem für Vogue, Nike und die Pet Shop Boys tätig. Der SOS-Dokumentarfilmpreis wurde bereits zum 6. Mal im Rahmen des Münchner DOK.fest vergeben. 

Auf dem Foto v.l.: Peider Defilla, Geschäftsführer der B.O.A. Videofilmkunst, Michaela Braun, Aufsichtsrätin der SOS-Kinderdörfer weltweit, Joost Vendebrug und Schauspielerin Michaela May, von der Jury des SOS-Preises.

Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

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