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Für viele arme Familien in Osteuropa bedeutet Isolation wegen Corona auch Hunger. Foto: SOS-Kinderdörfer/Nina Ruud
Für viele arme Familien in Osteuropa bedeutet Isolation wegen Corona auch Hunger. Foto: SOS-Kinderdörfer/Nina Ruud

Pressemitteilung -

​SOS-Kinderdörfer: Corona-Bekämpfung ist eine weltweite Aufgabe

München – Angesichts der in Deutschland wie auch weltweit dramatisch zunehmenden Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 appellieren die SOS-Kinderdörfer weltweit an die deutsche Bundesregierung und Bevölkerung, die Menschen außerhalb von Deutschland und Westeuropas nicht zu vergessen.

„Deutschland steht vor einer schweren Aufgabe“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Hilfsorganisation, Dr. Wilfried Vyslozil, in seinem Appell. „Wir dürfen jedoch nicht die globale Dimension dieser Krise aus den Augen verlieren.“ Die Lage in Italien und Spanien sei weitgehend bekannt. Wenig verbreitet sei jedoch die Tatsache, dass aufgrund der Pandemie und der Ausgangssperren beispielsweise viele arme Familien in Osteuropa hungern würden. „Unsere Helfer kommen oft nicht mehr zu den sehr armen Familien, die wir sonst betreuen. Diese leiden nun Hunger. Unterernährte Kinder sind besonders anfällig für Infektionen.“

In Afrika können sich nach Angaben der SOS-Kinderdörfer viele Länder medizinisch kaum auf die Pandemie einstellen. „Im Liberia, Ghana oder Guinea ist beispielsweise kann nicht einmal eine stabile Stromversorgung für die Krankenhäuser gewährleistet werden“, erklärt Vyslozil. In den Kriegsländern Syrien, Südsudan oder der Zentralafrikanischen Republik hätten die Menschen neben der Pandemie mit Flucht und Vertreibung zu kämpfen. Das gelte auch für die Flüchtlinge in Griechenland. „Sie werden bei einer Infektion der Krankheit kaum etwas entgegenzusetzen haben“, sagt Vyslozil.

„Und nicht zuletzt brauchen auch wir Helfer in dieser Situation Hilfe. Wir sind auf die finanzielle Unterstützung der Menschen in den einkommensstarken Ländern angewiesen, um den Kindern und Erwachsenen in den armen Ländern helfen zu können“, so Vyslozil. Die Menschen überall auf dem Globus bräuchten Atemmasken, medizinische Hilfe und Lebensmittel. „Und wir brauchen einen globalen Plan für die Kinder, die ihre Eltern verlieren werden.“

„Bitte helfen Sie uns zu helfen!“, appelliert Vyslozil an die deutsche Bevölkerung. Ein Spendenkonto für zweckgebundene Spenden für die weltweite Coronahilfe wurde eingerichtet:

Spendenkonto:

SOS-Kinderdörfer weltweit

IBAN: DE81 4306 0967 2222 2000 05

Stichwort: „Coronahilfe weltweit“

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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

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