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STRABAG bietet Mobile Mapping für effizientere Planung im Verkehrswegebau

Pressemitteilung   •   Jul 10, 2019 11:52 CEST

Streckenvermessung bei Tempo 110: Mobile-Mapping-Einsatz auf der A 93 zwischen Regnitzlosau und Dreieck Hochfranken (oben). Foto: Thomas L. Fischer / STRABAG AG
  • Mobile Laserscanner machen zeit- und arbeitsaufwendige Verkehrssperrungen überflüssig
  • Straßen und Bahntrassen werden im Vorbeifahren bei hoher Geschwindigkeit bis ins kleinste Detail digital vermessen
  • Aufträge der Autobahndirektion Nordbayern und der privaten Bahngesellschaft GKB GmbH in Österreich

Eine neue digitale Dienstleistung der STRABAG AG ermöglicht substanzielle Effizienzgewinne bei Projekten im Verkehrswegebau. Mit dem Geschäftsfeld Mobile Mapping bietet der STRABAG-Bereich Digitale Objekterfassung und Drohnen (www.3d-vermessung.strabag.de) ein zukunftsträchtiges Vermessungsverfahren an, das schnell und mit wenig Aufwand detaillierte Messdaten in höchster Qualität generiert – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes „im Vorbeifahren“: Ein Messkleinbus mit zwei mobilen Laserscannern auf dem Dach und reichlich IT-Technik an Bord kann bei einem Tempo von bis zu 110 km/h beispielsweise Autobahnabschnitte bis ins kleinste Detail vermessen. Diese Dienstleistung wird nicht nur konzernintern genutzt; das siebenköpfige Experten-Team aus Regensburg steht mit seinen 3D-Mapping-Services auch für externe Aufträge zur Verfügung. So hat STRABAG etwa für die Autobahndirektion Nordbayern kürzlich ein Teilstück der A 93 mobil vermessen und gerade erst in der österreichischen Steiermark eine 51 km lange Gleistrasse der Bahngesellschaft GKB mobil und digital gescannt.

Hohe Datenqualität verhindert teure Fehlplanungen

Zeit- und arbeitsaufwendige Streckensperrungen sind beim Mobile Mapping – anders als bei statischen Lasermessungen – nicht erforderlich. Im Vorfeld wird das Messgebiet mit Passpunkten markiert, und während der Fahrt scannen die Laser in Abständen von wenigen Zentimetern die Oberflächenbeschaffenheit. „Gerade in der Angebotsphase spielen diese Daten eine essentielle Rolle für eine solide Kalkulationsbasis im Verkehrswegebau“, betont Thomas Gröninger den Mehrwert der mobilen Messmethode. Denn je genauere und detailliertere Messdaten vom Zustand der Straße schon im Vorfeld der Baumaßnahme gesammelt werden, desto genauer lassen sich im Verfahren des Building Information Modelling (BIM) die Massen berechnen und der Aufwand bestimmen. Fehlplanungen bei der Instandhaltung von Verkehrswegen werden damit zuverlässig vermieden. In einem Pilotprojekt nutzt die Autobahndirektion Nordbayern diesen Vorteil: Bereits vor der Auftragsvergabe, noch während der Ausschreibung für die geplante Sanierung der A 93 zwischen dem Dreieck Hochfranken und der Anschlussstelle Regnitzlosau hat das Mobile-Mapping-Team der STRABAG AG den rd. 7 km langen Streckenabschnitt detailliert vermessen, digital per Software ausgewertet und dokumentiert.

„Zuverlässig und zentimetergenau“

Das Mobile Mapping wird mittlerweile auch beim Vermessen von Eisenbahntrassen erfolgreich eingesetzt: Im Zuge der geplanten Elektrifizierung seines Streckennetzes in der österreichischen Steiermark hat der Graz-Köflacher Bahn- und Busbetrieb (GKB) das Experten-Team aus Regensburg beauftragt, die rd. 51 km lange Bahntrasse zwischen Lieboch und Wies mit den mobilen Laserscannern digital zu vermessen und dokumentieren. Dieser Service vereinfacht die Entwurfsplanung und Ausführungsplanung der GKB, deren neue Elektro-Infrastruktur bis 2024 in Betrieb genommen werden soll. In diesem Zusammenhang unterstützt die STRABAG Rail Fahrleitungen GmbH die GKB und das Mobile-Mapping-Team aus Regensburg. „Im Vergleich zur Standardvermessung erhalten wir über das Mobile Mapping deutlich schneller viel präzisere und detailliertere Grunddaten. Die abgeleitete Punktwolke dokumentiert zuverlässig und zentimetergenau die Abstände auf der Trasse und lässt sich direkt in unser digitales Planungssystem einbinden“, sagt René Wirthgen, Technischer Bereichsleiter der STRABAG Rail Fahrleitungen GmbH.

Die Erfolgsgeschichte der STRABAG AG, Köln, begann im Jahr 1923. Heute gehört das Unternehmen zum Konzernverbund der österreichischen STRABAG SE und fungiert in Deutschland als Muttergesellschaft der deutschen STRABAG-Konzerngesellschaften. Als deutsche Marktführerin im Verkehrswegebau erwirtschaftet das Unternehmen in diesem Geschäftsfeld eine Jahresleistung von mehr als 2,9 Mrd. €. Täglich setzen sich rund 12.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkehrswegebau dafür ein, erstklassige Bauleistungen zu erbringen, die weit über den klassischen Straßenbau hinausgehen. Dabei setzt die STRABAG AG auf die Digitalisierung ihrer Arbeitsprozesse und bildet in ihren Einheiten die gesamte Wertschöpfungskette im Bau von Infrastrukturanlagen ab: von der digitalen Planung über die Baustoffgewinnung und -produktion, den Bau der Projekte bis hin zur Wartung und Unterhaltung durch eigene Straßenbetriebsdienste. Weitere Informationen unter www.strabag.de

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