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ZÜBLIN nach verhaltenem Geschäftsverlauf gut ins Jahr 2016 gestartet

Pressemitteilung   •   Mai 18, 2016 10:53 CEST

ZÜBLIN-Haus in Stuttgart (Copyright: Ed. Züblin AG)
  • Bauleistung 2015 auf 3,4 Mrd. € erhöht
  • Konzern-EBT 2015 von 59 Mio. € auf 50 Mio. € gesunken
  • Jahresüberschuss im Konzern von 32 Mio. € auf 35 Mio. € verbessert
  • Positiver Ausblick für 2016 nach deutlichem Orderplus im 1. Quartal

Die Stuttgarter Ed. Züblin AG hat, nach Aussage des Vorstandsmitglieds Dr. Alexander Tesche auf der heutigen Bilanzpressekonferenz, das Geschäftsjahr 2015 mit einer erneut gesteigerten Leistung abgeschlossen, konnte aber das sehr gute Vorjahres-EBT nicht wieder erreichen. Aufgrund der guten Auftragslage und der sich abzeichnenden Belebung der deutschen Baukonjunktur erwarte der ZÜBLIN-Konzern für 2016 jedoch bei leicht steigender Bauleistung eine deutliche Ergebnissteigerung. Der Auftragseingang des ZÜBLIN-Konzerns sank 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 3,1 Mrd. €. Ein Orderplus im Schlüsselfertigbau reichte nicht aus, um den Rückgang in den Geschäftsfeldern Ingenieurbau sowie Werke und Sonderbereiche zu kompensieren. Von den Auftragseingängen des Konzerns entfielen 2,3 Mrd. €, das sind 74 %, auf das Inland. Im Vorjahr waren es 67 %. Zu den größten Neuaufträgen zählten z. B. die Shopping-Center „LOOM“ in Bielefeld und „Alter Wall“ in Hamburg sowie das Wohn- und Geschäftshaus ALEA auf dem ehemaligen Opel-Gelände in Frankfurt am Main.

Die Bauleistung stieg im Berichtsjahr plangemäß um 3 % auf 3,4 Mrd. €. Der Anstieg im Konzern betraf die Geschäftsfelder Schlüsselfertigbau und Ingenieurbau. 73 % der Leistung wurde im Inland und 27 % im Ausland erbracht. Im Vorjahr lag der Auslandsanteil bei 26 %.


Der im letzten Jahr außergewöhnlich hohe Auftragsbestand des ZÜBLIN-Konzerns, der zum Jahresbeginn 2015 mit knapp 4,3 Mrd. € rechnerisch bereits die für 2015 geplante Gesamtleistung übertraf, sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6 % auf 4 Mrd. €. Der Rückgang verteilte sich auf In- und Ausland gleichermaßen.

Zum Bilanzstichtag am 31.12.2015 waren im ZÜBLIN-Konzern 13.983 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, was einem Rückgang von rd. 8 % gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Insgesamt verlief die Ergebnisentwicklung 2015, so Tesche, für den ZÜBLIN-Konzern nicht zufriedenstellend. Im Inland belasteten Projektverluste im Rhein-Main-Gebiet und ein erneut schwaches Holzingenieurbaugeschäft das Ergebnis. Im außereuropäischen Ausland erforderte ein Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zusätzliche Risikovorsorgen. Dadurch sank das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) von 59 Mio. € auf 50 Mio. €. Infolge geringerer Ertragsteuerbelastungen erzielte der Konzern jedoch ein leicht verbessertes Ergebnis nach Steuern in Höhe von 35 Mio. €, gegenüber 32 Mio. € im Jahr zuvor.

Die Eigenkapitalquote lag im ZÜBLIN-Konzern mit rd. 27 % um 1 Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital (einschließlich Anteile anderer Gesellschafter) wurde zum 31.12.2015 mit 524 Mio. € ausgewiesen (Vorjahr 482 Mio. €). Die liquiden Mittel im Konzern übertrafen den Wert des Vorjahres um 18 Mio. € und betrugen zum Jahresende 2015 rd. 802 Mio. €.

Im Einzelabschluss erzielte die Ed. Züblin AG einen Jahresüberschuss von 24 Mio. € (Vorjahr 39 Mio. €) sowie einen Bilanzgewinn von 12 Mio. € (Vorjahr 19 Mio. €). Der Vorstand werde der Hauptversammlung aufgrund der guten Aussichten und der hohen Liquidität eine Dividende von 0,90 €/Stückaktie vorschlagen. 

In das laufende Geschäftsjahr ist ZÜBLIN nach Angaben Tesches mit einem deutlichen Orderplus gut gestartet. Im ersten Quartal 2016 verzeichnete der ZÜBLIN-Konzern bei den Auftragseingängen einen Zuwachs von rd. 11 % auf 798 Mio. € (Vorjahr 721 Mio. €). Da die großen Auftragseingänge erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 leistungswirksam werden, sank die Leistung in den ersten drei Monaten um 8 % auf 716 Mio. €. Der Auftragsbestand war am 31.3.2016 mit 4,1 Mrd. € erneut sehr hoch, auch wenn er den Rekordwert des Vorjahres nicht ganz erreichte. Zum Stichtag 31.3.2016 beschäftigte ZÜBLIN 13.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das waren 1.458 weniger als im Jahr zuvor. Für das Geschäftsjahr 2016 sieht Tesche den Züblin-Konzern insgesamt gut gerüstet und sowohl in Deutschland als auch im Ausland unverändert gut aufgestellt. Die sehr gute Liquidität verschafft ZÜBLIN erhebliche Wettbewerbsvorteile. Abgesichert durch einen hohen Auftragsbestand kann das Unternehmen insbesondere in Deutschland den Markt und die Angebote unverändert sehr selektiv prüfen. Insgesamt rechnet ZÜBLIN 2016 mit einer leicht steigenden Leistung und einem deutlich verbesserten Konzernergebnis vor Steuern.

Die Ed. Züblin AG mit Sitz in Stuttgart beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zählt mit einer jährlichen Leistung von über 3 Mrd. € zu den führenden deutschen Bauunternehmen. Seit der Firmengründung im Jahr 1898 realisiert ZÜBLIN erfolgreich anspruchsvolle Bauprojekte im In- und Ausland und ist heute im deutschen Hoch- und Ingenieurbau die Nummer eins. Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst alle baurelevanten Aufgaben – vom Ingenieur-, Brückenoder Tunnelbau über den komplexen Schlüsselfertigbau bis hin zum Holzingenieurbau und dem Bereich Public Private Partnership. ZÜBLIN legt großen Wert auf partnerschaftliche Zusammenarbeit und bietet mit dem ZÜBLIN teamconcept ein seit mehr als 15 Jahren am Markt bewährtes Partneringmodell. Aktuelle Bauprojekte des zur weltweit agierenden STRABAG SE gehörenden Unternehmens sind beispielsweise der Axel-Springer-Neubau in Berlin, die Messehalle 12 in Frankfurt/M. oder der Albabstiegstunnel auf der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm. Weitere Informationen unter www.zueblin.de

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