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Süßstoffe im Blickpunkt: internationale Konferenz in Brüssel

Pressemitteilung   •   Mai 08, 2014 11:14 CEST

Der Internationale Süßstoffe Verband organisierte für Vertreter der Weltgesundheitsorganisation, Wissenschaftler, Verhaltensexperten und Ernährungswissenschaftler die Konferenz :"Why Low Calories Count’ ". Die Experten kamen zu dem Schluss: Süßstoffe sind grundlegend bei der Bewältigung globaler Herausforderungen im Gesundheitswesen.

Welche Rolle Süßstoffe bei der Bewältigung der steigenden Adipositas-Epidemie und der Erhöhung der Typ-2- Diabetes Erkrankungen spielen wurde von den Experten in Brüssel diskutiert. Die Aufklärung und die Menschen zu befähigen, fundierte Entscheidungen durch die Bereitstellung der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse zu machen, ist der Schlüssel zur ISA -Mission. Die Konferenz vereinte eine Weltklasse multidisziplinärer Experten, darunter Dr. Roberto Bertollini, Chef-Wissenschaftler bei der Weltgesundheitsorganisation, Professor James Hill und Professor Adam Drewnowski.

Erschreckende Statistiken zu Übergewicht und Bewegung

Dr. Roberto Bertollini, Chef-Wissenschaftler bei der Weltgesundheitsorganisation eröffnete die Konferenz, indem er die Gesundheit Europas und die daraus erwachsenden Herausforderungen an einigen erschreckenden Statistiken aufzeigte: "In 46 Ländern der Europäischen Region sind über 50 % der Bevölkerung  übergewichtig und über 20 % der Bevölkerung sind sogar adipös. Die WHO schätzt, dass 63 % der Erwachsenen nicht das empfohlene Mindestmaß an körperlicher Aktivität erreicht und nur 20% der 11-jährigen Mädchen und 30% der 11-jährigen Jungen, berichten, dass sie täglich mindestens eine Stunde mäßig anstrengend körperlich aktiv sind."

Süßstoffe: Indikator für gesunde Ernährung

Im Anschluss an diesen Überblick über das Ausmaß der Adipositasproblematik, sprach Professor Adam Drewnowski , ein weltweit anerkannter Spezialist im Bereich der Prävention und Behandlung der Adipositas von der Universität Washington über seine neuen Forschungen und betonte : "Wir haben festgestellt, dass Süßstoffe tatsächlich ein Indikator für eine gesunde Ernährung sind. Anwender von Süßstoffen essen gesünder, ausgewogener und haben mehr Bewegung. Was wir auch entdeckt haben ist, dass in Zukunft die Gesundheits-forschung gezielter geografische und gesellschaftliche Einblicke auf der Mikroebene erfassen muss, um aussagekräftig zu sein. Lokale Daten zeigen sogar bis auf Postleitzahl-Ebene, welche Nachbarschaften am stärksten von Übergewicht und Diabetes betroffen sind. Dies gibt uns viel mehr Einblicke in die Umweltfaktoren die unseren Konsum mitbestimmen. "

Clever essen mehr bewegen

Professor James Hill, US Adipositas-Experte und Professor für Pädiatrie und Medizin der University of Colorado School of Medicine, erläuterte, was das Geheimnis für ein besseres Gewichtsmanagement ist : "clever essen und mehr bewegen“. Wir haben bei unseren Forschungen festgestellt, dass schon kleine Änderungen wie die tägliche Wahl kalorienarmer Speisen und Getränke im Laufe der Zeit beim Gewichts-management einen großen Unterschied machen können."

Süßstoffe im Dialog

Professor Colette Shortt , Vorsitzende des ISA fasst zusammen: " Wir haben von führenden Wissenschaftlern über die Bedeutung der Bekämpfung von Übergewicht und Diabetes gehört und auch, auf welche Art und Weise Süßstoffe dabei eine Rolle spielen können. Wir haben gehört, dass wir mit einer angeborenen Vorliebe für Süßes geboren werden und daher der völlige Verzicht auf Süße weder wünschenswert noch pragmatisch ist. Süßstoffe können hier eine wichtige Rolle spielen, da sie Süße praktisch ohne Kalorien liefern. Wir sind stolz darauf, den ständigen Dialog zwischen Wissenschaft , Politik, Gesundheitswesen und Industrie zu unterstützen und voranzutreiben, um sicherzustellen, dass wir alle die besten Beweise und Ressourcen nutzen, um diesen modernen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen.“

Der Konferenz ging ein Gipfeltreffen der EU-Kommission für nicht übertragbare Krankheiten voraus, was die Dringlichkeit des Themas für die europäische Politik und gleichgesinnter Akteure hervorhebt. In diesem Sinne wird sich der Internationale Süßstoffverband (ISA) bemühen, sich zu den wichtigsten Fragen der Gesundheits-agenda zu engagieren und die Vorteile von kalorienarmen Süßstoffen als Teil der Lösung zu fördern.

 Weitere Referenten:

• Prof. Greg Whyte OBE , ehemaliger Olympionike und Sportwissenschaftler

• Prof Hely Tuorila , Vorsitzende der Sensorischen Lebensmittelwissenschaft,  

  Universität Helsinki , Finnland

• Prof. Anne Raben , Abteilung für Ernährung, Bewegung und Sport, Universität  

  Kopenhagen

• Magali Jacobs, Ernährungsberaterin und Psychologin, Institut Paul Lambin ,

  Brüssel

• Janette Marshall , Fachjournalistin Ernährung und Gesundheit, UK

• Dr. Nick Southgate, Verhaltenspsychologe, UK

• Moderiert von Jacki Davis, Kommentatorin und Analytikerin der Geschehnisse  

  der Europäischen Union

Über den internationalen Süßstoff Verband

Der internationale Süßstoff Verband (International Sweetner Association, ISA) ist eine Non- Profit-Organisation nach belgischem Recht , die Hersteller und Anwender von kalorienarmen Süßstoffen vereint. Der ISA wird von der Europäischen Kommission, den nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation anerkannt und hat Nicht-Regierungsbeobachterstatus in der Codex-Alimentarius-Kommission, die internationale Lebensmittelstandards festlegt.


Der Süßstoff Verband beteiligt sich an der wissenschaftlichen Diskussion über Lebensmittelzusätze, Gesundheitsprophylaxe und Diätetik. Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherberatung ist neben 
Kontaktpflege zu Ernährungsberatern, Diätassistenten, Pädagogen und sonstigen Vertretern ernährungsorientierter Berufe und zu Wissenschaft, Forschung, Politik und Wirtschaft unser Anliegen.


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