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Das Gold der Nordsee

Pressemitteilung   •   Feb 04, 2019 12:36 CET

Bernstein ist ein wunderbarer Rohstoff für Schmuckstücke aller Art. Richard Leonhard Krouzek zeigt, wie man das fossile Harz zu seinem persönlichen Schmuckstück verarbeitet und verrät, wo und wann man es auf Sylt am besten findet.

Bernstein ist das erhärtete Harz fossiler Nadelbäume, die vor vielen Millionen Jahren existiert haben – es ist also kein Gestein oder gar ein Edelstein im eigentlichen Sinne. Im Vergleich zu echten Steinen ist Bernstein sehr leicht und glänzt in der Sonne. Wer nicht sicher ist, ob es sich bei einem Strandfund um Bernstein handelt, kann damit vorsichtig gegen seinen Zahn klopfen oder ihn zu Richard Leonhard Krouzek und Tara Marie Beck bringen – und mehr draus machen:

Die beiden bieten künstlerische Workshops auf Sylt an. Vornehmlich wird mit natürlichen Materialien gearbeitet, die man am Strand finden kann – und dazu gehört natürlich Bernstein. Krouzek holt eine Holzkiste aus dem Schrank. Die bonbongroßen Steine glitzern geheimnisvoll, sie schimmern goldgelb, wie Honig und wie Karamell. Bernstein ist ein schönes Material; wer es in die Hand nimmt, spürt eine Wärme, er fühlt sich angenehm an. Millionen Jahre unterm Sand und im Meer haben den Bernstein sanft modelliert und eine natürliche Oberfläche geschaffen. „Ich arbeite sehr gern mit Bernstein“, sagt der Künstler, „wegen der Form und Farbe, weil es ein dankbares Material ist was die Bearbeitung angeht – und auch, weil er beim Reiben mit der Feile angenehm riecht, wenn ätherisches Öl hervortritt.“

Wenn die Oberfläche poliert und klar ist, fällt das Licht in den Stein hinein und sein Inneres, sein goldgelb-honigfarbener oder orange bis roter Glanz, kommt zum Vorschein. Mit dem Handschleifpapier beginnt Krouzek, die Form des Stückes regelmäßig zu gestalten, mit der feineren Körnung zu glätten und zu polieren. „Form und natürliche Oberfläche stehen im Vordergrund“, sagt der Workshop-Leiter und betrachtet den Bernstein, „diese zu erhalten und ästhetisch herauszuarbeiten, darum geht es. Das Schöne der Natur zum Vorschein bringen!“ Zum Schluss gibt es eine Baumwollkordel für Kettenanhänger und Armbänder, man kann aber auch Ohrringe oder einen Talisman daraus machen.

Am allerschönsten ist es natürlich, sein eigenes Stück Bernstein zu schleifen. Dazu muss man es aber erst finden. Je geringer die Wassertemperatur, desto höher ist die Dichte – und dann kann Bernstein im Meerwasser am ehesten nach oben treiben. Die beste Zeit nach Bernstein zu suchen, ist also im Winter nach einem Sturm, denn der wühlt schön auf. Besonders gut hinschauen sollte man nach Sturmfluten an beruhigten Strömungskanten. Dort, wo all das kleine leichte Zeug wie Muschelschalen oder schwarzer Holzgrieß liegt. Und noch ein Tipp von Richard Leonhard Krouzek: „Vor allem muss man der Erste am Strand sein!“

Weitere Informationen zu den Bernstein-Workshops auf www.sylt.de.

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