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​Deutsch-Schwedisches Konjunkturbarometer Mai 2017: Kaum Hindernisse für Investitionen in Schweden

Pressemitteilung   •   Jun 01, 2017 10:43 CEST

Foto: Sofia Sabel/Per Pixel Petersson/Simon Paulin/imagebank.sweden.se

Die Rahmenbedingungen für deutsche Investitionen in Schweden sind gut. Dies zeigt die neue Ausgabe des Konjunkturbarometers der Deutsch-Schwedischen Handelskammer, die heute veröffentlicht wird. Ein Großteil der deutschen Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, sieht keine nennenswerten Hindernisse für künftige Investitionen im hohen Norden.

Die Wirtschaft in Deutschland und Schweden brummt derzeit. Beide Länder befinden sich in einer Hochkonjunktur und der Aufschwung erfasst zunehmend auch Maschineninvestitionen und Warenexporte. Für viele Unternehmen ein guter Zeitpunkt, über eine Verstärkung der eigenen Aktivitäten im Ausland nachzudenken.

Dabei ist Schweden offenbar ein vergleichsweise unkomplizierter Standort für Direktinvestitionen in beispielsweise neue Büroniederlassungen, Ladenfilialen oder Fabriken, wie die neue Ausgabe des Deutsch-Schwedischen Konjunkturbarometers zeigt.

„Ein relativ großer Anteil der deutschen Unternehmen (30 Prozent unserer Umfrageteilnehmer) sagt kurz und bündig: Es bestehen keine nennenswerten Hindernisse für längerfristige deutsche Investitionen in Schweden. Bei den dennoch genannten Investitionshindernissen handelt es sich in erster Linie um die Lohn- und Gehaltskosten, gefolgt von Arbeitsrecht und Steuern – jedoch wiegen die beiden letztgenannten Faktoren nicht allzu schwer“, erklärt Hubert Fromlet, Professor an der schwedischen Linné-Universität und Senior Advisor der Deutsch-Schwedischen Handelskammer, der auch die siebte Ausgabe des Konjunkturbarometers im Auftrag der Handelskammer ausgewertet und kommentiert hat.

Welche Faktoren stellen momentan die größten Hindernisse für Direktinvestitionen in Schweden dar?

In der umgekehrten Richtung ist das Umfrageergebnis sogar noch etwas positiver: „Die Bedingungen für schwedische Investitionen in Deutschland sind aktuell gut. Bemerkenswert ist, dass ganze 38 Prozent der schwedischen Unternehmen, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, keine bedeutenden Investitionshindernisse auf dem deutschen Markt sehen. Dahinter führt der Kompetenzbedarf der Unternehmen die Liste der Faktoren mit Verbesserungspotenzial an. Es ist nicht ganz einfach, die richtigen Mitarbeiter für die eigene Firma zu finden, was natürlich den Expansionsprozess in Deutschland verlangsamen kann“, konstatiert Ralph-Georg Tischer, Geschäftsführer der Deutsch-Schwedischen Handelskammer.

Unternehmen zuversichtlich

Die aktuelle Hochkonjunktur und die gute Stimmungslage in der Wirtschaft machen sich auch in den Einschätzungen der Umfrageteilnehmer zur konjunkturellen Entwicklung bemerkbar. Die schwedischen Unternehmen bewerten die deutsche Konjunktur in den kommenden zwölf Monaten durchschnittlich mit dem Wert 3,7 (Skala 1-5; 5 = sehr gut). In der umgekehrten Richtung lautet das Ergebnis 3,9. Beide Einschätzungen können in Worten mit der Schulnote „gut“ beschrieben werden.

Das Geschäftsklima zwischen den beiden Ländern ist zurzeit ebenfalls relativ positiv. Der Durchschnittswert 3,5, der sich sowohl in der deutschen als auch der schwedischen Untersuchung bei der Frage nach der Entwicklung der Geschäfte mit dem jeweils anderen Land ergibt, zeigt jedoch auch Verbesserungspotenzial im bilateralen Handel an:

„Der Indexwert deutet darauf hin, dass das Marktpotenzial noch nicht völlig ausgeschöpft ist, was eigene Anstrengungen betrifft und im Hinblick darauf, welche Möglichkeiten der jeweils andere Markt bietet. Etwas mehr sollte schon noch drin sein, vor allem in Zeiten mit verhältnismäßig guter Binnennachfrage wie im Moment“, schließt Hubert Fromlet ab.


(Skala von 5 = sehr gut bis 1 = sehr schlecht)

Das Deutsch-Schwedische Konjunkturbarometer ist eine Umfrage der Handelskammer unter deutschen und schwedischen Unternehmen über die konjunkturelle Lage und Entwicklung in beiden Ländern. Die aktuelle Umfrage wurde vom 2. bis zum 15. Mai 2017 durchgeführt. Über 100 deutsche und schwedische Unternehmen nahmen dieses Mal teil. Der Bericht wird zwei Mal jährlich veröffentlicht.

Die ausführliche Version des Konjunkturbarometers sowie frühere Ausgaben finden Sie unter www.handelskammer.se/de/konjunkturbarometer.

Die Deutsch-Schwedische Handelskammer (DSHK) ist seit 1951 die erste Anlaufstelle für die Entwicklung der Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und Schweden und hat rund 1150 Mitglieder in beiden Ländern. Unser Angebot an Dienstleistungen ist vielfältig, angefangen vom Markteinstieg über unternehmensrechtliche Fragen und Buchführung bis hin zu Steuerrecht und Marketing in Schweden oder Deutschland.

Die Deutsch-Schwedische Handelskammer gehört zum globalen Netzwerk der rund 130 deutschen Auslandshandelskammern (AHK). In Deutschland stehen wir in engem Kontakt mit den 80 regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK). Mit einem breiten Kontaktnetz und Zugang zu deutschen und schwedischen Entscheidern ist die DSHK ein idealer Partner für die deutsch-schwedische Wirtschaft.

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