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Weniger Vertrauen in die Altersvorsorge

News   •   Jul 05, 2017 10:47 CEST

Bild: PeterFranz/pixelio.de

Glauben Sie noch daran, dass Sie mit Ihrer Rente zufrieden sein werden? Nein? Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Das Vertrauen in die Altersvorsorge sinkt. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) führt einmal im Jahr eine Umfrage durch, mit der das Vertrauen in die Altersvorsorge erfasst wird. Die aktuellen Umfrageergebnisse spiegeln die allgemeine Verunsicherung wider.

An der Umfrage haben über tausend Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren teilgenommen. Alle waren sich einig: Die Zukunft ist in Sachen Altersvorsorge mehr als ungewiss. Das Vertrauen in die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge war so schlecht wie seit 2010 nicht mehr und ist auch im Vergleich zum 4. Quartal 2015 noch einmal deutlich gesunken.

Sorge um den Lebensstandard im Alter

Über drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass sie ihren jetzigen Lebensstandard im Alter nicht werden halten können. Sie haben Angst vor Altersarmut. Im Gegensatz zur vorherigen Befragung hat sich dieser Wert nochmal um 7 Prozent verschlechtert (2015: 69 Prozent).

Vorsorgebereitschaft nach wie vor gering

Das Vertrauen in die Rente schwindet. Doch das kurbelt nicht etwa die Motivation an, selbst fürs Alter vorzusorgen. Denn auch das Vertrauen in betriebliche und private Altersvorsorge sinkt. Vom Vertrauensverlust war in erster Linie die private Altersvorsorge betroffen. Laut DIA schlägt sich hier besonders die mediale Verunsicherung nieder. Die anhaltende Niedrigzinsphase ist immer wieder Thema und verdüstert die Prognosen für das Alter. Auch die Kritik an der Riester-Rente, die nicht abreißen will, trägt maßgeblich zur Verunsicherung bei.

Ergänzende Vorsorge hält sich in Maßen

Von den Befragten möchten trotz des schwindenden Vertrauens lediglich 27 Prozent in den nächsten 12 Monaten aktiv werden und sich in Eigenregie um ihre Altersvorsorge kümmern. 43 Prozent der Befragten gaben hingegen an, sich ungeachtet des fehlenden Vertrauens nicht selbst um die Altersvorsorge zu kümmern.

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